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Dark Souls: Remastered

Dark Souls: Remastered

Game - Action
Bewertung: ★★★★

Im Jahr 2011 begann das japanische Entwicklerstudio From Software eine Trilogie, welche Spieler auf der ganzen Welt in ihren Bann zog. Die Rede ist natürlich von Dark Souls. Eine Vielzahl an Spieler liebten und hassten die Spiele zugleich. Immerhin gehören die Souls-Spiele zu den schwersten, die es gibt und dies auch absolut zurecht. Jetzt endlich kommt auch der erste Teil endlich als Remastered auf die aktuelle Konsolengeneration. Ob sich das „alte“ Spiel im neuen Gewand lohnt, erfahrt ihr in meinem Test.

Handlung

Ja die Handlung ist, wie ich finde, so eine Sache bei Dark Souls. From Software erzählt diese nicht direkt, sondern eher verschachtelt. Ich musste mich auch sehr rein lesen, um im entferntesten etwas zu verstehen. Aber ich versuche es mal kurz zusammenzufassen. Über das Königreich von Lordran kommt der Fluch der Untoten. Auch unsere Spielfigur ist von diesem Fluch betroffen. Wir befreien uns aus dem Gefängnis der Untoten und erhalten wenig später den Auftrag die zwei Glocken der Erweckung zu läuten. Dies stellt allerdings nur den Anfang zur Brechung des Fluchs dar. Da die Story so kryptisch erzählt wird, ist es Teil des Spiels, sich diese selbst zusammen zu sammeln und die einzelnen Teile wie ein Puzzle zusammenzusetzen. Manche Hinweise werden auch erst beim weiteren Durchspielen klar.

Trailer

https://youtu.be/KfjG9ZLGBHE

Bewertung

Wir beginnen das Spiel wie fast jedes Rollenspiel, nämlich mit der Erstellung des Charakters. Es gibt verschiedene Klassen, wie zum Beispiel den Krieger oder den Pyromanten. Bei der Wahl kam es mir besonders auf die Werte der einzelnen Attribute wie zum Beispiel Vitalität, Kondition und Stärke an. Schlussendlich habe ich mich dann für den Dieb entschieden. Dieser ist zwar von den Attributen eher, wie ich finde, Mittelmaß, allerdings bringt dieser auch einen Generalschlüssel mit, welcher bereits früh im Spiel erlaubt einige Türen zu öffnen. Das Spiel gibt uns danach sogar noch ein Geschenk. Wir können aus verschiedenen Items wählen, welches wir zu Beginn haben möchten. Auch hier gibt es den eben erwähnten Generalschlüssel. Also nochmal die Klasse wechseln oder etwas anderes wählen? Ich habe mich für zweiteres entschieden und den Winzwesenring gewählt. Dieser steigert unsere Trefferpunkte, leider aber nur minimal.

So jetzt sollten wir bereit sein für den ersten Schritt im Game. Nach einer kurzen und eindrucksvollen Sequenz starten wir im Asylum der Untoten. Ja auch wir konnten dem Fluch nicht entkommen und starten als Untoter beziehungsweise als Hülle. Nachdem wir uns durch die ersten sehr leichten Gegner gekämpft haben, entdeckt man schon das erste Leuchtfeuer. An denen kann der Spieler seine Lebensenergie regenerieren, Estus Flakons auffüllen und später im Verlauf sogar Waffen und Ausrüstung reparieren. Kurz ausgeruht sehe ich bereits ein großes Tor. Es kommt, wie es kommen musste und das Spiel begrüßt einen gleich mit dem ersten Bossgegner. Ich werde jetzt nicht Spoilern, denn ich finde jeder sollte die Stärken und Schwächen dieser Gegner selbst herausfinden. Aber das Design und die Vielfalt der Gegner hat mir sehr gefallen. Sind die ersten Bossgegner noch sehr einfach zu durchschauen, werden die späteren immer schwerer. Frustmomente sind hier vorprogrammiert. Stellenweise hilft nur an anderer Stelle aufzuleveln und zu einem späteren Zeitpunkt nochmal gegen den Boss anzutreten. Besiegte Gegner hinterlassen Seelen. Diese benötigen wir für beinah alles in Dark Souls. Ihr wollt aufleveln? Klar, kostet nur einige Seelen. Eure Waffen bzw. Ausrüstung sind kaputt? Wer Seelen hat, kann diese reparieren. Ihr benötigt neue Gegenstände? Mit Seelen könnt ihr alles kaufen. Sobald ihr allerdings sterbt, verliert ihr eure Seelen. Diese könnt ihr an eurem Todesort wiederholen. Solltet ihr aber auf den Weg dahin nochmal den digitalen Exodus erlegen sind die Seelen für immer weg.

Die einzelnen Gebiete sind abwechslungsreich und sehr detailliert gestaltet. Man sieht dem Spiel zwar noch das Alter an, aber dies ist ja auch ein Remastered und kein komplett neuer Teil der Dark Souls Saga. Vergleicht man die 2011er Version mit der neuen fällt in einigen Gebieten etwas auf. Sind auf der PS3 zum Beispiel in dem Gebiet Schandstadt die Frames in die Knie gegangen und der Spieler erlebte einen Ruckler nach dem anderen, so läuft die neue Version mit flüssigen 60 FPS und Ruckler sind nicht erkennbar. Dies ist auch in anderen Gebieten der Fall.

Die offene Welt von Dark Souls lädt auch zum Erkunden ein. Aber Vorsicht. Gerade zu Beginn kann man sich schnell in einem Gebiet wiederfinden, welches noch zu stark für uns ist und in dem unsere Spielfigur schneller sterben wird, als es einen lieb ist. Was mich etwas gestört hat ist die Kamera in engen Gängen und das unsere Figur oft gegen eine Wand schlägt, Gegner allerdings uns auch durch Wände treffen können. Stellenweise wusste ich auch nicht, wo ich als nächstes hingehen sollte und war gezwungen mir Hilfe zu holen.

Dies ist jetzt ein gutes Stichwort für den Online Modus. Ja auch im Remastered kann man online spielen. Hierfür gibt es aber eine wichtige Voraussetzung. Der Spieler muss menschlich sein und darf nicht als Hülle unterwegs sein. Ist dies der Fall erscheinen auf dem Fußboden Symbole anderer Spieler. Diese könnt ihr euch dann zur Hilfe rufen. Klingt einfach? Naja die ganze Sache hat einen kleinen Haken. Wenn ihr menschlich seid, können andere feindselige Spieler euch auch überfallen. Dies kann an manchen Stellen ziemlich nervig sein. Besiegt euch der Spieler, verliert ihr auch sämtliche Seelen. Zum Glück gibt es auch die Möglichkeit im Offlinemodus zu spielen. Ich musste mir bei 2 Bossgegnern tatsächlich Hilfe holen und muss sagen, der Modus funktioniert einwandfrei. Dieser kann mit bis zu 6 Spielern genutzt werden.

Fazit

Dark Souls Remastered ist ein hartes Rollenspiel, in welchem der Tod hinter jeder Ecke lauert. Das Spiel wurde sowohl optisch als auch technisch generalüberholt und toppt das Ganze mit einer Spielzeit von knapp 60 Stunden sowie enormen Wiederspielwert. Neueinsteiger machen mit der Remastered Edition nichts verkehrt, Dark Souls Veteranen hingegen müssen selbst entscheiden, ob sich das Upgrade für knapp 40,00 Euro lohnt.