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The Circle

The Circle

Filme - Thriller | mit: Emma Watson, Tom Hanks und John Boyega
Bewertung: ★★★★

Letztes Jahr kam die Verfilmung des Bestsellers „The Circle“ von Dave Eggers in die Kinos. Wie bei jeder Adaption eines hochgelobten Werkes stellte sich die Frage, inwieweit diese der Vorlage gerecht wird. Da ich die leider nicht kenne und nach Sichtung des Films nicht das geringste Verlangen danach verspüre, dies nachzuholen, werde ich mich beim folgenden Verriss allein auf den Film beschränken.

Handlung

Mae (Emma Watson) bekommt einen Job beim angesagtesten Arbeitgeber der Welt – The Circle. Der Internetgigant arbeitet daran alle Lebensbereiche seiner User an seine Plattform zu binden und scheut nicht einmal davor zurück dahingehend zu intervenieren, dass das Wahlrecht eines Menschen an einen Circle-Account gebunden ist.

Mit der Zeit wird die Konzernleitung um Firmengründer Bailey (Tom Hanks) auf die junge Frau aufmerksam und wagt mit ihr ein tiefgreifendes Experiment. Damit gerät Maes Leben völlig aus den Fugen und das ihres Umfeldes ebenso. Als ihr geheimnisvoller Kollege Kalden (John Boyega) sie in das geheime Tun des Konzerns einweiht, beginnt sie dies zu hinterfragen. Gemeinsam entwickeln sie einen Plan wie sie die wachsende Macht des Konzerns brechen können.

Trailer

Bewertung

Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo ich damit anfangen soll all die Dinge aufzuzählen, die mir an diesem üblen Machwerk nicht gefallen. Meist ist es aber ganz gut am Anfang zu beginnen und das wäre dann meine Erwartungshaltung. Ich erwartete eine hochspannende und intelligent aufgebaute Story, die die Gefahren der sogenannten Datenkraken kritisch beleuchtet und mit tollen Darstellern zu überzeugen weiß. Nichts davon bekam ich.

Zu Beginn ist die Handlung eher belanglos und schildert ein wenig die Geschichte vom Mädchen vom Lande, das in der neuen fremden Umgebung aus dem Staunen nicht mehr herauskommt und zutiefst beeindruckt ist. Das gilt auch für den mysteriösen Kollegen, der überraschend schnell Vertrauen zu ihr fasst und sie in Geheimnisse einweiht, die weit davon entfernt sind banal zu sein. Genauso unverständlich war mir auch, wie schnell die Konzernleitung auf Mae aufmerksam wurde und sie zum Aushängeschild von The Circle machte.

Dann versteht sich der Film als Thriller. Ich weiß ja nicht wie die Macher den Begriff Spannung definieren, aber für mich gehören dazu (lebens-)gefährliche Situationen für die Protagonisten, die hier bestenfalls angedeutet aber nie schlagend werden und unerwartete Wendungen, die bis zum Ende auf sich warten lassen. Und die ging dann inhaltlich völlig in die Hose.

Um den Gefahren der gläsernen Identität zu begegnen, empfiehlt der Film – anders als wohl die Vorlage - völlige Transparenz. Und dies nicht nur für Politik und Wirtschaft sondern für jeden einzelnen Menschen. Getreu dem Motto „Big Brother – and everyone else – is watching you.“ Dabei bewegt man sich wenig geschickt vom ursprünglichen Ansatz – den Gefahren der sozialen Medien – weg und preist diese als adäquates Mittel an die Menschheit „besser“ zu machen. An dieser Stelle wurde aus einem für mich bestenfalls durchschnittlichen Film das weiter oben erwähnte üble Machwerk.

Die DVD kommt mit Interviews von Cast und Crew als Extra daher, die ich mir allerdings nicht mehr geben wollte. Für das Rezensionsexemplar geht dennoch ein Dankeschön an die VOLL:KONTAKT UG & Co. KG.

Fazit

Wer Interesse an einem teuren Imagefilm für Apple, Facebook & Co. hat und dafür auch noch zahlen mag, darf hier bedenkenlos zugreifen. Ansonsten kann die Devise nur lauten „Finger weg!“.

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