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Moonlight

Moonlight

Filme - Drama | mit: Mahershala Ali, Shariff Earp, Janelle Monáe, Alex R. Hibbert
Bewertung:★★★★★

„Moonlight“ ist spätestens seit der Oscar-Verleihung 2017 in aller Munde. Der Streifen wurde als bester Film ausgezeichnet, Jenkins und McCraney erhielten den Pokal für das beste adaptierte Drehbuch und Mahershala Ali ging als bester Nebendarsteller nach Hause. "Moonlight" ist ein „Magic Moment“ des Kinos, beziehungsweise des Heimkinos. Mit ausdrucksstarken Bildern wird ein Drama erzählt, dass keinen kalt zurück lässt.

Handlung

Der junge Chiron hat es nicht leicht. Er wohnt in einem Viertel, indem der Stärkere die Straße beherrscht. Die Kriminalität ist sehr hoch. Drogen und Gewalt stehen auf der Tagesordnung. Langsam entdeckt er, dass er "anders" ist. Er interessiert sich nicht für Frauen, sondern steht eher auf Jungs. Er denkt, dass er homosexuell ist. Diese Entdeckung ist für ihn nicht einfach, gerade in seiner Umgebung, die eher traditionelle Beziehungen akzeptiert und vor Homophobie nur so strotzt.

Trailer

Bewertung

Was kann man noch schreiben, über einen Film, der bereits sämtliche Kritiker überzeugt hat. Nicht mehr viel?! Dennoch möchte ich noch einmal meinen Senf dazu geben. Warum hat „Moonlight“ mich so gefesselt?

Das lag an den Bildern. Szene für Szene brannte sich förmlich in meinen Kopf. Vollkommene Ästhetik, mit diesem Attribut kann ich die Momente am besten beschreiben. Der Zuschauer wird in einer warmen Welt begrüßt. Der erste Eindruck täuscht allerdings gewaltig. Auf den zweiten Blick wird sofort deutlich, dass die Realität rauer ist, dreckiger. Gerade für den kleinen Chiron, der sich als homosexueller Schwarzer in einer Männerwelt behaupten muss. Seine zarte Erscheinungsform verwickelt ihn zudem in weitere
Unannehmlichkeiten. In der Schule ist er nicht nur wegen seiner sexuellen Orientierung ein Außenseiter. Gerade weil er sich als Hämpfling kaum behaupten kann, wird er von seinen Mitschülern drangsaliert.

Ist er dem Schulterror entkommen, wartet zu Hause seine drogensüchtige Mutter, die ihren Sohn ausbeutet. Sie zockt ihm sein Geld ab und wenn sie einen Mann nach Hause bringt, setzt sie Chiron eiskalt vor die Tür. Eine sichere Bleibe findet er bei Teresa, die ihn ihm so etwas wie ihr eigenes Kind sieht. Ohne die Hilfe würde der kleine Knirbs wohl nicht lange überleben. Was schockt, ist nicht die physische Gewalt, sondern die emotionale, die Nackenschläge, die ein Heranwachsender niemals erleben sollte.

Die schönen Momente, als Juan (Mahershala Ali) mit Chiron ans Meer fährt um ihm das Schwimmen beizubringen, sorgen dann tatsächlich für die großen Gefühle. Die Botschaft, die "Moonlight" mitbringt, ist klar. Ich möchte daher auch nicht weiter in Moral und Sitte, in der soziale Ausbeutung, einem unterschwelligen Rassismus oder in eine Welt, die immer noch etwas gegen Homosexuelle hat, eintauchen. Alles abartig und widerwärtig, dennoch ist es der Nährboden für diesen hervorragenden Film, den ich einfach jedem ans Herz legen kann. Schaut ihn Euch an, genießt das ganz große Kino nun auch zu Hause.

Fazit

"Moonlight" erfüllt alle Bedingungen, um in die Königskategorie "Pflichtkauf" einsortiert zu werden. Dazu gibt es auch keine zwei Meinungen! Kaufen und genießen!

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