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Mindhunter

Mindhunter

Buch - Action | mit: Jonathan Groff, Holt McCallany, Anna Torv
Bewertung:★★★★★

Netflix hat mit seiner Auswahl an eigenen Serien bis auf wenige Ausnahmen, viele Volltreffer produziert. Ob es nun die weniger bekannten Marvel-Helden waren, oder aber bekannte klassische Horrorgestalten. Meistens alles mit sehr viel innovativer Energie und Inspiration erschaffen. In die Köpfe der schlimmsten Serienmörder zu schauen ist ja auch nicht gerade alltäglich, wird aber immer mehr und mehr zur regulären Vorgehensweise der Ermittler.

Psychologie ist ein breit gefächertes Gebiet in der modernen Medizin und hat im Laufe der Jahre immer mehr Einzug in die Kriminalistik gehalten. Profiler die in der Lage sind, sich in Straftäter hineinzuversetzen sind keine Seltenheit mehr, sondern eher schon die Regel in der Fahndungs-Systematik der Polizei. In den U.S.A. hielt diese Methodik gegen Ende der siebziger Jahre in der Ermittlungsarbeit des FBI Einzug. Es hat aber gedauert bis die Methoden dieser Fahnder richtig ernstgenommen und anerkannt wurden. Es gehörte jede Menge harte Arbeit und Beharrlichkeit dazu. Wie das von statten ging will die Serie „Mindhunter“ vermitteln.

Handlung

Der junge FBI-Psychologe Holden Ford (Jonathan Groff) hält FBI-intern Kurse zur Verhandlungsführung mit Geiselnehmern ab. In einem Außeneinsatz versucht er mit einem verwirrten Täter zu verhandeln, und bekommt auf eine grausame Art und Weise vor Augen geführt, dass man mehr über die Psyche von den unterschiedlichen Kriminellen erfahren sollte, um Verbrechen schon im Vorfeld überhaupt gar nicht erst entstehen zu lassen. Inspiriert durch seine Freundin Debbie (Hannah Gross), die Soziologie studiert, und auch sonst sehr smart und intelligent ist, wird der Agent in die richtige Richtung geschoben. Wenn man den „Verrückten“ zuvorkommen will, muss erstmal herausfinden wie sie denken. Nach mehreren Eingaben in die Führungsetage bekommt er den Agenten Bill Tench (Holt McCallany) zur Seite gestellt, der in den gesamten Staaten verschiedenen Polizeirevieren Hilfestellung bei schwierigen Fahndungen gibt. Ursprünglich gehört auch er zur Verhaltensforschungsabteilung des FBI. Widerwillig lässt er sich auf die Zusammenarbeit ein, immer mit dem Druck des Chefs im Nacken, möglichst bald Erfolge zu erzielen. Die beiden begeben sich dann zu Interviews mit den inhaftierten Mördern in die Gefängnisse in denen die einsitzen. Mit der einflussreichen Psychologin Dr. Wendy Carr (Anna Torv) finden Ford und Tench bald aber eine Unterstützerin. Durch ihre Erfahrung und Beziehungen, wird es möglich das die beiden Ermittler sogar offiziell weiterforschen können und bekommen ein eigenes Büro und Geldmittel zur Verfügung gestellt, mit Dr.Carr als Leiterin der Studie. Da Debbie so ziemlich das Gegenteil von ihrem Freund, dem etwas biederen und glattgebügelten Agenten ist, bleiben Beziehungsprobleme im Laufe der Ermittlungen und Interviews nicht aus. Mittlerweile haben die Agenten und die Psychologin den Begriff „Sequenzmörder“ für die gefährlichen Killer geschaffen. Agent Tench kann sich nicht mehr richtig emotional von den Interviews, in denen die inhaftierten Mörder eiskalt und unemotional ihre grauenvollen Taten schildern, distanzieren und Ford muss es von nun an alleine durchziehen.


Edmund Kemper, Richard Speck, Jerry Brudos und Monte Rissell, die gefährlichsten und perversesten Mehrfachmörder ihrer Zeit gehören zu den Interviewpartnern der Ermittler, und es steckt niemand so einfach weg, was diese Männer zu berichten wissen. Nachdem sie in einigen Staaten in denen sie die Polizei durch ihre Unterweisungen unterstützt hatten, gewisse Fahndungserfolge erzielen konnten , werden sie sogar schon angefordert um der Polizei mit ihrer neuen Methode zu helfen. Nach und nach gewinnt die„behavioristische“Abteilung des FBI immer mehr Bedeutung bei der Aufklärung der grausamsten Verbrechen. Trotz privater Beziehungsprobleme und der Probleme untereinander schaffen es die drei Protagonisten sich immer wieder zusammenzuraufen und weiter zu machen. Staffel zwei wird es zeigen.

Trailer

Bewertung

David Fincher hat mit „Sieben“ und „Zodiac“ Meisterwerke des Serienmörder-Thrillers geschaffen, und bleibt seinem Genre treu. Diese Serie ist nichts zum Nebenher gucken. Es wird dort viel geredet, und die Dialoge überwiegen im Vergleich zur Action. Das soll so sein und ist auch gut so. Die Interviews mit den Killern sind einfach nur heftig. Kemper, der durch seine brillante Rhetorik und die im Plauderton bildlich umschriebenen Grausamkeiten fast schon harmlos wirkt, verströmt bei genauem Hinhören den absoluten Horror. Die Anderen sind einfach nur unheimlich wie Wesen aus einer anderen Dimension. Diese Serie könnte locker mit großen Kinoproduktionen mithalten. Obwohl Jonathan Groff als Ford ein wenig blass wirkt neben seiner coolen und sehr lebhaften Freundin Debbie, die seine Intelligenz vor immer höhere Anforderungen stellt, die er mit Bravour meistern will, jedoch dabei aufgrund ihrer Argumentationskette auf immer neue Ideen zur Fahndung kommt, ist sie mehr als nur ein „Sidekick“. Dennoch schaffen es auch alle anderen Darsteller von Holt McCallany, bis Anna Torv ihren Figuren Kontur und Charakter zu geben. Die Tiefe der Darstellung von Tench, geht soweit, dass es richtiggehend schwerfällt ihn so wirklich sympathisch zu finden. Jedoch sind wohl auch der etwas bieder wirkendeFord, und die kühle Dr.Wendy Carr so gewollt. Umso interessanter ist es zu verfolgen was für Erfolge die Protagonisten, jeder für sich, verbuchen kann. Jede Rolle ist auf den Punkt passend besetzt. Das Timing ist so gut wie ich es schon lange nicht mehr gesehen habe. Der Humor kommt auch nicht zu kurz, dafür stehen schon die total konträren Charaktere von Tench und Ford. Trotz des vielen Geredes kommt nie Langeweile auf, und die Handlung schreitet beständig voran. Die Musik ist zum Niederknien, und spiegelt natürlich die Zeit wieder in der die Serie spielt. Clever inszeniert, hervorragend besetzt und klasse gespielt. Hier wurde meines Erachtens alles richtig gemacht. Das ist nur eine sehr kurze Kurzbeschreibung, weil die Handlung zwar geradlinig aber trotzdem komplex ist. Ich kann die zweite Staffel kaum erwarten. Sehr empfehlenswert.

Fazit

Wer „Criminal Minds“ mag, wird diese Serie lieben. Diese beiden gegensätzlichen Agenten und die schlaue Psychologin sind die Begründer der BAU. Keine seichte Abendunterhaltung und nicht zum Nebenbei schauen, dafür aber von sehr hohem Unterhaltungswert, bedingt durch die clevere Umsetzung. Wenn man anfängt, kann man nicht mehr aufhören, und BÄMM ist es schon rum. Auf jeden Fall kurzweilige Unterhaltung. Unbedingt anschauen.

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