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The Eyes Of My Mother

The Eyes Of My Mother

Filme - Thriller | mit: Diana Agostini, Olivia Bond, Will Brill
Bewertung:★★★★★

Düster, stylish, verstörend - „The Eyes Of My Mother“ ist ein Psycho-Thriller, der zwar nicht mit großen Momenten punkten kann, dafür allerdings eine unglaublich dichte Atmosphäre aufzubauen vermag. Der Regisseur Nicolas Pesce beweist mit seinem Debüt, dass er ein sicheres Händchen für diese Art von albtraumhaften Visionen hat.

Handlung

Nachdem ihre Mutter vor ihren Augen ermordet wird, sorgt sich Francisca um ihren Vater, mit dem sie zusammen eine Farm bewirtschaftet. Doch in der jungen Frau schlummert ein düsteres Geheimnis und ein mörderischer Drang. Es gibt aber noch eine andere Person in Francisca's Leben: den Mörder ihrer Mutter, den sie in einer Scheune gefangenhält.

Trailer

Bewertung

Der Horror-Film kann sich in den letzten Jahren nicht darüber beklagen, dass es keine interessanten neuen Künstler gibt, die sich im Genre austoben. Dabei kann man natürlich auch darüber streiten, ob Werke wie „Der Babadook“ oder „The Witch“ nun wirklich als Horror zu bezeichnen sind, Die Qualität dieser Filme und das Talent dahinter, lässt sich allerdings auf keinen Fall verneinen.

Und so schafft es auch Regisseur Nicolas Pesce dem Genre seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken. „The Eyes Of My Mother“ setzt dabei nicht nur auf seine wirklich stark aufspielende Hauptdarstellerin Kika Magalhaes, sondern auch auf seine wunderbare schwarz-weißen Albtraumbilder. Dabei ist es nicht nur das Gezeigte, was für eine Gänsehaut sorgt, sondern oftmals auch das, was abseits der Kamera passiert. In dieser Hinsicht lassen sich sehr positive Vergleiche zu Genre-Klassikern wie "The Texas Chain Saw Massacre" und Alfred Hitchcocks "Psycho" ziehen, die diese Zurückhaltung bereits zu vollem Schockeffekt zu benutzen wussten.

Doch auch wenn die unheimliche Bildsprache einen großen Teil der Anziehungskraft von "The Eyes Of My Mother" ausmacht und sich Pesce auch offensichtlich damit auskennt, diese zu inszenieren, hat der Film seine kleinen, aber entscheidenden Problemchen. Denn durch Zeitsprünge und eben viele Momente, in denen mehr impliziert wird, als das man es tatsächlich auf der Leinwand zu sehen bekommt, sorgt Pesce dafür, dass sein Film eher wie ein Stillleben wirkt und nur selten genug narrative Fahrt aufnimmt. Zugegeben, es ist ein wirklich schaurig-schönes Stillleben, aber eben auch eins, dass eben mehr Story-Zusammenhalt ruhig vertragen hätte.

Die Konstruktion der Atmosphäre, gelingt Pesce jedoch ohne Probleme, denn die Art wie er hier Geräusche, Musik-Fetzen, atmosphärische Töne und seine schaurigen Bilder vermengt, zeugt nicht nur von einer Menge Wissen über das Genre, sondern eben auch von einem Talent, von dem das Genre eben nicht genug bekommen kann. Und auch wenn sein Debüt sicherlich nicht mit denen von Tobe Hooper oder „The Witch“-Regisseur Robert Eggers zu vergleichen ist, macht es dennoch neugierig, was sich Nicolas Pesce als nächstes vornimmt.

Fazit

„The Eyes Of My Mother“ lebt von seinen verstörenden Bildern und seiner erschreckenden Atmosphäre, büßt leider allerdings auch einiges durch die schleppend erzählte Handlung auch gleich wieder ein. Die Technik und die Inszenierung allerdings, zeichnen Nicolas Pesce als jemanden aus, dessen Karriere man im Auge behalten sollte.

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