Games
Register
Thurn und Taxis

Thurn und Taxis

Game - Strategie | Autoren: Karen und Andreas Seyfarth
Bewertung: ★★★★

Im Jahr 2006 konnte das Aufbauspiel Thurn und Taxis, entwickelt von Karen und Andreas Seyfarth für den Verlag Hans im Glück, den begehrten Kritikerpreis Spiel des Jahres gewinnen. Worum es geht und ob das Spiel hält was der Titel verspricht, soll im Folgenden kurz beschrieben werden.

Handlung

Ende des 15. Jahrhunderts begann Franz von Taxis im Auftrag Kaiser Maximilians I. mit dem Aufbau eines Postnetzes. Im Laufe der Jahrhunderte erstreckte sich dieses über ganz Westeuropa und brachte der Familie Ruhm, Ehre und Titel. 1871 wurde die Thurn und Taxis Post dann verstaatlicht und eine Ära endete.

Bewertung

Aufgabe der Spieler ist es, durch geschickten Streckenbau möglichst viele Poststationen auf dem Spielbrett zu errichten und so an Bonuspunkte zu gelangen, die für die Spielwertung entscheidend sind. Das erfordert ein gewisses Maß an strategischem Geschick und vorausschauendem Planen.

Der Spielablauf gliedert sich für jeden Spieler in bis zu drei Aktionen je Runde. Pflichtaktionen sind das Aufnehmen und Auslegen von mindestens einer Stadtkarte. Diese repräsentieren die im Aufbau befindliche Poststrecke, so dass beim Auslegen darauf zu achten ist, dass die ausgelegten Städte auf dem Spielbrett aneinandergrenzen. Dritte mögliche Aktion ist das Fertigstellen einer Strecke sofern auf dieser mindestens drei Städte liegen. Mit dieser Aktion können Poststationen errichtet und Kutschen sowie Bonuspunkte erlangt werden. Erstere bringen ebenfalls Punkte ein und fungieren als Fortschrittsanzeiger. Mit der Unterstützung von Amtspersonen kann je Spieler eine Sonderaktion pro Runde ausgeübt werden.

Sobald ein Spieler eine 7er-Kutsche erwirbt oder keine Poststationen mehr im Vorrat hat, endet das Spiel für ihn. Die anderen Spieler erhalten noch einen Zug. Im Anschluss erfolgt die Auswertung. Entscheidend ist dann die Summe aus Punkten für die höchstwertige Kutsche und erworbene Boni für vernetzte Länder, die um die Anzahl nicht verbauter Poststationen reduziert wird.

Das Spielprinzip gefällt mir ganz gut, bietet es doch einige Handlungsoptionen, die mehr als einen Weg zum Sieg eröffnen. Leider fehlt es an Elementen der Interaktion zwischen den Spielern. Direkte Auseinandersetzungen gibt es genauso wenig wie ein "Handelselement". So baut jeder Spieler mehr oder weniger allein vor sich hin. Auch leidet die Übersichtlichkeit mit fortschreitender Spieldauer etwas und man muss schon gut aufpassen, dass einem nicht entgeht, wenn Bedingungen für einen Bonus erfüllt werden. Mit der angegebenen Spieldauer von einer Stunde kommt man gut hin.

Das Regelwerk ist kurz und verständlich, einige Beispiele veranschaulichen die verschiedenen Handlungsoptionen. Die Spielausstattung ist gut. Die Poststationen sind aus Holz gefertigt, das Spielbrett und die Karten sind optisch ansprechend gestaltet und vermitteln ein historisches Flair. Passend dazu gibt es ein wenig Geschichtsunterricht.

Fazit

Für Aufbauspieler bietet Thurn und Taxis eine willkommene Abwechslung auf dem Spieltisch. Wem an Interaktion mit den Mitspielern gelegen ist, der sollte zu Alternativen greifen. Das Fehlen dieses Elements und die zunehmende Unübersichtlichkeit mit fortschreitender Spieldauer führen zu einem leichten Punktabzug. Trotz dieser Einschränkungen kann ich für Thurn und Taxis eine Kaufempfehlung aussprechen.

Medien
Geek Whisper
Community
Partner 
Links 
   Autoren-Netzwerk
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
About us


Noch nicht dabei? Dann aber los!
OFDB
Amazon

AGB
Datenschutz
Impressum