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Imperial Dreams

Imperial Dreams

Drama | Trailer | Bewertung:★★★★★

John Boyega hat mit „Star Wars – Episode 7“ seinen wohl größten Film abgedreht. Dieser Triumph kann eigentlich nur noch übertroffen werden, wenn die nachfolgenden Jedi-Filme noch erfolgreicher werden. In „Imperial Dreams “ spielt er nicht nur eine Charakterrolle, sondern das Projekt ist von den Produzenten mit einem geringeren Budget ausgestattet, sodass das Wohl des Dramas allein an ihm hängen bleibt. Um es gleich vorweg zu nehmen, die Aufgabe ist ihm gelungen. Dennoch ist das Gesamtwerk kein Genre-Meilenstein wie „City of God“ oder „Menace II Society“.

Handlung

Einige Stadtbezirke von Los Angels haben die höchste Verbrechensrate der USA, insbesondere die Gangs sorgen immer wieder für großes Aufsehen. In Stadtführern wird entsprechend davor gewarnt in bestimmte Bezirke zu fahren. Der 21-jährige Bambi ist in einem dieser Viertel groß geworden. Es dauerte nicht lange, bis er im Knast landete. Als er nach zwei Jahren wieder die Luft der Freiheit genoss, wartet nicht das Paradies auf Erden auf ihn. Er muss sich nun um seinen Sohn kümmern, denn die Mutter sitzt nach wie vor im Gefängnis. Die letzten Jahre hat der drogendealende Onkel Shrimp auf den Kleinen aufgepasst und es ist auch dieser Onkel, der für reichlich Trubel sorgt. Der Streit zwischen Shrimp und Bambi droht allmählich zu eskalieren und damit wird das Leben auf der Straße für ihn noch härter.

Die Jahre hinter schwedischen Gardinen waren lehrreich und so möchte Bambi sein Leben komplett umkrempeln. Er will Schriftsteller werden, hat sogar schon erste Zeilen geschrieben. Der Kreislauf des Ghettos holt ihn aber immer wieder ein. Alte Rivalen kreuzen seinen Weg und die Behörden machen ihm das Leben schwer. Wird er es schaffen, das alte Leben hinter sich zu lassen oder führt ein Weg aus dem Elend?

Bewertung

Wenn wir auf Los Angeles schauen, dann sehen wir oftmals tolle Strände und die Traumfabrik Hollywood. Das L.A. zu den gefährlichsten Städten der USA gehört, wird gerne verdrängt. Die Gangproblematik und die Armut sind aber nicht zu übersehen. Der Spruch, dass jeder etwas aus seinem Leben machen kann, funktioniert in diesen Gesellschaftsschichten oftmals nicht. Dies kann der Zuschauer an der Hauptfigur Bambi eindrucksvoll sehen. Er möchte nicht mehr Teil einer kriminellen Vereinigung sein, möchte auf seinen Sohn aufpassen und würde zudem jeden Job annehmen. Seine Leidenschaft, das Schreiben, will er ebenfalls gewinnbringend für seine kleine Familie einsetzen. Alle hoffnungsvollen Versuche scheitern. Für einen Job braucht er zum Beispiel einen Führerschein. Für einen Führerschein braucht er hingegen Geld, also einen Kredit. Den bekommt er nicht, weil er keinen Job hat. Und so dreht sich der Kreislauf immer zu einem Punkt zurück und dieser hält keine Fahrkarte aus dem Elend bereit.

Weitere dramatische und deftige Ereignisse pflastern den Weg von Bambi. John Boyega verkörpert diesen sehr gut. Der Zuschauer ist sofort auf seiner Seite und leidet mit ihm. Gerade im Zusammenhang mit seinem Sohn und die Probleme mit dem Jugendamt gehen unter die Haut, sind vielleicht aber ein Ansatz für eine Lösung. Im Laufe der Handlung findet sein Ehrgeiz allerdings Anerkennung. Nicht so, dass er sprunghaft sein altes Leben abschütteln kann, sondern er schafft erste kleine Schritte, die in Richtung Normalität führen.

Trotz dieser Grundvoraussetzungen schafft es „Imperial Dreams “ nicht so richtig an Fahrt aufzunehmen. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass die Handbremse nie richtig gelöst wurde. Zudem haben die wirklich krassen und deftigen Einstellungen gefehlt. Selbst eine Jagdszene verpuffte zu etwas Banalem, weil die nötige Hektik und Angst nicht aufkeimen wollte. Ein wenig mehr Speed hätte dem Projekt auf jeden Fall gut zu Gesicht gestanden. Andere Genrestreifen servieren Schockmomente, die sich tief unter die Haut brennen. Ein solcher hat gänzlich gefehlt.

Fazit

„Imperial Dreams “ spricht eine ernste Thematik an und berichtet über den fast schon chancenlosen Kampf eines sozialen Aufstiegs. John Boyega macht seine Sache gut, aber der Streifen kann leider nicht die notwendige Dramatik entfalten.

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