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The Evil Ones

The Evil Ones

Filme - Horror | mit: Margaret Judson, Devin Goodsell, Michael Johnston
Bewertung: ★★★★★

Eigentlich tauchen unter den endlosen billigen Horror-Produktionen auch mal einige wenige Perlen auf, die dann, nach relativer kurzer Zeit einen gewissen Kultstatus für sich beanspruchen können. Oft jedoch werden eben genau diese billigen Filme schon mit dem Status beworben, den sie noch gar nicht erreicht haben, und auch nie erreichen können, weil sie dafür einfach zu schlecht, oder phantasielos sind. Hier ist mal wieder ein Filmchen am Markt, dass sich als Hommage verkaufen will, aber das noch nicht einmal im Ansatz erreicht.

Handlung

Die etwas neurotisch wirkende Emily (Margaret Judson) hat mit ihrem Mann, dem Lehrer Jesse (David Goodesell) ein altes Haus in den Bergen, in der Nähe einer Spezialklinik gekauft. Sie wollen es mit der Hilfe von den mitgereisten Freunden wieder auf Vordermann bringen, um Emilys Bruder Zach (Michael Johnston), der unter einer schweren Form der Cerebralparese leidet, zu Hause versorgen und pflegen zu können, mit der Sicherheit der Klinik in der Nähe, und höhere Lebensqualität für Zach.
Schon am ersten Abend, an dem sie den Kauf und den Einzug feiern wollen entdecken sie im ganzen Haus fremdartige Symbole. Was sie nicht wissen ist, dass das Haus mit einem dämonischen Fluch belegt ist.
Im Keller findet man dazu noch ein Zauberbuch über dämonische Heilkräfte und ein Riesensymbol an der Wand.
Bald versetzen auch merkwürdige Geräusche und Stimmen die neuen Bewohner in Angst.
Als ob die schlaflose, angstvolle Nacht nicht schon reichen würde, kann Zach am nächsten Morgen plötzlich wieder laufen, und scheint geheilt. Der behandelnde Arzt, der naheliegenden Spezialklinik wird verständigt, und ist auch binnen kurzer Zeit da, um Zach mit in die Klinik zu nehmen. Doch es kommt, wie es kommen muss; auf dem Rückweg zur Klinik passiert ein Unfall und Zach, der mittlerweile von sieben Höllen-Dämonen besessen ist geht zurück ins Haus. So nehmen nun Terror und Tod ihren Lauf, wenn die Dämonen auch die anderen Bewohner beeinflussen.

Trailer

Bewertung

Ein Filmchen das mehr sein will, als es kann. Der Beginn erscheint vielversprechend, kann jedoch die Versprechungen nicht halten. Die Qualität des Spiels der Akteure lässt sehr zu wünschen übrig, es wird alles einfach nur „abgerollt“, so dass so gut wie keine Spannung entsteht. Die Handlung wurde, bis auf Anstatt der Sucht
der Schwester, die Behinderung des Bruders, fast Eins zu Eins von „The Evil Dead“ 2013 übernommen, nur längst nicht so perfekt und ambitioniert umgesetzt. Handmade-Effekte sind, richtig eingesetzt, zur heutigen Zeit eigentlich selten und gerne gesehen beim Genre-Publikum. Jedoch können sie hier nicht punkten, weil sie einfach nur schlecht inszeniert wurden. Sogar die wenigen, kurzen CGI-Sequenzen am Anfang wurden verballert, und sind fast unfreiwillig komisch. „The Evil Ones“, oder im Original „Bornless Ones“ wirkt im Gesamtbild nur bemüht, und kann dem großen Vorbild überhaupt nicht gerecht werden. Weder als Hommage, weil es einfach nur wie Abklatsch wirkt, noch als für sich eigener Film, weil er unambitioniert und unspiriert daherkommt. Da helfen auch die Pseudopsychosen der Mitwirkenden nicht, die sich die Dämonen, wie in jedem anderen Film über dämonische Besessenheit auch, zunutze machen wollen. Es wirkt nur konfus, irgendwie eingestreut, und kann nicht wirklich Bezug zur `eh schon kaum vorhandenen Handlung herstellen. Auch das nochmalige Anschauen mit Originalton hat es nicht rausgerissen. Ich hatte schon beim ersten Mal gedacht:“Hoffentlich ist es bald zu Ende.“

Fazit

Ein Film der es einem richtig schwer macht dabeizubleiben. Es ist so langweilig und stumpf, dass alles nebenher absolut wohltuend ablenkend wirkt.