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Hidden in the Wood

Hidden in the Wood

Horror | mit Michael Biehn, William Forsythe
Trailer | Bewertung:★★★★

Handlung

Anna und Anny werden von ihrem Vater Oscar misshandelt. Oscar arbeitet als Lagerarbeiter für seinen Onkel Castello. Der bunkert in seinem „Lager“, gemeint ist dabei das heruntergekommene Familienhaus, Drogen. Eines Tages kommt es wieder einmal zu einem sexuellen Übergriff. Doch diesmal ruft eine der Frauen die Polizei. Doch die Verhaftung geht schief und nun befinden sich die beiden mit ihrem Sohn auf der Flucht.

Bewertung

Auf dem Cover steht groß in weißen Buchstaben auf einem nicht übersehbaren roten Punkt, dass „Hidden in the Wood“ das gleichnamige Remake von einem „Kultschocker“ ist. Ich kann an dieser Stelle nichts über das Original sagen, da ich ihn schlichtweg nicht ganz gesehen habe. Es gibt ihn allerdings auf YouTube in deutsch und in voller Länge. Beim groben Durchklicken hat er mir aber schon besser gefallen, als das Remake. Nun brauchen die Amerikaner immer eine eigene US-Version. Kurioserweise hat Regisseur Patricio Valladares das Ruder selbst in die Hand genommen und eine zweite Version von seinem Schocker gedreht.

Was dabei herausgekommen ist, ist aber nicht sonderlich eine Verbesserung. Von der ersten Sekunde an wirken die Schauspieler sehr hölzern, die Kameraführung ist schlecht und die Optik versaut alles. Was bei selbstgedrehten „Zero-Budget“ Filmen nicht stört, da rechnet der Zuschauer bereits mit einem schlechten Look, der dann sogar recht kultig wirken kann. Doch sobald Geld in die Hand genommen wird und dann nicht gerade viel, wirkt jedes Bild einfach nur wie kaputt. Das ist dann auch nicht mehr mit einem Filmkorn oder ähnliches zu erklären. Ich möchte noch einmal auf den Cast zurück kommen. Keiner der Darsteller konnte auch nur ansatzweise überzeugen. Besonders enttäuscht war ich von William Forsythe, der bereits einige Rollen in Hollywood ergattern konnte. Seine Auftritte hatten zu keinem Zeitpunkt etwas bedrohliches. Zur Info: Er hat den Drogenboss gespielt.

Weitere Schwächen offenbarte der Plot. Diese drückten sich einfach in logische Ungereimtheiten aus. Ein Beispiel: Als Vater Oscar festgenommen werden sollte, stellten sich die zwei Cops mit ihren Waffen nicht gerade geschickt an. Der eine verlor einen Kampf mit seinem Revolver gegen eine Kettensäge, obwohl er diese auf sein Opfer gerichtet hatte. Der zweite Cop bewies aber noch viel mehr Unvermögen. Die Situation war ähnlich, denn die Polizistin hielt ebenfalls die Waffe auf den gewalttätigen Oscar. Sie ging rückwerts und er mit der Kettensäge vor ihr. Doch auf einmal war er weg. Es dreht sich plötzlich alles und nun tauchte er hinter ihr auf. Wenn das keine Magie ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Vielleicht hatte ich den Film auch nur falsch verstanden!? Ich könnte nun noch mehr auf die platten und nervigen Dialoge eingehen oder die vielen Zufälle. Das werde ich aber nicht tun. Ich werde auch keine Debatte darüber führen, welche Berechtigung das Terror-Horror-Genre hat. Ja, die Gewalt gegenüber Frauen steht dabei oftmals im Fokus. Da kann jeder seine eigene Meinung vertreten. „Hidden in the Wood“ zeigte am Anfang deftiges Material, indem die sexuellen Übergriffe angedeutet wurden. Dabei wurde nicht viel gezeigt, es spielte sich mehr im Kopf des Zuschauers ab.

Fazit

„Hidden in the Wood“ hätte ich gerne nach wenigen Minuten ausgeschaltet. Der Cast war nicht überzeugend, die brutalen Szenen verpufften und der Look setzte keine neuen Maßstäbe.