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Deadpool & Cable – Wenn Blicke töten könnten

Deadpool & Cable – Wenn Blicke töten könnten

Comic - Marvel |Autor: Fabian Nicieza; Zeichner: Mark Brooks, Patrick Zircher
Bewertung: ★★★★★

Passend zum Start vom neuen Deadpool-Film hat Panini im Mai die bereits 2004 erschienene Serie „Cable & Deadpool“ neu aufgelegt. In „Deadpool & Cable – Wenn Blicke töten könnten“ starten die beiden Titelfiguren auf keine freundschaftliche Basis.

Handlung

Deadpool ist Söldner und nimmt jeden Auftrag an. Deswegen zögert er nicht, als ihn eine seltsame Sekte anheuert, die die Welt von Ungleichheit und Hass befreien will. Cable, eine der stärksten Mutanten der Welt, beschattet eine Firma, die eine gefährliche Biowaffe entwickelt. Was beide nicht wissen: Sie sind beide hinter dem gleichen Virus her. Ob das der Anfang einer wunderbaren Freundschaft ist?

Bewertung

Keineswegs. Beide wollen zwar das Gleiche – das Virus – aber zu unterschiedlichen Zwecken. Das führt gelinde gesagt zur Spannung zwischen den beiden Figuren, die sie mit Gewalt zu lösen versuchen. „Deadpool & Cable – Wenn Blicke töten könnten“ ist die blutige Schlacht zwischen zwei Leuten, die nicht aufgeben können oder wollen. In über 140 Seiten sieht man das hin und her zwischen den beiden, was manchmal lustig ist, manchmal aber sehr verwirrend. Lustig, weil die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten. Deadpool kann sein Maul nicht halten und hat immer einen Spruch parat. Cable ist der stoische Gegenpol dazu und wenn er mal genug von Deadpools Geschwätz hat, bläst er ihm einfach mit seinen telepathischen Kräften das Hirn aus. Aber nicht nur die Szenen, in denen Deadpool und Cable aufeinandertreffen, sind lustig. Auch die „Kirche der einen Welt“– die Sekte, die ihn angeheuert hat – kriegt von Deadpool ein paar reingehauen.
„Deadpool & Cable – Wenn Blicke töten könnten“ macht immer Spaß, wenn der Humor die Oberhand gewinnt. Wenn aber die Story im Vordergrund steht, wird es schnell verwirrend. Die Motivationen der Figuren sind zwar über den ganzen Comic hinweg eindeutig. Aber die meisten Plottwists machen wenig sind, obwohl die Figuren alles versuchen, um sie zu erklären. Hier benutzt Autor Fabian Nicieza zu oft diese typischen „Aha! Du bist mir in die Falle getappt“-Momente. Nach den ersten zwei Malen wäre die Geschichte sehr vorhersehbar geworden, hätte man die nur verstanden.

Fazit

Obwohl die Geschichte zum Ende hin für mich sehr verwirrend und trotzdem ein bisschen vorhersehbar wurde, hatte ich meinen Spaß. Denn vor allem die Dialoge zwischen Deadpool und Cable sind witzig geschrieben. Wer auf Humor und schräger Action steht und nicht so sehr auf die Story achtet, sollte mal in „Deadpool & Cable – Wenn Blicke töten könnten“ reinschauen.