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Alien: Covenant

Alien: Covenant

Science-Fiction | von Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup
Bewertung:★★★★★

Mit "Alien: Covenant" ist es Ridley Scott leider nicht ganz gelungen an sein Meisterwerk aus dem Jahr 1979 anzuschließen. Dennoch nimmt der die interessanten Ideen und Motive aus dem Vorgänger - "Prometheus" - und verbindet sie zu einem spannenden, wenn auch gelegentlich enttäuschend schizophrenen Stück Weltraum-Horrors.

Handlung

Die Crew des Kolonialschiffs Covenant erhält einen mysteriösen Notruf und bricht ihre derzeitige Mission ab, um dem Signal nachzugehen. Auf der fremden Welt angekommen, stellen sie fest, dass sich der Planet noch besser für die Kolonialisierung eignet, als ihr bisheriges Ziel. Dieses Paradies entpuppt sich jedoch schnell als tödlicher Albtraum...

Trailer

Bewertung

Die ersten beiden Filme der "Alien"-Reihe gehören ohne jede Frage zum Besten, was das Science-Ficition-Genre zu bieten hat. Sowohl die Hauptfigur Ellen Ripley (gespielt von der wunderbaren Sigourney Weaver), als auch das abstoßende, zugleich elegante Design der Xenomophen, welches auf der Kunst des schweizer Künstlers H.R. Giger basiert, haben zurecht einen ikonischen Status innerhalb der Popkultur. Auch wenn Filme wie "AvP - Alien vs Predator" oder auch der vierte Teil "Alien: Resurrection" am Ruf der Reihe gekratzt haben, hat die Kreatur kaum etwas an ihrer bedrohlichen Wirkung verloren.

In diesem nunmehr sechsten Teil der Hauptreihe setzt Regisseur Ridley Scott die Story fort, die er mit "Prometheus" begonnen hat. Das bedeutet, dass er hier ein weiteres Mal klar dabei ist, sich mit der Herkunft seiner Schöpfung zu beschäftigen, auch wenn es sich in "Alien: Covenant" leider oftmals so anfühlt, als würde er dies auch auf der Meta-Ebene versuchen, mischt er doch sehr oft und offentsichtlich Elemente aus "Alien", "Prometheus" und sogar aus James Camerons "Aliens" in einer Art, wie man sie leider nur als Fanservice beschreiben. Es ist diese tonale Schizophrenie, die sehr bitter aufstößt!

Dabei ist es thematisch sogar eine eher erfolgreiche Fortsetzung der Themen und großen Ideen aus "Prometheus" - weiter geht es mit der Ergründung der Konstrukteure, weiter geht es mit der religiösen Symbolik und weiter geht es auch mit der Figur des Androiden David. Tatsächlich lässt sich sogar dafür argumentieren, dass der gesamte Film eher aus der Perspektive der Androiden David & Walter erzählt wird, stehen sie doch im Mittelpunkt der Handlung. Michael Fassbender gibt auch die mit Abstand beste Performance im Film. Seine Version einer künstlichen Intelligenz ist einfach erstaunlich und speziell im O-Ton ein Genuss. Dies soll nicht bedeuten, dass die restliche Besetzung (u.a. Katherine Waterston, Danny McBride, Carmen Ejogo und Billy Crudup) schlecht spielt, sondern zeigt nur wie viel mehr die Figuren David & Walter ausgearbeitet wirken. Wer bereits in "Prometheus" über dumme Entscheidungen der Figuren den Verstand verlor, sollte einen Bogen um diesen Film machen.

Allerdings würden dabei ein Film an ihnen vorbeigehen, der es zum ersten Mal seit 25 Jahren schafft, die Kreatur des Xenomorphen in solch einer schockierenden, teils zutiefst verstörenden Weise auf die Leinwand zu bringen. Auch wenn man hier deutlich mehr mit dem Computer gearbeitet hat, bietet das Alien immer noch genug Schrecken, um auch einen weiteren Film mit diesem erstaunlichen Film-Monster sehen zu wollen.

Fazit

"Alien: Covenant" hat viele Elemente, wie man sie in einem "Alien"-Film erwartet. Jedoch fühlt es sich zu oft so an, als ob Ridley Scott mit diesem Film eine kleine Identitätskrise durchlebt, so wie er die verschiedenen Elemente wild durchmischt. Der Kern der Reihe, sowie die Ideen aus "Prometheus" machen diesen Film, zusammen mit Scotts außer Frage stehenden visuellen Fähigkeiten, dennoch zu einem sehenswerten Science-Fiction-Horrorfilm.

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