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Swimming with Men

Swimming with Men

Filme - Komödie | von: Oliver Parker; mit: Rob Brydon, Rupert Graves
Bewertung: ★★★★★

Synchronschwimmen – was die Mädels immer wieder während der Olympischen Spiele zeigen, ist atemberaubend. Die Synchronität, die Ausdauer, die anmutigen Bewegungen… Das können doch nur Frauen! Dass das nicht so ganz stimmt beweist die britische Komödie „Swimming with Men“.

Handlung

Der Job ist langweilig, die Frau betrügt ihn – glaubt er zumindest – und er steckt fest in seinen Alltagsroutinen. Eric steckt mitten in einer Midlife-Crisis. Doch dann verändert sich sein Leben. Nein, er kauft sich kein Porsche oder fängt eine Affäre an. Er tritt einem Club bei, einem Synchronschwimm-Club für Männer!

Trailer

Bewertung

„Swimming with Men“ ist ein netter Film über alternde Männer, ihre Freundschaft zueinander und ihre gemeinsame Leidenschaft für das Synchronschwimmen. Der Film glänzt vor allem in den Szenen, in denen der Sport ausgeübt wird. Denn diese wurden, laut Regisseur Oliver Parker, ohne Stunt Doubles gedreht. Alle Schauspieler haben die Choreografien selbst geschwommen und das finde ich besonders beachtenswert. Das verleiht dem Film natürlich auch eine gewisse Authentizität, denn man merkt den Leuten an, dass sie keine vollwertigen Profis sind. Aber mit Ü40 diese ganzen Moves zu lernen und sich die dafür notwendige Kondition anzutrainieren finde ich schon besonders bemerkenswert.
Ein weiterer Pluspunkt vom Film ist der für britische Komödien sehr übliche trockene Humor. Dieser kommt insbesondere in den Dialogen zwischen den Figuren zur Geltung, wenn sie übereinander herziehen oder die Welt um sie herum kommentieren. Denn sie schwimmen zusammen, um der Sinnlosigkeit des Lebens entgegenzuwirken. Generell geht der Film sehr feinfühlig mit seinen Figuren um. Keiner der Männer ist der Comic Relief, es gibt keine groben Karikaturen, obwohl viele der Figuren in anderen Filmen bestimmt dazu benutzt worden wären. Es gibt etwa den etwas blöden Kleinkriminellen, den alten, schrulligen Typ oder den mit einer vorlauten Ehefrau. Dass in „Swimming with Men“ nicht immer über sie, sondern mit ihnen gelacht wird, macht den Film sehr sympathisch.
Trotzdem kann er nicht auf ganzer Länge überzeugen – wortwörtlich. Denn die eigentlich sehr kurzen 94 Minuten Laufzeit ziehen sich sehr oft in die Länge. Die Szenen, in denen nicht geschwommen wird, sind relativ langweilig. So sehr der Film seine Figuren auch respektvoll zu behandeln mag, bleiben diese doch sehr uninteressant. Warum die Hauptfigur von zuhause auszieht, wieso sich diese Truppe zusammengefunden hat oder welche Hintergründe die einzelnen Figuren haben – diese Fragen werden kaum beantwortet und wenn ja, ist die Antwort nicht befriedigend genug oder letztendlich egal. Was aber vor allem stört ist die sehr gewollte Liebesbeziehung zwischen dem Chef des Männerclubs und deren Trainerin, samt Liebesdreieck und seltsamen, vermeintlich „romantischen“ Momenten zwischen den beiden.

Fazit

Ich weiß nicht recht, was ich vom Film halten soll. Er hat durchaus seine lustigen Momente und das Synchronschwimmen ist sehr gut in Szene gesetzt. Aber letztendlich waren mir die Figuren egal, sodass ich weder mit ihren Erfolgen mitgefiebert, noch mit ihnen zusammen gelitten habe.