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Wir wollen Euch wieder einen Überblick über die aktuellen Geschehnisse des Marvel-Kosmos geben. Unter den Namen „Legacy“ verändert sich dieser nämlich gerade. Daher stellen wir hier die Heftreihen vom Verlag Panini vor. Achtung Spoilergefahr!

Gleich zu Beginn muss ich von einer tollen Änderung an den Covern berichten. Diese zieren seit neusten wieder die Köpfe der Helden, also so richtig Old-School. Super!

Spider-Man #24

Peter Industrie ist pleite. Durch die Ereignisse im „Secret Empire“ hat Peter Parker sein komplettes Industrieunternehmen verloren. Was im Gesamtkontext sehr gut ist, denn so kann sich der Fokus wieder auf das Leben von Spider-Man und Peter Parker legen. Dass sich diese Tatsache bereits auszahlt, zeigt die Ausgabe mit der laufenden Nummer 24. Peter hängt dem Klischee als Arbeitsloser entsprechend zu Hause herum und suhlt sich im Selbstmitleid. Dass er die entzückende Mockingbird an seiner Seite als Freundin hat, hilft ihm nicht über den Verlust hinweg. Selbst als Spider-Man erhält er anfangs nur Kritik, wegen seinen Verbindungen zu Peter Industrie. Nach ein paar Heldentaten sammelt er jedoch wieder Sympathiepunkte, sodass wenigstens der Netzschwinger wieder aus dem Schneider ist.

Fazit: Die Handlung von „Spider-Man #24“ legt seinen Schwerpunkt auf das Privatleben von Peter Parker und gewinnt dadurch Tiefgang.


Avengers #24

Das Kreativhaus Marvel macht auf neu. Optisch sehen wir das an den Gebäuden. Klingt komisch? Ist aber so. Das neue World Trade Center und der Burj Khalifa Tower sind nur Beispiele. Diese rücken in der Handlung im Übrigen in den Fokus, als ein Komet mit einem Monster auf die Erde stürzt und die Helden zusammen die Wolkenkratzer vor dem Einsturz bewahren müssen. Dabei bekommen die Avenger Hilfe von den neuen und jungen Champions. Diese haben sich bekanntlich von den Urvätern der Helden losgesagt, weil ihnen die Vorgehensweise nicht passte. Dass es in diesem Crossover zur direkten Konfrontation kommt, mit den entsprechenden Konflikten, die allerdings noch nicht ausarten, ist gut. Zu lange lebten die beiden Teams nur nebeneinander, obwohl sie im Marvel-Universum eigentlich viel mehr Berührungspunkte haben müssten. Interessant ist der Generationskonflikt bei Vision und Viv mit anzusehen, die sich offen streiten, wegen einer Rettungsaktion eines Feuerwehrmannes. In den nächsten Ausgaben erwarte ich aber noch mehr Reibereien.

In „Legacy“ ist natürlich wieder alles etwas anders und so setzt sich das Avenger-Team wieder neu zusammen. Die Einführung zum Beispiel von Ironheart zeigt, dass sich die Ikonen teilweise noch nicht kennen, als sie sich gegenseitig vorstellen. Eine bedeutungslose Szene, die mir allerdings sehr gefallen hat.

Optisch gesehen, erscheint der erste Teil, also der mit den Avenger, sehr erfrischend. Die Panels könnten besser sein, machen aber Lust auf mehr. Hingegen die Champions mit ihren Zeichnungen nicht zufrieden sein dürften, denn der Spaß wird durch den Stilwechsel doch eher gebremst.

Fazit: Hoffnungsvoller Start durch das Avenger-/ Champions-Crossover, das vermutlich noch den einen oder andern Streit bereithalten wird.


Deadpool #24

Ja, der kanadische Söldner mit der großen Klappe wird seit dem „Secret Wars“, dem großen Krieg gegen Hydra, gejagt. Warum? Na, weil er im Auftrag vom falschen Captain Amerika gute Leute umgebracht hat. Nun bekommt er es sogar mit Cable zu tun und die beiden liefern sich ein erbittertes Duell. Doch am Vulkan, quasi dem dedpoolischen Schicksalsberg, vereinigen sie sich und treten gemeinsam den Kampf an. Da wieder Zeitreisen das zentrales Thema sind, hat mir die Ausgabe nicht gänzlich gefallen, da ich von diesen einfach die Nase voll habe. Immer, wenn etwas korrigiert werden muss, reisen Helden – oder auch die Antihelden – in die Vergangenheit oder Zukunft und richten es. Ich finde so etwas sehr verwirrend. Doch der Humor merzte die inhaltlichen Schwächen gekonnt aus, sodass ich zufrieden das Heft geschlossen habe.

Fazit: Zeitreisen sind nicht mein Ding. Der typische Deadpool-Humor war aber wieder erste Sahne.