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Stephen Kings Stark

Stephen Kings Stark

Filme - Horror | mit: Timothy Hutton, Amy Madigan | Regisseur: George A. Romero
Bewertung: ★★★★

Der gute Stephen King hat gefühlt eine Million Bücher geschrieben, wovon selbstverständlich einige verfilmt wurden. Zu den Top-Streifen gehören unter anderem „Misery“, „Friedhof der Kuscheltiere“ und eben auch „Stark“. Regisseur George A. Romero (Vater der Zombies) und King verband eine Menge, zumindest schätzten beide die Kreativität des anderen. Das erste Mal führte die „Creepsow“ beide arbeitstechnisch zusammen. Das sich beide so gut verstehen, kann daher als Pluspunkt gewertet werden und unterm Strich sieht man das auch im Ergebnis. King schrieb nicht nur unter seinem realen Namen, sondern benutzte das Pseudonym Richard Bachmann. Dieses flog auf ähnliche Weise - wie im Film - auf. Von daher kann man schon fast von einem autobiographischen Werk sprechen. Nicht, dass der Meister des Horrors eine gespaltene Persönlichkeit hat… Was aus heutiger Sicht ein wenig verwunderlich ist, ist die Tatsache, dass die Produktion lange auf dem Index stand und erst im Oktober 2017 von der Liste gestrichen wurde. Nicht, dass der gezeigte Horror nicht mehr böswillig daher kommt, sondern weil es in der Gegenwart in jedem Action-Film deftiger zur Sache geht. Naja, das ist ein anderes Thema…

Handlung

Thad Beaumont (Timothy Hutton) ist ein erfolgreicher Schriftsteller, der unter dem Namen George Stark schreibt, damit die Öffentlichkeit ihn nicht erkennt. Eines Tages wird er jedoch damit konfrontiert, dass ein Fan seine wahre Identität aufdeckt. Damit er nicht von der Presse geoutet wird, sucht er die Flucht nach vorn und zeigt sich den Anhängern in einem Magazin. Doch allmählich wird klar, dass mehr hinter den Zeilen steckt, als angenommen. Blackouts, Mordfälle und eine Menge Beweise gegen Beaumont erblicken das Licht des Welt.

Trailer

Bewertung

Timothy Hutton! Ich muss ihn gleich am Anfang in den Vordergrund rücken, weil er mit seiner schauspielerischen Leistung den berühmten Nagel auf den noch berühmteren Kopf trifft. Besonders die Verwandlung zu George Stark treibt einem auch heute noch eine Heidenangst ein. Und genau aus diesem Grund funktioniert das Psycho-/Horror-Spiel perfekt.

Amy Madigan mimt hingegen die ängstliche und treue Ehefrau und rundet das Gesamtbild der Familie gekonnt ab. In ihrem Gesicht wird das Grauen sichtbar und vor allem die Bedrohlichkeit. Diese schwebt wie ein Schwert über ihr und ihren Kinder. Sheriff Alan Pangborn, dargestellt von Michael Rooker (der Blaue in „Guardians of The Galaxy“) sorgt dann für die erklärende, ruhige Hand und verleiht dem Film eine erzählende Struktur. Er muss den Wahnsinn verdauen und aufklären. Diese Tatsache tut der Handlung sehr gut.

Auf der psychologischen Ebene kommt Siegmund Freud vollkommen auf seine Kosten. Im realen Leben hat er ein Krankheitsbild erforscht, aber in der Welt der Geeks ist er damit (unfreiwillig) Mitbegründer eines kompletten Genres geworden. Der böse Zwilling in einem ist ein weitverbreitetes Thema. Nicht immer gelingt die Umsetzung, obwohl substantiell die Grundlagen vorhanden sind. In „Stark“ ist der Wandel durchaus sehr geglückt.

Fazit

Stephen Kings „Stark“ ist ein guter Film, der nach so vielen Jahren nicht eingestaubt daher kommt und kaum etwas von seinem Glanz verloren hat. Tolle Unterhaltung!