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Justice League (Fanreview)

Justice League (Fanreview)

Filme - DC-Film | mit: Regisseure: Zack Snyder, Joss Whedon mit u.A. Ben Affleck
Bewertung: ★★★★

Darf ich einen Film gut finden, auch wenn die Produktion für viel Wirbel gesorgt hat? Ist es möglich, dass ich kein Problem mit dem CGI habe, auch wenn jeder andere sich davon gestört zu fühlen scheint? Sollte ich mich von Warner veräppelt fühlen, weil erneut einige Szenen aus den Trailern nicht im Endprodukt enthalten waren und Fans Gerüchte über stolze 50 weggeschnittene Minuten hören müssen? – Mein Herz schlägt für DC und ich liebe diesen Film – trotz aller berechtigter Kritik.

Handlung

Batman und Wonder Woman rekrutieren nach dem Tod Supermans die „Justice League“ zusammen und versuchen den Vorboten Darkseids „Steppenwolf“ aufzuhalten. – Ganz ehrlich: Mehr war es nicht. Das Meiste verrät der Trailer.

Trailer

Bewertung

Ich war am Donnerstagabend im Kino und habe mir den von mir am meisten erwarteten Film seit Batman v. Superman angeschaut. Und ich war schlicht begeistert. Jede neue Szene des Films ließ mein kleines Fanherz höher schlagen und am Ende war mein Ausflug in das DC Extended Universe schneller vorbei als mir lieb war.

Wisst ihr, ich kenne die Helden der Liga wirklich recht gut und benötige daher keine Origin-Story in Filmform. Mir ist egal, ob Aquaman, Cyborg und Flash vorab schon Solofilme hatten oder ob diese nun im Anschluss an den Team-Up-Film kommen. Ich möchte einfach sehen, wie meine Lieblingssuperhelden in optisch beeindruckender Weise gegen mir bekannte Schurken antreten, das alles in eine gute Rahmenhandlung verpackt wird und die Chemie zwischen allen Mitgliedern der Liga stimmt. Zu großen Teilen bietet mir Justice League genau das. Ich konnte eine saucoole und spaßige Interpretation von Flash sehen, ich habe erlebt wie Aquaman den Herr über das Wasser gibt, ich wurde vom Lächeln der atemberaubenden Wonder Woman verzaubert, ich kann erahnen wie es für Victor sein muss zum Cyborg zu werden, ich sah einen gestandenen Batman auf den Dächern Gothams und mein Lieblingskryptonier schien nun endlich seine innere Mitte gefunden zu haben. Diese Momente für sich allein betrachtet waren schon genug Balsam für meine Seele. Wenn Victor und Barry dann noch zusammen eine Runde Erde schaufeln, Diana und Bruce über Verantwortung plaudern und Arthur unfreiwillig allen anderen seine Motivationsgründe erklärt, dann kann ich nicht anders als mich zu freuen und mich entspannt zurück zu lehnen.

Aber ich will nicht darüber hinweg täuschen, dass der Film alles andere als perfekt ist. So passt die Story auf einen Bierdeckel, Batman ist mir zu lustig, Cyborg noch zu wenig definiert und der große Endkampf genau so generisch wie der eigentliche Gegner. Hinzu kommt das Wissen, dass es viele der ursprünglich von Zack Snyder erdachten Szenen und Ideen nicht in die finale Schnittfassung von Joss Whedon geschafft haben und uns angeblich diverse Auftritte einiger neuer oder/und bekannter Figuren verwehrt geblieben sind.

Ich möchte wirklich nicht in der Haut der Verantwortlichen bei Warner/DC stecken, denn die können es eigentlich nur vermasseln. Entweder sind sie nicht nah genug am Comic und haben „kein richtiges Konzept“ oder aber sie überfordern ihre Zuschauer und verlangen Wissen ab, dass diese gar nicht haben können. Die schlechte Vorab-Publicity und der ständige Vergleich mit Disney/Marvel machen dann irgendwann auch keinen Spaß mehr.

Fazit

Es gibt an diesem Epos tausend Dinge die mich stören, aber eben auch tausend Dinge die ich absolut geil fand. Und weil ich als Fan der Reihe noch viel mehr davon sehen möchte, ist das Glas eben halb voll und es gibt eine fette Empfehlung von mir! Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass die Kinofassung bloß eine größere Preview des Homerelease ist und man seitens Warner nun Korrekturen versucht.