Science Fiction
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Star Wars: Die letzten Jedi (Spoilerfrei)

Star Wars: Die letzten Jedi (Spoilerfrei)

Filme - Science Fiction | mit: Rian Johnson, Daisy Ridley, Mark Hamill, Adam Driver uvm.
Bewertung: ★★★★★

Mit „Star Wars: Die letzten Jedi“ erzählt Regisseur Rian Johnson den zweiten Teil der neuen Trilogie und muss dabei die offenen Fragen aus Episode VI beantworten, die Geschichte voranbringen und darf dabei nicht zu viele Déjà-vu –Momente beim Zuschauer provozieren. Ich durfte mir den Streifen vorab ansehen und verrate euch, warum ich nicht begeistert bin, ihn aber dennoch empfehlen kann.

Handlung

Die grobe Geschichte lässt sich aus den Trailern bereits erahnen. Rey (Daisy Ridley) sucht den letzten lebenden Jedi Luke Skywalker (Mark Hamill) auf, um ihn für die Rebellion zurückzugewinnen und sich von ihm ausbilden zu lassen. Indessen kämpfen General Leia Organa (Carrie Fisher), Pilot Poe Dameron (Oscar Isaac), Finn (John Boyega) und viele weitere Mitglieder der Rebellen-Allianz gegen die Erste Ordnung, welche von Supreme Leader Snoke (Andy Serkis) kommandiert wird. Seine beiden Adjutanten General Hux (Domhnall Gleeson) und Kylo Ren (Adam Driver) übernehmen die Drecksarbeit und befehligen die Truppen an vorderster Front.

Gleich zu Beginn des Films fliehen die letzten überlebenden Rebellen auf ihre Schiffe und begeben sich auf eine Reise ins Ungewisse, während sie sich regelmäßig der Militärmacht der ersten Ordnung stellen müssen. Es entwickelt sich eine epische Verfolgungsjagd quer durch das Universum, die viele Leben fordern wird. Viel mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten.

Trailer

Bewertung

Ich bin im Herzen ein Fan des gesamten Sci-Fi-Genres und freue mich schon monatelang im Voraus auf angekündigte Blockbuster wie diesen hier. An dieser Stelle kann ich aber nur auf ein paar wesentliche Punkte eingehen und werde nicht spoilern. Eine Detailanalyse könnt ihr euch gern in unserer ausführlichen Filmkritik beim Tele-Stammtisch anhören.

Der Film ist in all seinen 152 Minuten sehr unterhaltsam, wunderschön, meist spannend, musikalisch herausragend und hat sehr viel passenden Humor abbekommen, den ich nie als störend empfand. Die Achterbahnfahrt beginnt mit einer glanzvollen Flug-Kampfeinlage von Poe Dameron (welcher vielleicht mein Lieblingscharakter im Film ist) und entwickelt sich in kleinen Schritten zu einem bombastischen Finale. Extrapunkte gibt es außerdem in den Bereichen Style, Fanservice, WTF-Momente sowie Worldbuilding.

Leider merkt man diesem Epos den Schnitt sehr an. Aus der ursprünglich über drei Stunden langen Urfassung scheinen viele Charakterszenen entnommen worden zu sein, was Figuren wie Chewbacca (Peter Mayhew) und Captain Phasma (Gwendoline Christie) scheinbar wichtige Screentime nimmt und sie fast unnötig erscheinen lässt. Auch die angedeutete Liebesbeziehung von Rose Tico (Kelly Marie Tran) zu einem der Hauptcharakter wirkt aufgesetzt und unglaubhaft. Was Benicio Del Toros Rolle für einen Zweck erfüllte, kann ich noch immer nicht sagen. In der Mitte des Films hingegen lassen sich gewisse Längen nicht wegdiskutieren.

Für mich ist war der Film ein Hin und Her zwischen unwürdigen oder störenden Aspekten im Umgang mit den Charakteren sowie atemberaubender Bildgewalt gepaart mit hohen Unterhaltungswerten.

Fazit

„Star Wars: Die letzten Jedi“ ist ein guter und unterhaltsamer Film, der den hohen Erwartungen jedoch nicht gerecht wird, zu viele Nebenschauplätze aufmacht, im Finale enttäuscht, aber immer wieder zu überraschen weiß. Man sollte ihn unbedingt gesehen haben! Und sei es nur um sich ein ums andere Mal von den großartigen Bildern umhauen zu lassen.