Science Fiction
Register
Valerian-Stadt der tausend Planeten

Valerian-Stadt der tausend Planeten

Filme - Science Fiction | mit: Dane DeHaan, Cara Delevingne, Clive Owen
Bewertung:★★★★★

Luc Besson war schon immer ein Garant für hemmungslose Action, die sogar die physikalischen Gesetze aushebelt und selbst nicht so ernstgenommen werden will. Mit „Das fünfte Element“ schaffte er eine feste Verbindung der Genres und setzte dem Ganzen mit einer komödiantischen Note noch die Krone auf. Rasant, schräg und unglaublich gut getimet. Mit dem hier vorliegenden Exemplar führt er sein eigenes Vorbild weiter.
Mit einem französischen Comic als Vorbild hat er wohl wieder etwas Außergewöhnliches geschaffen

Handlung

Eine Raumstation eröffnet das Spektakel im Jahr 2020. Die Ähnlichkeit mit der ISS ist nicht abzuleugnen.
Im Laufe der Jahrzehnte wird diese Station immer mehr erweitert und ein großer, um die Erde kreisender Trabant, der von Raumfahrern aller Nationen der Erde bewohnt wird. Im Jahr 2150 stossen dann auch die ersten Außerirdischen dazu. Nicht allzu lange danach erreicht die „Station Alpha" durch immer mehr andockenden Raumschiffe und die ständigen An/Umbauten eine „kritische Masse“ die sogar das Kraftfeld der Erde negativ beeinflusst. Somit wird dieses riesige Planetenähnliche Gebilde mit Hilfe der mächtigen Schubtriebwerke in Richtung „Magellan-Wolke“ geschickt.
Auf der tropisch anmutenden Welt Mül mit riesigen Ozeanen, blauen Lagunen und weißen Traumstränden erleben vier Jahrhunderte später die sanftmütigen Pearls, die alterslosen humanoiden Bewohner eine Katastrophe. Sie leben mit kleinen, vierbeinigen Tieren in Harmonie, die als Transmutatoren die Energieperlen, die die Pearls einsammeln immer wieder vervielfältigen können, und somit für die Aufrechterhaltung des Kraftfeldes der Welt sorgen. Die Katastrophe beginnt mit gewaltigen Explosionen am Himmel, und abstürzenden Raumschiffen. Das ganze Desaster endet mit einer riesigen Feuerwalze, vor der sich nur wenige Pearls in einem der abgestürzten Raumschiffe retten können, alle anderen kommen um. Das Volk dieser friedfertigen Rasse wurde quasi ausgerottet.
Major Valerian (Dane DeHaan) und Seargent Laureline (Cara Delevingne) die Spezialagenten der Regierung der menschlichen Territorien streiten 30 Jahre später auf ihrem Raumschiff wegen ihrer Beziehungsprobleme, obwohl sie laut Laureline eigentlich keine Beziehung haben. Valerian wird wieder mal von ihr abgewiesen, weil sie ihn für einen egoistischen Casanova hält, der keine Verantwortung übernehmen will. Mit ihrem Raumschiff „Intruder“, das auch Zeitsprünge beherrscht, sollen sie nun auf Anordnung des Ministeriums auf dem Planeten Kyrion den letzten Transmutator der Mül suchen, um eine Energiequelle für das weitere Betreiben der Raumstaion zu haben. Auch soll damit das Kraftfeld der Erde weiter erhalten werden. Auf dem Wüstenplaneten befindet sich ein riesiger virtueller Basar in einer anderen Dimension, den man nur mit einer speziellen Ausrüstung und dem dazugehörigen Helm sehen kann.Valerian schafft es, das kleine Tierchen einem Hehler abzujagen, der es gerade an überlebende Pearls verhökern will. Die Flucht und das weitere Vorgehen der Protagonisten und der Antagonisten setzt eine Reihe von Ereignissen in Gang, wie sie so noch nicht zu sehen und zu hören war. Verfolgungsjagden mit Raumschiffen, wilde Laserschlachten, originelle Fights mit wilden Stunts, merkwürdige Sitten von Aliens, coole Sprüche, Slapstick und auch was fürs Herz. Einige Überraschungen gibt es auch noch.

Trailer

Bewertung

Science-Fiction allererster Vergütung. Dazu noch eine Verfilmung die genauso Detailverliebt daherkommt wie der Comic. Witzig, rasant, hart und total unterhaltsam. Dazu noch die subtilen Hommagen an andere Verfilmungen des Genres. Luc Besson kann es doch noch. Ich liebe diesen Film, und sowas wird man nicht oft von mir lesen, weil ich sogar viele Mainstream-Blockbuster eher als filmisches Mittelmaß bewerten würde. Dieser Film hier hat alles was einen guten Film ausmacht: Spielfreude die man wirklich allen Schauspielern anmerkt. Eine Super-Kamera, gute Musik, die Story wirkt nicht zu konstruiert und die meisten Aktionen kommen wie spontan und nicht inszeniert rüber. Die Aliens sind mal total schräg, dann wieder witzig und manchmal auch eklig. Ab und an blitzt sogar mal ein bisschen das „Fünfte Element“ hervor. Sogar die Botschaft die der Film versucht zu vermitteln, kommt nicht moralinsauer, oder mit erhobenem Zeigefinger daher. Am Ende haben es dann, glaube ich, alle verstanden. In der letzten Zeit habe ich mich selten so amüsiert und so gut unterhalten gefühlt. Die ständigen Sticheleien zwischen Laureline und Valerian sind zum sich Wegschmeißen.
Das Tempo und Komik des Filmes haben ein perfektes Timing und treiben die Handlungsstränge nicht nur voran, sondern auch zusammen. Nichts wirkt unlogisch oder an den Haaren herbeigezogen. Dazu noch die ultracoole Action, die wirklich einzigartig erscheint. Einfach spitze.

Fazit

Wer klasse gestylte Science-Fiction mit Witz und perfekter Action sehen will, ist hier an der richtigen Adresse.
Tempo, Witz und Tiefsinn wechseln sich hier ab und werden zu einem vergnüglichen Ganzem. Die Ausstattung der BluRay lässt eigentlich auch keine Wünsche offen, und man kann sich damit einen wirklich unterhaltsamen Heimkinoabend mit der ganzen Familie gestalten.