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The Commuter

The Commuter

Filme - Thriller | mit: Liam Neeson, Vera Farmiga, Jaume Collet-Serra
Bewertung: ★★★★★

Am 11.01.2018 kommt der neuste Streifen eines meiner Lieblingsactiondarsteller namens „The Commuter“ in die deutschen Kinos. Warum der geneigte Zuschauer genau das bekommt was er erwartet und warum das nicht unbedingt ein Meisterwerk sein muss, könnt ihr hier erfahren.

Handlung

Michael MacCauley (Liam Neeson) ist ein ehrlicher und guter Familienvater, der jeden Morgen mit dem Zug nach Manhattan pendelt um seiner Arbeit als Versicherungsmakler nachzugehen. Als er eines Tages unverhofft von der mysteriösen Joanna (Vera Farmiga) angesprochen wird und von ihr ein verlockendes und letztlich verstörendes Angebot erhält, verändert sich sein Leben schlagartig. Er soll einen unbekannten Passagier ausfindig machen und bekommt dafür nur wenige Hinweise. Eine echte Wahl bleibt ihm jedoch nicht, da seine Familie bedroht wird. Aus diesem Ausgangsszenario entwickelt Regisseur Jaume Collet-Serra einen Action-Thriller mit kleineren Twists, ein paar guten Ideen und manch schicken Kamerafahrten.

Abgerundet wird der Cast durch Murphy (Patrick Wilson), Cap. Hawthorne (Sam Neill), Walt (Jonathan Banks) und vielen mehr.

Trailer

Bewertung

Liam Neesons Filme der letzten Jahre passen thematisch oft in eine Schublade und auf einen solchen kann man sich auch hier freuen. Nicht mehr und nicht weniger. Der Hauptdarsteller liefert einen soliden Job ab, dem ich zu jeder Zeit den „normalen Typen“ und Familienvater abkaufe und der so gut aussieht wie kaum ein anderer Mitsechziger (was regelmäßig in Close Ups zu erkennen ist).

Auch wenn der Trailer einen anderen Eindruck erwecken könnte, hat die Figur der Joanna überraschend wenig Screentime und geht so ein wenig unter. Bis auf Michael sind alle anderen Charaktere eher Nebenfiguren, deren Hintergründe wir nicht gezeigt bekommen. Viel präsenter ist da schon der als Hauptschauplatz dienende Zug, der aus allen Perspektiven gezeigt und genutzt wird.

Die Handlung selbst gewinnt leider keinen Blumentopf. Die vom an sich ansprechenden Ausgangssetting erzeugte Spannung um eine größere Verschwörung verpufft schnell in einer gewissen Belanglosigkeit und erhält durch die vielen kleinen Twists keinen neuen Auftrieb. Ab der zweiten Hälfte wird die bekannte Neeson-Actionformel abgespult, welche mit einer gewissen Vorhersehbarkeit einhergeht. Hinzu kommt die teilweise absurde Action, die ich dem Film einfach nicht abkaufen kann.

Wirklich gut gefallen hat mir die Eröffnungsszene. Im Stil von „Täglich grüßt das Murmeltier“ inszeniert Collet-Serra innerhalb weniger Szenen ein glaubwürdiges und alltägliches Familienleben, die sich dem Thema „Pendeln“ annehmen und dafür ein paar tolle Aufnahmen vorweisen können.

Das Finale des Films ist eindeutig dessen Schwachstelle. Es wirkt recht konstruiert, enttäuscht mit schlechten Effekten und ist „total drüber“. Damit konnte man rechnen, schade ist es dennoch.

Fazit

„The Commuter“ ist ein passabler Action-Thriller der mich gut unterhielt, aber nicht im Kino gesehen werden muss. Wer Lust auf einen weiteren „Neeson“ im Stil von „Taken“ oder „Non-Stop“ hat, sollte ihn sich später zuhause mit ein paar Kumpels und einem Bierchen anschauen.