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Bloodline Season 1

Bloodline Season 1

Thriller | Sam Shepard, Kyle Chandler
Trailer | Bewertung:★★★★★

„Es bleibt in der Familie“ ist das Fazit der Netflix-Serie „Bloodline“. Die Episoden der ersten Staffel zeigen eine Vorzeigefamilie, doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Die Vergangenheit stellt den Haussegen nicht nur auf den Kopf, sondern verändert auf dramatische Art und Weise die Zukunft der Protagonisten. Nach einem ruhigen Start, der dem malerischen Urlaubsparadies angepasst ist, spitzt sich die Lage von Folge zu Folge immer weiter zu. Die Spannungskurve zeigt steil nach oben, obwohl der Zuschauer das Ende durch die Rückblenden kennt. Immer neue Fetzen, insbesondere aus vergangenen Zeiten, kommen ans Tageslicht und erschüttern das Publikum. „Bloodline“ hat mich vollkommen überzeugt!

Handlung

Die Familie Rayburn hat ein bekanntes Hotel und einen entsprechenden Ruf in der Gegend. Die Gegend ist nicht nur ein bestimmter Ort in den USA, sondern das Urlaubsparadies auf den Florida Keys. Eine malerische Landschaft, die nicht nur die Touristen glücklich macht. Die drei Kinder der Rayburn leben ebenfalls vor Ort und gehen ganz unterschiedlichen Tätigkeiten nach. John ist Polizist, Meg ist Anwältin und Kevin leitet eine kleine Werft. Der Frieden auf Erden. Doch eines Tages kommt Danny nach Hause. Der verlorene Sohn, der immer wieder für Ärger sorgt. Diesmal ist es nicht anders. Er wirbelt nicht nur das Leben seiner Eltern auf, sondern auch das seiner Geschwister. Die Ereignisse überschlagen sich immer mehr, bis es keinen Ausweg mehr gibt…

Bewertung

Der Plot basiert auf der Annahme, dass das Schicksal für uns entscheidet. Im Grunde handelt keiner der Protagonisten in böser Absicht. Nicht einmal Danny, der für alles verantwortlich ist. Es stellt sich heraus, dass auch er mies behandelt wurde. Eine Fehlentscheidung in seinem Leben, für die er nicht einmal etwas kann, veränderte alles. Von der Familie verstoßen, kommt er auf die schiefe Bahn. Er meinte es immer gut und erhielt immer wieder den nächsten Nackenschlag. Der Zuschauer verurteilt seine Taten, kann sie aber gut nachvollziehen.

Seine Geschwister geben sich wiederum sehr viel Mühe. Sie wollen ihn in ihrer Mitte haben und sind gleichzeitig skeptisch. Die Sympathien wechseln sich daher ab. Mal setzt sich John für ihn ein und mal Meg. Doch Danny stößt alle vor den Kopf, bis er ausgeschlossen wird. An einigen Stellen ist die Serie ausrechenbar. Das liegt gar nicht daran, dass in Rückblenden das Ende erzählt wird, sondern an den gegebenen Umständen. Für Überraschungsmomente ist allerdings gesorgt. Gleich in der zweiten Folge wartet solch ein Augenblick als Abschlussszene. Bis dahin ist „Bloodline“ eher eine sanfte Familienunterhaltung, fast schon langweilig. Daher bitte nicht abschalten, das Warten lohnt sich!

Der Plot ist so dicht und atmosphärisch drückend, dass der Zuschauer am Ende der Season erst einmal eine Atempause benötigt. Ich hatte es fast noch nie, dass ich nach einer Season dachte „Super Staffel, nun aber erstmal eine Pause“. Der Zuschauer muss die Ereignisse verdauen, sie sacken lassen. Ich finde, das ist ein großes Ausrufezeichen. Vor allem, weil die aufgebaute Spannung aus den Rückblenden und den Dialogen entsteht. Es gibt nicht viele Actioneinstellungen, die für zusätzliche Dramatik sorgen müssen. Ganz starkes (Serien)Kino!

Fazit

„Bloodline“ spielt ganz geschickt mit der Opfer- und Täterrolle und überträgt dies auf die Zuschauer. Das Publikum wechselt entsprechend oft die Seiten und wird durch die Deftigkeit der Ereignisse fassungslos zurück gelassen.

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