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Bleed For This

Bleed For This

Filme - Boxerfilm | mit: Miles Teller, Aaron Eckhart, Katey Sagal
Bewertung:★★★★

Ist der Box-Film „Bleed For This“ einer von vielen oder kann er sich aus der Masse hervortun? Der Streifen erzählt die wahre Geschichte des Kämpfers Vinny Pazienza, der sich nach einem Unfall wieder zurück ins Leben gekämpft hat. Miles Teller („Whiplash“) verkörpert den Charakter mit Bravour, sodass sich der Zuschauer vollkommen auf ihn einlassen kann. Das Schicksal von Vinny berührt und daher kann „Bleed For This“ sein Publikum bestens unterhalten.

Handlung

Der erfolgreiche Boxer Vinny Pazienza (Miles Teller) geht einen Titelkampf sehr locker an. Er spielt in der Nacht vor der Auseinandersetzung lieber im Casino, als sich den nötigen Schlaf zu gönnen. Es ist daher kein Wunder, dass er von seinem Gegner auf die Bretter geschickt wird. Nach seiner Niederlage wendet sich nicht nur die Boxwelt von ihm ab, sondern auch sein Vater erklärt öffentlich, dass sein Sohn nicht mehr den Sport ausüben soll. Vinny kämpft sich jedoch wieder zurück. An seiner Seite steht sein Trainer Kevin Rooney (Aaron Eckhart). Beide arbeiten zusammen so hart, dass Vinny erneut eine Chance auf den Titel hat. Als er scheinbar am Ziel ist, passiert das Unglaubliche, er verunglückt bei einem Autounfall und muss schwerverletzt ins Krankenhaus. Wieder einmal stehen die Sterne schlecht für den Kämpfer, doch Vinny denkt gar nicht ans Aufgeben…

Trailer

Bewertung

Miles Teller ist einer der angesagtesten Charakterdarsteller in Hollywood. Das kommt nicht von ungefähr, denn (spätestens) in „Whisplash“ hat er sich - an der Seite von J.K. Simmons - in die Herzen der Zuschauer gespielt. Mit Aaron Eckhart steht ihm ein erfahrener Kollege zur Seite, der die nötigen Ecken und Kanten mitbringt, sodass er glaubwürdig die Rolle des Coaches mimt. Er ist aber nicht nur der harte Trainer, sondern auch der beste Kumpel von Vinny. Durch diese Komponente gewinnt die Beziehung der beiden eine gute Portion Tiefgang, zudem beide ihre Probleme mitbringen. Katey Sagal hat in der Serie „Sons of Anarchy“ gezeigt, was in ihr steckt und das Feeling der besorgten Mutter zeigt sie auch in „Bleed For This“. Sie hat nicht die großen Momente zugesprochen bekommen, doch allein ihre Anwesenheit sorgt für die familiäre Nähe.

„Bleed For This“ ist zum Glück kein Action Film. Regisseur Ben Younger („Couchgeflüster“) verzichtet zu Recht und ganz bewusst auf Effekthascherei und nimmt sich erstaunlich viel Zeit für kleine Details. Kleine Nebengeschichten, wie die Freundschaft zwischen Boxer und Coach oder der eigene Hausschrein von Mutter Louise, tragen daher zum Facettenreichtum bei. Dadurch erhält die ohnehin schon gute Story weiter kleine Highlights serviert. Das die Geschichte für sich spricht, ist klar, ich erwähne es daher nur obligatorisch, denn der harte Schicksalsschlag hätte wohl jeden von uns aus der Bahn geworfen. Mit dieser Situation spielt der Film die komplette Strahlkraft einer Boxsaga aus. Ähnlich wie Rocky muss sich auch Vinny von ganz unten nach oben arbeiten. „Bleed For This“ erzählt jedoch keine fiktive Story und kann daher dramaturgisch besser punkten.

Die Boxeinstellung reihen sich nahtlos in den Erzählstil ein. Der schnelle Schnitt dominiert dabei nicht, sondern die Wucht der Gewalt, die hinter den Schlägen steckt. Jeder Treffer auf Vinny ist auch ein Treffer beim Zuschauer. Der Faktor Schmerz ist ein wichtiger Bestandteil in „Bleed For This“ und Ben Younger spielt mit ihm, ohne dabei zu übertreiben.

Fazit

„Bleed For This“ ist ein guter Boxfilm, der nicht durch eine überzogene Action auffällt, sondern seine Stärken in der Authentizität und einer dichten Atomsphäre angesiedelt hat. Zudem überzeugt Miles Teller in der Rolle des Vinny Pazienza.

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