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The End of the Fucking World

The End of the Fucking World

Netflix | mit: Jessica Barden und Alex Lawther
Bewertung: ★★★★

Die neue Netflix-Serie kommt erfrischend neu daher, obwohl sie zunächst eher alte, bekannte Dinge aufwärmt. Die britische Serie, die auf einem Comic basiert, kommt mit seinen acht kurzen Episoden (je 20 Minuten) sehr kurzweilig daher, macht im Gesamten aber sehr viel Spaß, was auch an den beiden Schauspielern Jessica Barden und Alex Lawther liegt. Darüber hinaus serviert man dem Zuschauer eine gute Portion schwarzen Humor!

Handlung

Alyssa (Jessica Barden) und James (Alex Lawther) sind zwei Sonderlinge und passen durch ihre psychischen Störungen nicht in den Alltag einer Schule. Von ihren Eltern haben sie auch nicht viel zu erwarten, sie wird von ihrem Stiefvater belästigt und von der Mutter eifersüchtig angeschaut, er musste beim Selbstmord der Mutter zuschauen und kommt nicht mit seinem Vater klar, und von daher beschließen sie abzuhauen. Ohne Geld und ohne einen richtigen Plan zu haben, sind sie auf Raubzüge angewiesen. Auf ihrer Reise machen sie unterschiedliche und teilweise auch deftige Erfahrungen, sodass sie immer tiefer in einen Strudel geraten. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass die Polizei bald nach ihnen Ausschau hält.

Trailer

Bewertung

Dexter auf ganz jung! So könnte man zumindest anfänglich den Hauptdarsteller Alex Lawther einordnen. Dieser kommt nach dem schrecklichen Selbstmord psychisch gesehen nicht mehr auf die Beine und fängt an Tiere zu töten. Er stumpft emotional so heftig ab, dass er keine Gefühle oder Empfindungen mehr hat. Um zu sehen, dass er überhaupt noch etwas fühlt, greift er mit seinen Händen in eine kochende Fritöse. Das Brandmal trägt er seit dem stätig mit sich rum. Nun reift in ihm der Wunsch einen Menschen umzubringen und sein Opfer findet er in Alyssa. Die Charakterentwicklung von James verläuft recht ähnlich wie bei vergleichbaren Werken und dürfte niemanden überraschen. Wird „The End of the Fucking World“ deshalb langweilig? Nein, denn auf der einen Seite ist es die schauspielerische Leistung von Lawther und Barden und auf der anderen die doch gute Story sowie der schwarze Humor, der aus der Netflix-Produktion eine sehenswerte, kurzweilige Serie machen. Die insgesamt acht Episoden finden sehr schnell ein Ende, da sie nur jeweils zwanzig Minuten andauern.

Die Figur Alyssa, gespielt von Jessia Barden, zeigt im Zusammenleben mit James ebenfalls eine Entwicklung. Beide tun sich gegenseitig gut, sodass aus den beiden Teenagern so etwas wie Bonnie und Clyde werden. Ein gesetzloses Verbrecherpaar auf der Flucht vor dem Gesetz. Doch der Weg hält für die zwei Senkrechtstarter nicht nur Gutes bereit, sondern macht seinem Titel „Fucking World“ alle Ehre. An dieser Stelle sei die Toiletten-Szene genannt…

Die stümperhaften auftretenden Polizisten passen genauso in das Gesamtbild, wie der ohrenbetäubende Soundtrack. Hier haben die britischen Kollegen vieles richtig gemacht! Das Ende kommt dann sogar noch einmal mit einer tollen Schlagkraft daher, sodass der Zuschauer zufrieden sein kann.

Fazit

„The End of the Fucking World“ macht sehr viel richtig und kann nach dem Ablegen der obligatorischen Klischees überzeugen. Und nein: Es ist keine Neuverfilmung von Dexter oder Bonnie und Clyde.