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WWE 2k18

WWE 2k18

Game - Sport |  
Bewertung:★★★★★

Seit dem 2K die WWE-Lizenz und damit die Entwicklung der beliebten Wrestling-Reihe übernommen hat, reihte sich jede neue Version unter dem Motto „Ein Schritt vorwärts, zwei zurück“ ein.
WWE 2k18 bietet Wrestling-Fans das erste Mal eine neue Engine, die die Power der mittlerweile nicht mehr ganz neuen Konsolengeneration komplett ausnutzen soll. Ob das lang erwartete Update ausreicht um einen Kauf zu rechtfertigen, welche Rückschritte es gibt und was WWE 2k18 noch alles bietet erfahrt ihr in unserer Review…

Handlung

Im MyCareer Modus von WWE 2k18 begleiten wir unseren selbst erstellten Wrestler auf der Reise vom Nobody zum Superstar und machen uns dabei eher mehr Feinde als Freunde. Allerdings können wir uns, anders als abseits des Karrieremodus, unseren Wrestler nicht komplett selbst gestalten, sondern schalten nach und nach Moves, bestimmte Aktionen und kosmetische Items wie In-Ring-Kleidung mit einem Lootbox-System frei. Ohne Lootboxen geht es wohl in 2017 kaum mehr…
Die Story wird dabei in nicht vertonten, mit Dialogboxen versehenen Gesprächen vorangetrieben und startet im WWE Performance Center, wo uns die Grundzüge der Wrestlingwelt näher gebracht werden. Ein echtes Tutorial eben. Kurz darauf bestreiten wir schon unsere ersten Matches in der Nachwuchsshow NXT und treffen im frei begehbaren Backstage-Areal auf allerhand bekannte Gesichter. Generell fühlt sich der Karrieremodus dieses Jahr fast wie ein RPG an, gibt es doch sogar Nebenquests die man sich bei bestimmten Superstars Backstage abholen kann.
Doch genau hier liegt auch das Problem: Jedes gute RPG lebt von seinem Writing, der Geschichte und Art und Weise wie sie erzählt wird und genau dieses ist bei WWE 2k18, milde formuliert, allenfalls unterdurchschnittlich.

Die geführten Dialoge sind bestenfalls banal, wirkliche Stimmung kommt nie auf. Gekrönt wird das ganze vom absurd komischen Promo-Systems. In Promos wenden sich Wrestler eigentlich mit einer Ansprache an das Publikum um ein anstehendes Match zu hypen oder sich mit einem neuen Rivalen anzulegen. In WWE 2k18 bestehen Promos daraus aus einer von vier extrem vagen Dialogoptionen auszuwählen und daraufhin seinen Charakter beim Abspulen irrwitziger, gänzlicher unpassender und völlig realitätsferner Animationen zuzusehen. Trifft man in den nächsten Runden den Ton der ursprünglichen Auswahl, beispielsweise wie sehr man seine Fans liebe, gibt es Bonuspunkte. Dies ist bei den viel zu mehrdeutigen Antwortmöglichkeiten eher ein Lotto-Spiel und damit extrem unbefriedigend. Enttäuschend ist, dass das System bereits in WWE 2k17 debütierte und hier, trotz offensichtlicher Schwächen erneut eingebaut wurde.

Der Karrieremodus und damit die Handlung ist also, trotz der interessanten Ansätze und Ideen die in ihm stecken und leider nicht adäquat ausgeführt werden, eher eine Qual als Spielgenuss.

Trailer

Bewertung

Bliebe also noch die Spielmechanik zu besprechen. Im Vergleich mit WWE 2k17 hat sich hier ebenfalls enttäuschend wenig getan. Es ist, wahrscheinlich aufgrund der neuen Engine, nun möglich beispielsweise in Ladder-Matches bis zu 8 Wrestler gleichzeitig gegeneinander antreten zulassen und das extrem durchdachte Erschöpfungssystem, das im Vorgänger nur bei Triple-Threat- oder Fatal-4-Way-Matches zum Zug kam, wird jetzt auch bei Tag-Matches eingesetzt.

Die grosse Gameplay-Erneuerung ist das Tragesystem, mit dem man Gegner in verschiedenen Positionen, zum Beispiel in einer Powerbomb- oder Fireman’s Carry-Position hochheben und durch den Ring tragen kann bevor man ihn auf die Matte wirft. So ist es extrem grossen Wrestlern, wie Big Show möglich kleinere Gegner direkt aus dem Ring zu werfen.

Ausserhalb des Karrieremodus ist der Kreativität der Spieler keine Grenzen gesetzt. Die Möglichkeiten einen Wrestler, einen Einzug oder gar ein eigenes Match zu erstellen sind beeindruckend vielfältig und lassen eifrigen Bastlern die Möglichkeit zu Schöpfungen, die so hochwertig sind, dass sie auch von 2K selbst stammen könnten. So ist es Spielern dann möglich ihre selbst erstellten Superstars, meistens beliebte Wrestler die nicht bei der WWE unter Vertrag stehen, wie Kenny Omega, anderen Spielern zum Download bereitzustellen. Denn die Grafik ist wirklich gut und mit ein paar Ausnahmen (Shinsuke Nakamura) sehen die opulenten Einzüge der Wrestler ihren realen Vorbildern, vom Kameraschwenk bis zur Beleuchtung, verblüffend ähnlich.

Am meisten Spass macht WWE 2k18 mit anderen Wrestling-begeisterten Freunden auf einer Couch, denn der Exhibition-Modus ist mit seiner Fülle an Match-Arten und dem grössten Roster aller Zeiten ist eindeutig das Highlight des Spiels. Insgesamt 187 Wrestler aus allen Epochen stehen zur Verfügung, von denen einige aber erst mittels Ingame-Währung freigeschaltet werden müssen. Weitere werden zukünftig durch kostenpflichtige DLCs nachgeschoben.

Fazit

WWE 2k18 ist also mehr eine enttäuschende Evolution als eine Revolution, auch wenn das neue Grafik-Gerüst einen absolut soliden Eindruck macht. Nachdem 2K also dieses Jahr den Sprung auf die neue Engine geschafft hat, bleibt zu hoffen, dass sie nächstes Jahr wieder mit Innovationen aufwarten können und sich der Lootbox-Trend bis dahin gelegt hat.
Wrestling-Fans greifen aufgrund des riesigen Rosters und der authentischen Präsentation der Matches zu, alle anderen warten auf die nächste Auflage.

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