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Arkham Horror - Der Fluch des Schwarzen Pharao

Arkham Horror - Der Fluch des Schwarzen Pharao

Game - Horror | Autoren: Richard Launius und Kevin Wilson
Bewertung: ★★★★★

Das kooperative Brettspiel Arkham Horror zeichnet sich durch seine Komplexität und hohe Wiederspielfreude aus, die aufgrund unterschiedlichster Spielgestaltungen und -verläufe große Abwechslung bietet. Aber selbst diese Merkmale sind noch steigerungsfähig und so wurde mit „Der Fluch des Schwarzen Pharao“ in 2006 der Startschuss für eine ganze Reihe an Spielerweiterungen gegeben. Grundlage dieser Rezension ist die Neuedition aus dem Jahr 2011, die an später eingeführte Spielmechanismen angepasst wurde. Als Erweiterung ist Arkham Horror - Der Fluch des Schwarzen Pharao nur zusammen mit dem Grundspiel spielbar.

Handlung

„Wisse, o Dieb, dass diese Dinge mein sind, denn ich bin der Schwarze Pharao, der Diener des kriechenden Chaos. Nimm von meinem Eigentum und dein Blut wird in deinen Adern sieden, denn ich werde dir meine anderen Gesichter zeigen und meine wahre Pracht.“

Die Ausstellung „Das Vermächtnis des Pharao“ sorgt in Arkham für Unruhe. Altägyptische Artefakte verschwinden und wer sie findet begegnet unsagbaren Schrecken aus alten Zeiten. Gerüchte um eine dunkle Gestalt machen die Runde und die Einwohner begegnen den Ermittlern zunehmend misstrauischer, ja geradezu feindselig. Denkbar schlechte Voraussetzungen also um den Hinweisen zu folgen, die einen Weg aufzeigen sollen wie das Erwachen eines Großen Alten zu verhindern ist.

Bewertung

Der Fluch des Schwarzen Pharao ist eine sogenannte kleine Erweiterung, die dem Basisspiel insbesondere mit 166 neuen Karten eine größere Variabilität verleiht. Neben bekannten Kartenkategorien wie Zaubersprüchen, Verbündeten und Mythos- oder Standortkarten gibt es mit den Exponatsbegegnungen ein neues Spielelement über das die Ermittler in den Besitz altägyptischer Artefakte gelangen können, die sie in ihrem Vorhaben unterstützen. Allerdings ist es nicht ganz ungefährlich an diese heranzukommen.

Anders als bei den Standortbegegnungen finden die Exponatsbegegnungen auf den Straßen Arkhams statt und zwar an den Stellen wo sich die Gerüchte um die Artefakte verdichten, dargestellt durch den sich zufällig bewegenden Marker des uralten Flüsterns.

Die zunehmende Unruhe der Bewohner Arkhams wird durch die Anzahl der ebenfalls neu eingeführten Polizeistreifen repräsentiert, die den Bewegungsspielraum der Ermittler stark einschränken.

Für Experten ist der Vorbotenbogen „Der Schwarze Pharao“ eine echte Herausforderung. Der kann optional eingesetzt werden und erhöht den Schwierigkeitsgrad massiv. So erleiden die Ermittler geistigen Schaden sobald sie in den Besitz Besonderer Gegenstände gelangen, was den Königsweg zum Sieg, den Einsatz der „Älteren Zeichen“, zu einer ganz heiklen Nummer macht. Nimmt man eines der verschwundenen Exponate an sich, muss man damit rechnen verflucht zu werden – eine echte Herausforderung des Würfelglücks und die physische Kondition leidet ebenfalls.

Neben diesen grundlegenden Erweiterungen des Spielmechanismus gibt es auch noch kleine aber feine Neuerungen. Über Begegnungen können temporäre Vor-und Nachteile erworben werden und in anderen Welten sind Kämpfe gegen Inkarnationen der Großen Alten denkbar, die eine Versiegelung von offenen Toren auf dem „kurzen Dienstweg“ ermöglichen.

Fazit

Die überarbeitete Fassung der Erweiterung „Der Fluch des Schwarzen Pharao“ bietet interessante neue Spielmechanismen und einen stimmigen Hintergrund, der altägyptisches Flair nach Arkham bringt. Die vielen neuen Karten sind gewohnt schön gestaltet und die zunehmende Komplexität wird Fans des Spiels gefallen. Wem das Basisspiel langsam zu vertraut wird, der sollte hier zugreifen. Leider ist die Erweiterung derzeit nur antiquarisch erhältlich.