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Bob, der Streuner

Bob, der Streuner

Action | mit Luke Treadaway, Ruta Gedmintas, Joanne Froggatt
Bewertung:★★★★

„Bob, der Streuner“ ist die Verfilmung der Lebensgeschichte von James Bowen und beruht demnach auf einer wahren Geschichte. Bevor der Film in diesem Jahr sein Heimkinodebüt gefeiert hat, schaffte es Bowen als Autor mit seinem Werk in die Bestsellerlisten der Buchhandlungen. Das ist im Grunde auch noch kein Wunder, denn die Story hält alles bereit, was ein modernes Märchen benötigt, um erfolgreich zu funktionieren. In der Summe bleibt demnach ein emotionaler Film übrig, der sein Publikum überzeugt. Und natürlich eine niedliche Katze…

Handlung

James ist am unteren Ende der Gesellschaft angekommen. Er nimmt Drogen, lebt auf der Straße und versucht mit seiner Gitarre und einigen Auftritten in Fußgängerzonen etwas Geld zu verdienen. Oftmals reicht es nicht zum Essen und er muss im Müll nach brauchbarem Essen suchen. Doch die Sozialbetreuerin Val (Joanne Froggatt) glaubt an ihn und bringt James in das Entzugsprogramm. Darüber hinaus schafft sie es tatsächlich eine Wohnung für ihn zu besorgen. Dort lernt er auch seinen neuen besten Freund kennen, denn die Katze Bob besucht ihn in der ersten Nacht. Es dauert auch nicht lange, bis beide nur noch gemeinsam das Haus verlassen. Mit Bob an seiner Seite gewinnt er die Gunst des Publikums und verdient mit seiner Musik deutlich mehr. Er wird zu einem Phänomen in London, doch kommt er von den Drogen weg?

Trailer

Bewertung

Die Zutaten: gebrochener und drogensüchtiger Mann, eine niedliche Katze und die „vom Tellerwäscher zum Millionär Story“ sind das große Aushängeschild und der Garant für den Erfolg von „Bob, der Streuner“. Die hohe Kunst ist jedoch, die Geschichte nicht zu schmalzig zu erzählen. Das gelingt Regisseur Roger Spottiswoode ( „James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“, „Under Fire“) bestens, denn er baut in der ansonsten eher weichen Handlung einige deftige Meilensteine ein, die von der Thematik auch für einen Anti-Drogenfilm hätten her halten können. Darüber hinaus ist die soziale Abgrenzung der Obdachlosen ebenfalls ein Schwerpunkt. Dabei blieb mir die Szene im Gedächtnis, als James in einem Fast-Food-Laden kein Essen bekommen hat, weil ihm wenige Cent gefehlt haben. Anstatt dem Hilfesuchenden das bereits gebratene Stück Fleisch auszuhändigen, wird es in den Müll geworfen. Der Geschäftsmann nimmt eher den wirtschaftlichen Totalverlust in Kauf, anstatt einem hungrigen Menschen Essen zu geben. Bedenklich.

Neben den schroffen Tönen, erscheint Betty, gespielt von Ruta Gedmintas („Die Borgias“, „The Strain“), als neue Freundin. An dieser Stelle kann man auch von einer neuen Hoffnung sprechen. Aber auch hier ist der Weg, der Zugang zu einem zwischenmenschlichen Kontakt mit Hürden versehen, denn Betty will nichts mit Junkies zu tun haben. Die Beziehung ist also von Anfang an belastet.

Der Vater von James wird von Anthony Head gemimt und ist die zweite entscheidende Person in dem Leben von James. Der Zuschauer erfährt nämlich, warum das Leben des Hauptdarstellers zerbrochen ist. Für die niedlichen Momente sorgt Bob, der als Katze natürlich alle Vorraussetzungen mit bringt. Flauschige Tiere funktionieren eben bestens im Film.

Zu guter Letzt muss ich Luke Treadaway loben, der seine Rolle gut interpretiert. Er vermittelt dem Publikum auf der einen Seite die Ernsthaftigkeit der Situation in der sich James befindet, auf der anderen serviert er eine Portion Leichtigkeit, mit der er dem Publikum erlaubt, sich mit ihm zu freuen.

Fazit

„Bob, der Streuner“ ist in vielerlei Hinsicht eine gute Mischung. Der Film erzählt von einer herzergreifenden Story und überbringt diese gekonnt an ein breites Publikum, das sich mit dem Hauptprotagonisten freuen kann, eine Träne vergießen kann und zudem eine niedliche und flauschige Katze im Petto hat. In der Summe ergibt das vier Sterne! 

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