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Gypsy

Gypsy

Thriller | mit Naomi Watts und Sophie Cookson
Bewertung:★★★★★

Die neue Netflix-Eigenproduktion „Gypsy“ hat sich mit Naomi Watts ein Hollywood-Schwergewicht geangelt. Nicht, dass diese Tatsache eine Neuigkeit wäre, denn mit Ashton Kutcher in „The Ranch“ und Drew Barrymore in „Santa Clarita Diet“, um nur zwei Beispiele zu nennen, ist das dem Streaming-Dienst bereits öfter gelungen. Watts gehört allerdings zu den großen Charakterdarstellerinnen der Traumfabrik und passt daher perfekt in die Rolle der Jean Holloway. Der Psychothriller „Gypsy“ kommt mit einer sehr gut strukturierten Handlung daher, die den Zuschauer immer mehr in seinen Bann zieht.

Handlung

Die Psychologin Jean Holloway (Naomi Watts) kann auf eine erfolgreiche berufliche Laufbahn zurückblicken, hat einen tollen Ehemann, der sie über alles liebt, und jeden Tag kann sie in die Augen ihrer zauberhaften Tochter schauen. Doch die Traumkulisse bekommt erste Risse, als Jean die junge Sidney Pierce (Sophie Cookson) kennenlernt. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, obwohl beide gerade aus/in einer heterosexuellen Beziehung kommen/sich befinden. Zwischen den Frauen entwickelt sich ein leidenschaftliches Techtelmechtel. Vor ihrem Mann hält Jean die Affäre geheim. Darüber hinaus treten aber immer mehr Ungereimtheiten auf, denn die Patienten von Jean bekommen immer mehr Bedeutung für die Psychologin.

Trailer

Bewertung

Der Plot zeigt uns eine leidenschaftliche und erotische Beziehung zwischen zwei Frauen. In erster Linie ist es jedoch die klassische Affäre, die eine ist jung, alleinstehend sowie neurotisch und die andere dichtet ein Lügenmärchen vor ihrem Mann zusammen, damit sie nicht auffliegt. Jean muss aber nicht nur ihren Ehemann anlügen, sondern auch Sidney. Warum sie Sidney nicht die Wahrheit sagen kann, ist die entscheidende Frage. Der Twist lenkt „Gypsy“ in eine vollkommen andere Richtung. Die Wendung lässt die Serie vom Genre Liebe zum klassischen Psychothriller mutieren. In den letzten Episoden überschlagen sich dann die Ereignisse und die Spannung knistert nicht nur, sondern ist spürbar unter der Haut. Die Nebenhandlungen um ihren Mann und ihre Tochter lenken ein wenig von der Hauptgeschichte ab, werfen aber zusätzlich Öl ins Feuer.

Eine zweite wichtige Komponente ist Naomi Watts. Sie spielt ihre Rolle perfekt. Ihre ganze Körpersprache spricht Bände, sie passt wie die berühmte Faust aufs Auge. Darüber hinaus besitzt sie eine gewisse Grunderotik, eine Spannung, die sie von Natur aus mitbringt. Zunächst entwickelt der Zuschauer Sympathien für sie, nach dem Twist kommen diese ihr zu Gute, werden aber aufgeweicht. In der Nebenrolle kann Sophie Cookson ebenfalls überzeugen. Sie mimt Sidney Pierce und spielt einen Charakter, der eigentlich stark und unabhängig ist, doch Jean verändert ihre Welt, von nun an ist sie es, die reagiert und abhängig wird und genau das macht sie so verrückt.

Allmählich spitzt sich die Handlung immer mehr zu. In den ersten Folgen kann der Zuschauer sich - ganz obligatorisch - ein Bild vom Umfeld machen und wird mit der aufkeimenden Liebschaft gefüttert. Betrügt sie ihren Ehemann? Ist die erste Frage, die das Publikum zum Weitersehen animiert. Unaufhaltsam und immer schneller verdichtet sich der Plot, bis am Ende ein hochexplosives Gemisch übrig bleibt. Auch wenn manchmal der Zufall entscheidet, sind die Schlussfolgerungen schlüssig dargestellt.

Die Frage, ob das Drehbuch von „Gypsy“ vielleicht eher für einen Film geeignet ist, müssen sich die Produzenten gefallen lassen. Nimmt man die Nebengeschichten heraus, könnten die Kritiker recht haben, doch das reale Leben in der wirklichen Welt, besteht eben doch nicht nur aus einem Handlungsstrang, sondern ist eine Verkettung von Ereignissen, die für die Serie ein unverzichtbarer Bestandteil ist.

Fazit

„Gypsy“ ist ein Psychothriller der sich am Anfang die benötigte Zeit nimmt, um eine hervorragende Story aufzubauen, was sich spätestens mit dem Ende der ersten Season auszahlt. Darüber hinaus glänzt Naomi Watts in der Hauptrolle.

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