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Zimmer 108 - Hotel Beau Sejour

Zimmer 108 - Hotel Beau Sejour

Netflix | mit: Lynn Royen, Inge Paulussen, Kris Cuppens
Bewertung: ★★★★★

Unsere „kleinen“ Nachbarn, die BENELUX-Staaten, haben im internationalen Film einen sehr schweren Stand,
weil meistens nur die nicht an Blockbustern orientierten Filmliebhaber die Perlen erkennen, die aus diesen Ländern kommen. In Europa selbst haben sie es mittlerweile geschafft eine gewisse Anerkennung zu gewinnen,
und das nicht nur mit Komödien. Aber diese Serie hier ist ein echtes Kleinod im Bereich der Crime-Mysterie-Thrill Sparte. Kaum beworben und fast unauffällig können es sich arte und Netflix wieder einmal mehr auf die Fahne schreiben, einen Schatz von alleredelster Vergütung an den deutschen Zuschauer gebracht zu haben.

Handlung

Viel kann ich hier zur Handlung dieses Mal nicht schreiben, weil die Komplexizität der Serie es nicht zulässt, und alles was über eine kurze Einführung hinausgeht gespoilert wäre.
Die junge Kato (Lynn Van Royen) wacht blutüberströmt im Hotelzimmer 108 im titelgebenden Hotel auf, und weiß nicht was vorgefallen ist, oder wie sie dort hinkam. Sie macht sich auf den Weg in ihr Heimatdorf in der Limburger Provinz, um festzustellen, dass sie von niemanden wahrgenommen wird. Sie selber kann alles sehen und hören, auch agieren, allerdings wird sie nicht gesehen und gehört. In den Gesprächen die sie verfolgt und ihren verzweifelten Versuchen sich bemerkbar zu machen, bekommt sie mit, dass sie mittlerweile vermisst wird. Schnell wird ihr klar, dass da etwas sehr Mysteriöses vorgeht. Einzig ihr Vater, ein renommierter Vollzeitalkoholiker und Rektor der örtlichen Schule, kann mit ihr kommunizieren und sie sehen. Sie besorgt sich frische Kleidung aus ihrem Zimmer, duscht und greift sich ihr Motorrad um Licht ins Dunkel ihrer Erinnerung zu bringen. Im Verlauf der Handlung können das auch noch einige andere, wenige Personen mit Kato interagieren. Was passiert ist und warum, soll hier nicht offenbart werden, weil es sonst zu viel vorwegnimmt. Auf jeden Fall tun sich Abgründe auf, von denen viele aus der dörflichen Gemeinschaft lieber nichts mehr sehen wollen.

Trailer

Bewertung

Diese Serie aus Belgien ist eine echte Perle mit sehr hohem Wert. Es geht alles ein wenig anders zu als man es gewohnt ist. Ruhiger, toleranter gegenüber sogenannten Außenseitern, aber dafür auch mit einem hohen schauspielerischen Anspruch. So nach und nach, wenn der Kreis der Personen die mit Katos Situation zu tun haben, etwas enger wird, steigert sich auch die Spannung ungemein. So eine ruhige und trotzdem spannungsgeladene Inszenierung habe ich bisher selten bei einer Serie erlebt. Vor allem aber die Darstellerin der Kato, die es versteht stets Interesse und Aufmerksamkeit zu wecken, ist ein künstlerisches Highlight. Sie stellt die junge Frau in ihrer Verzweiflung um die Situation in der sich befindet tiefgründig und brillant dar.
Alle anderen Darsteller machen einen so guten Job, dass man sie entweder schütteln will, oder aber in den Arm nehmen. Die Abgründe die sich auftun aufgrund Katos Nachforschungen, geben dem schon sehr mysteriösen Handlungsablauf noch mehr Tiefe und Einblick in die menschliche Psyche. Es erinnert an Agatha Christie, Daphne du Maurier, und zu guter Letzt an den guten alten Hitchcock. Irgendwie aber auch an Akte X. Es wird Anfangs wenig verraten, dafür erklärt sich später vieles von Selbst. Das ist Hochspannung mit Mystery-Elementen, die in dieser Form neu sind. Schon alleine für den innovativen Stil verdient diese Serie das Prädikat „Besonders wertvoll“.
Die überzeugenden Darsteller gehören für mich schauspielerisch mit zu den Besten, die ich in Serien bisher gesehen habe. Ich halte „Hotel Beau Sejour“ für ein künstlerisches und innovatives Highlight in dem der Mix aus Krimi und Mystery höchsten Ansprüchen genügt. Empfehlung.

Fazit

Wer das „Fenster zum Hof“ mag, und „Akte X“ nie verpasst hat wird sich hier sehr gut unterhalten fühlen.
Ich für meinen Teil werde in Zukunft mehr auf das Produktionsland Belgien Augenmerk haben. Spannende Unterhaltung bei „Zimmer 108“
PS : Ich vermisse Kato

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