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Sonic Forces

Sonic Forces

Game - Jump and Run
Bewertung: ★★★★★

Der blaue Igel rennt wieder über unsere Bildschirme. Nachdem Mitte des Jahres mit Sonic Mania bereits ein 2D-Ableger der Reihe im Retro-Stil erschien gibt es mit Sonic Forces nun wieder rasende Rennaction in 3D, plattformübergreifend in der aktuellen Konsolengeneration der großen drei: Sony, Microsoft und Nintendo. Wir haben uns einmal die Nintendo Switch Version des Spiels angeschaut und verraten euch, ob der Titel die Nachfolge des letzten 3D-Games der Reihe, Sonic Generations (2011), welches bei Fans als eines der Besten seiner Art gilt, antreten kann.

Handlung

Dr. Eggman hat wieder zugeschlagen und einen neuen Versuch gestartet die Weltherrschaft an sich zu reißen. Doch Sonic rettet wieder mal…MOMENT! Sonic sitzt im Weltraumgefängnis während der Plan des Bösewichts voranschreiten kann? Tatsächlich scheint dieses Mal einiges schief zu gehen was die Vereitelung der üblen Machenschaften des Eiermanns angeht, denn diesem gelingt es die Welt in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand zu versetzen, der von seinen Roboterarmeen dominiert wird. Sonics Mittstreiter Knuckles, Tales und Co. können nur noch zurückgezogen aus dem Untergrund agieren. Und der Titelheld wird tatsächlich auch noch in Gefangenschaft auf dem Death Egg gefoltert. Doch gut, dass genau jetzt ein neuer und ein alter Mitstreiter auftauchen. Zum einen der aus einer anderen Dimension herangeeilte Retro-Sonic und zum anderen ein neuer Rekrut, den ihr als Spieler eigens nach eure Vorstellungen gestalten könnt. Soweit die durchaus theatralisch überzogene Ausgangssituation.

Trailer

Bewertung

Im Spiel geht es nun darum in verschiedenen Leveln mit den verschiedenen spielbaren Charakteren Sonic aus dem Weltraumgefängnis zu befreien und herauszufinden woher der mysteriöse Handlanger Dr. Eggmans „Infinite“ seine überlegene Kraft und Geschwindigkeit hernimmt. Dabei tut das variable Gameplay der Abwechslung des Spiels durchaus gut. Während Retro-Sonic etwas weniger schnell ist und spin dashes beherscht, kann der „neue“ Sonic von einem zum nächsten anvisierten Gegner hechten, um diesen so den Gar aus zu machen. Der neue Rekrut verwendet zudem eine Waffe, die von Flammenwerfer bis Elektropeitsche ebenfalls nach den Wünschen des Spielers angepasst werden kann. Die Retro-Sonic-Level sind außerdem fast ausschließlich 2D-Level, während in den übrigen Leveln zwischen 2 und 3D-Perspektiven gewechselt wird. Die 2D-Passagen spielen sich dabei weitaus präziser.
Und dabei wären wir auch schon bei der größten Schwachstelle des Plattformers: dem Gameplay. Beim Versuch den kleinen blauen Igel immer schneller und schneller werden zu lassen scheint wohl irgendwann die Spielbarkeit auf der Strecke geblieben zu sein. In einigen Passagen ist nur ein sporadisches Knöpfedrücken von Nöten um extremste Manöver auszuführen und in der nächsten Szene bleibt man dann, noch im Geschwindigkeitsrausch der vorherigen Passage, mehrfach an einem winzigen Vorsprung hängen weil das Timing für den simpelsten Sprung nicht gelingen will. Durch diese und ähnliche kleine Unzulänglichkeiten gerät dann leider viel zu häufig der Spielfluss ins Stocken.

Ähnlich eintönig verhält sich auch die Interaktion mit den nur wenig Abwechslung bietenden Gegnern. Im Verlauf der Levels begegnen einem im Grunde nur zwei verschiedenen Robotertypen, die es durch automatisches Anvisieren und gleichmäßiges Drücken des B-Knopf per Sprungkombo oder mit der Waffe des Rekruten zu besiegen gilt. Dabei ist vollkommen egal welche Variante man wählt, beides ist gleich simpel und eintönig. Im Grunde sind die Gegner, abgesehen von Endbossen, eher kosmetischer Natur und es steht einem häufig frei einfach an ihnen vorbei zu rennen.
Grafisch ist Sonic Forces jedoch durchaus in der aktuellen Konsolengeneration angekommen. Auch die Nintendo Switch Version, die anders als XBOX One und Playstation 4, lediglich eine Auflösung von 720p und eine Framerate von 30fps bietet, kann sich alles in allem sehen lassen. Eine gewisse Detailarmut zum Beispiel in den Bodentexturen lässt sich auch schnell übersehen, wenn man mit Überschallgeschwindigkeit durch die Spielwelt ballert.

Fazit

Alles in allem ist Sonic Forces kurzweilig durchaus spielbar. Die Story ist zwar etwas albern, aber das lässt sich dem comichaften Stil der Reihe meiner Meinung nach durchaus nachsehen. Der neue spielbare Charakter und die Möglichkeit ihn selbst nach Belieben umzugestalten bieten zumindest etwas frischen Wind. Vergleicht man das Spiel jedoch mit anderen aktuellen Jump´n´Run-Hits, wie zum Beispiel Super Mario Odyssey, so werden schnell einige Probleme deutlich. Das wenig abwechslungsreiche Gameplay und ein relativ eintöniges Leveldesign geben dem Spiel wenig Tiefe. So lässt man schnell etwaige Bonusmissionen links liegen und in Manier des schnellen blauen Igels möchte man eigentlich nur schnellstmöglich zum Ende des Spiels rasen.