Science Fiction
Register
Trigan #15 – Unter Feuer

Trigan #15 – Unter Feuer

Comic - Science Fiction | Don Lawrence, Philip Corke, Mike Butterworth
Bewertung: ★★★★★

Ausnahmezeichner Don Lawrence hat die Comic-Serie „Trigan“ hauptsächlich künstlerisch geprägt. An der Formulierung erkennt ihr, dass Lawrence sich immer mal wieder gerne eine Auszeit genehmigt. In dem Albenband von Panini, beziffert mit der laufenden Nummer 15, ist es wieder mal an der Zeit. Lawrence hatte damals einfach etwas Besseres zu tun und gönnte sich ein Jahr mit seiner Familie und das vollkommen zu Recht. Neuer Mann bei der Gestaltung der Panels ist Philip Corke, der einen guten Job macht, was der Leser über den kompletten Band begutachten kann.

Handlung

The Melting Ice Caps

Das Eis schmilzt und das Königreich droht zu versinken. Das Wasser bringt aber eine weitere Gefahr mit. Und ganz nebenbei treten die Loka wieder in Erscheinung.

The Elixir of Eternal Youth

Ein Menschheitstraum geht in Erfüllung, denn ein Serum lässt den Patienten nach der Einnahme verjüngen. Doch in falschen Händen drohen ungeahnte Konsequenzen…

Zith The Assassin

Diesmal wird ein Attentäter beauftragt, den Kaiser umzubringen. Blöd nur, dass dieser abstürzt und sich durch den Dschungel kämpfen muss. Er bekommt dabei Hilfe von ungewohnter Stelle.

The Stone of Vorg

Nach einer alten Legende soll ein Reiter kommen und einen Fels mit bloßer Hand spalten. Dieser Mann soll der legitime Nachfolger des Kaisers werden. Eines Tages scheint die Prophezeiung einzutreten…

Bewertung

Als großer Fan der „Trigan“ Reihe drückte ich gerne einmal ein Auge zu. Das liegt an der kolossalen Ausrichtung und der magischen Idee. Doch mit der anfänglichen Story „The Melting Ice Caps“, die für Neueinsteiger konzipiert worden ist, haut man den Nagel nicht auf den berühmten Kopf, sondern nagelt ihn hingegen in die Wand der logischen Fehler. Krasseste Szene war der Angriff auf den Flugzeugträger, also ein Akt der Aggression, und der anschließenden Verbrüderung. Nicht, dass es nach einem netten kleinen Scharmützel zu einem obligatorischen Frieden kommt, sondern mich stört die Art und Weise, wie es dazu kommt. Das merkt der Leser schnell an der sprunghaften Handlung. Auch die Tatsache, dass gefühlt eine Million Menschen bei der Flut sterben, ist nach wenigen Panels nicht wichtig, als freudestrahlend der Wiederaufbau verkündet wird. Nein, das war nicht nach meinem Geschmack und das schmälert den Gesamteindruck der fünfzehnten Ausgabe.

Obwohl die nachfolgenden Geschichten durchaus interessant sind. Insbesondere die Attentäter-Story ist genial konzipiert und kann durch die aus der Situation entstehende Komik brillieren. Aber auch der Mythos mit dem Fels hält einen guten Twist für den Leser bereit, sodass der Comic wieder zur alte Blüte empor wächst.

Das Bonusmaterial ist wieder recht üppig. Neben den verbindlichen Erklärungen (nach jeder abgeschlossenen Handlung), spendiert uns der Verlag Panini am Ende noch eine ausführliche Darstellung der „Trigan-Epoche“. Sehr gut!

Fazit

Eine Geschichte hat das Gesamtkonstrukt zum Wanken gebracht, ansonsten gewohnt gute „Trigan-Unterhaltung“.