Horror
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It came from the Desert

It came from the Desert

Filme - Horror | mit: Mark Arnold, Vanessa Grasse, Harry Lister Smith
Bewertung: ★★★★

Es gibt Mainstream – Filme, die so schlecht sind, dass einem fast schlecht wird beim Anschauen, und es gibt sogenannte B – Filme, die, weil sie so schlecht sind einfach Spaß machen. Der hier beschriebene Film hat bei mir Erinnerungen an so wunderbare Werke wie „Tarantula“ oder „Formicula“ geweckt. Klassischer Monsterhorror mit ansehnlich Schauwerten, und einer einfachen Geschichte. Wenn das Ganze auch noch mit einer Prise Humor gewürzt ist, macht es umso mehr Spaß.

Handlung

Es beginnt mit einer actionreichen Flucht eines Spezialkommandos aus einem Höhlensystem: Laufen, umdrehen, schießen, weiterlaufen nur weg. Doch leider entkommt keiner, warum auch immer. Rückblende, Stimme aus dem Off und 67 Jahre früher: Ein Meteorit schlägt in der Prärie ein, und schafft einen gewaltigen Krater, in dem das erwähnte Höhlensystem entsteht.
Gegenwart: Zwei Mexikaner, augenscheinlich Vater und Sohn, fahren mit ihrem alten Pick-Up zu besagtem Höhlensystem, verschwinden in die stillgelegte Mine, weil sie dort Dinge, die sich zu Geld machen lassen vermuten, und man kann nach einigen Sekunden nur noch ihre Schreie hören.
Etwas später dann in der Nähe: Lukas und sein Bruder Brian, der eine ein stupider Actionfreak und der andere ein superschlauer Nerd, wollen in der Wüste, in der Nähe des Höhlensystems ihre Cross-Maschinen in einem Wettbewerb gegen einige andere Fahrer durch den Sand jagen, und mit vielen sexy Girls und viel Alkohol feiern.
Der Rest ist schnell erzählt. Bedingt durch eine Panne geraten die Brüder in das Höhlensystem, und entdecken dort riesige Insekten, die, wie sich herausstellt, eine Kreuzung aus eben Ameisen, Taranteln und außerirdischer DNA aus dem Meteoriten sind. Diese Viecher sind nicht nur riesig und verfressen, nein, sie brauchen auch noch Ethanol (Alkohol) um sich fortpflanzen zu können. Ausgestattet mit in der Höhle gefundener Schutzausrüstung und Waffen, geht der Spaß nun los, und die Feierwütigen treten gegen die Menschenfleisch und Ethanol witternden Rieseninsekten an.
„It came from the Desert“ wandelt sich nun zu „It comes to the Party“. Auch wenn einige auf äußerst blutige Art und Weise ihr Leben lassen, scheinen alle ihren Spaß zu haben.

Trailer

Bewertung

Bei der Sichtung des Rezensionsexemplars von „It came from the Desert“ war mir nicht bewusst, dass es sich um die Verfilmung eines alten Amiga-Spiels handelt. Ich fühlte mich wirklich, auf eine vergnügliche Art und Weise, in eine Zeit zurückversetzt als ich die 50er Jahre Monsterschinken als Kind in der Jugendvorstellung im Kino gesehen habe. Das vorliegende Werk würde fast als Parodie funktionieren, geht aber wohl eher nur als Horror-Komödie durch, weil die Logiklöcher zu durchschaubar sind, und die Darsteller zu unerfahren. Manche Dialoge wirken einfach nur gestelzt, oder gar improvisiert, wie bei Laiendarstellern. Man merkt aber, dass wohl die ganze Crew sehr viel Spaß am Set hatte, und das hat sich auch auf mich übertragen. Der Film ist nicht gerade ein Highlight, dafür aber, auf eine etwas blödsinnige Art, sehr unterhaltsam. Die Insektenmonster wirken in manchen Sequenzen sehr bedrohlich, und werden sogar mal untertitelt wenn sie miteinander kommunizieren. Was sie sagen ist zum sich wegschmeißen. Ich hatte mit „It came from the Desert“ vergnügliche 90 Minuten, und fühlte mich ein wenig in meine Kindheit zurückversetzt. Auch wenn manches ziemlich platt und unbeholfen wirkt, versteht der Film zu unterhalten.

Fazit

Ein nicht ernst zu nehmendes, teilweise knalldoofes, jedoch sehr vergnügliches Monsterfilmchen, dass einen guten Teil Kinonostalgie verströmt. Viel Spaß damit.