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Tote Mädchen lügen nicht (13 Reasons Why)

Tote Mädchen lügen nicht (13 Reasons Why)

Drama | mit Katherine Langford, Dylan Minnette
Bewertung:★★★★

„Hure“, „Bitch“ oder „Stirb Du Schlampe!“ Harmlose Sprüche auf einer Mädchentoilette oder doch ein Querschnitt einer kaputten Schülerschaft, die von Mobbing nicht genug bekommt!? Ist die Schule ein Kriegsgebiet, ein Schlachtfeld, in dem nur die Starken überleben!? Was kann ein Teenager, ein junger Heranwachsender, aushalten und welche Gemeinheiten treiben ihn letztendlich in den letzten möglichen Ausweg – in den Selbstmord!? „Tote Mädchen lügen nicht“ erzählt aus der Sicht einer Schülerin, die sich für diesen Schritt entschieden hat. Ihre Beweggründe hat sie auf Kassetten festgehalten, sodass die Nachwelt ihre Geschichte erfährt. Nur eine Netflix-Serie? Reine Fiktion? Mitnichten! Was die Dokumentation „Audrie & Daisy“ eindeutig beweist.

Handlung

Hannah Baker (Katherine Langford) hat Tonbänder hinterlassen. Sie übergibt diese an ihre Mitschüler. Im Laufe der Handlung wird klar, warum sie es macht, denn jeder hat etwas mit ihrem Selbstmord zu tun. Dabei ist sie ein aufgewecktes Mädchen, verliebt und lebensfroh. Doch gleich ihr erster Kuss wird zu einem Desaster, denn ein anzügliches Foto macht in der Schule die Runde und dieses Phlegma wird sie nicht mehr los. Die Spirale beginnt sich unaufhaltsam zu drehen und die junge Frau wird immer mehr in den Abgrund gerissen…

Trailer

Bewertung

Das Getuschel und die starrenden Blicke sind Hannahs ständiger Begleiter. Sie ist Opfer der Horde geworden und steht im Fokus von Mobbing. Leute, die scheinbar keinen Grund haben und nur von ihren eigenen Problemen ablenken möchten, versammeln sich und hauen kräftig drauf. „Tote Mädchen lügen nicht“ verleugnet nicht, dass auch die Hauptprotagonistin Fehler macht. Die Handlung konzentriert sich auf die Dynamik der Konsequenzen, der Entscheidungen, die auf den gesamten Plot Auswirkungen haben.

Dabei wird das Tempo nicht überdreht. Die Serie drückt phasenweise sogar auf die Bremse und wirkt in diesen Abschnitten langatmig. Das Gute dabei ist, die Story macht dennoch neugierig und übertönt die genannten Abschnitte gekonnt. Die entscheidenden Wendungen, die Hotspots, sind hingegen deftige Nackenschläge.

Dass die Kassetten in die Hände von Clay Jensen, gespielt von Dylan Minnette, gelangt sind, erweist sich als Glücksgriff, denn so bekommt die Geschichte etwas Gutes zugesprochen. Mit ihm fließt so etwas wie Moral in die Handlung. Er ist das gute Gewissen, der aufzeigt, wie man sich eigentlich verhalten sollte. Scheinbar ist er der Einzige, dem die Geschehnisse leidtun. Doch auch er trägt ein Stück Schuld an dem Ableben von Hannah. Was genau, verrate ich nicht. Der Aspekt des Wegschauens keimt aber immer wieder auf. Dies ist in meinen Augen die stärkste Botschaft, denn wenn man sich nicht gegen das Böse wehrt, dann hat es schon gewonnen. Zivilcourage ist ein heiß diskutiertes Thema und auch in scheinbar weniger brenzligeren Situationen sollte man einschreiten…

Der Zuschauer muss konzertiert zu Werke gehen, denn die Vermischung von Gegenwart und Vergangenheit verlangt vollkommende Aufmerksamkeit. Die Überschneidungen sind spielend und können nicht immer auf den ersten Blick wahrgenommen werden. Zumindest sind einige Szenen in der Hinsicht etwas komplizierter zu deuten. Dass das Publikum dazu gebracht wird, besser aufzupassen, ist bei der schweren Thematik nicht das verkehrteste Mittel. Und zu guter Letzt möchte ich noch sagen, dass die Netflix-Serie eine Buchverfilmung vom Autor Jay Asher ist. Und laut übereinstimmenden Medienberichten ist sie die meistdiskutierteste Staffel auf Twitter!

Fazit

„Tote Mädchen lügen nicht“ macht sich ein Thema zu Eigen, dass in die Öffentlichkeit gehört. Darüber hinaus ist die Serie dramaturgisch (übergreifend gesehen) ansprechend und der gute Cast rundet das Gesamtbild ab.

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