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Jurassic World: Das gefallene Königreich

Jurassic World: Das gefallene Königreich

Filme - Action | mit: Bryce Dallas Howard, Jeff Goldblum, Chris Pratt
Bewertung: ★★★★

Der zweite Teil des neuen Dino-Zyklus ist natürlich ein Erfolg. Selbstverständlich, nach dem gelungenen Aufgalopp der „Jurassic World“ Reihe kommt nun der zweite Teil, der unsere Gier nach Uhrzeitmonstern stillt. Nun mag man wegen dem Trailer denken, dass der Film ein reiner Katastrophenstreifen ist, doch die Produzenten und Regisseur Juan Antonio Bayona werden die Fans angenehm überraschen. Der Spanier hat mit „The Impossible“ (mit Naomi Watts und Ewan McGregor) bereits Erfahrungen im Genre der untergehenden Welt gemacht. Doch nun behauptet er sich in einer ganz anderen Kategorie…

Handlung

rei Jahre nach der Zerstörung des neuen Freizeitparks Jurassic World wird in der Öffentlichkeit debattiert, was mit den Dinosaurier passieren soll. Ihre Existenz wird nämlich gerade von einem brodelnden Vulkan bedroht. Soll der Mensch die zweite Vernichtung aufhalten oder sich endgültig von den Tieren verabschieden? Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) hat es sich mit ihrer Organisation zur Aufgabe gemacht, einflussreiche Politiker dahingehend zu bewegen, sich für die Rettung der Wesen aus einer vermeidlichen anderen Zeit einzusetzen. Der US-Senat hört allerdings eher auf Ian Malcolm (Jeff Goldblum), der eine gegenteilige Meinung vertritt.

Eli Mills (Rafe Spall) möchte daher in einer geheimen Mission einige Arten retten und reist mit Claire sowie Owen Grady (Chris Pratt) - beide sind im Übrigen getrennt lebend - zurück zu der Insel Isla Nubar. Doch die Soldaten haben dem Ex-Paar nicht die ganze Wahrheit verraten und verfolgen insgeheim einen anderen Plan…

Trailer

Bewertung

Was unterscheidet Teil zwei und seinen Vorgänger? Es geht in „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ sofort los mit der Action. Und wenn ihr im heimischen Kino den Streifen schön im dunkeln schaut und Eure Dolby-Anlage an habt, dann wirken die ersten Angriffe der Monster sehr atmosphärisch. Hut ab und an dieser Stelle beweist Juan Antonio Bayona, dass er eben auch anders kann, also nur Katastrophen zu zeigen. Weiterhin zeigt er in Punkto Effekte, dass er es drauf hat. Ja, wenn die Dinos in Bewegung sind oder der Vulkan ausbricht (das ist kein Spoiler…) dann dröhnt der Subwoofer!

Dann folgt aber die große Wendung. Es wird nicht mehr so viel Wert auf die visuellen Effekte gelegt, soll nun nicht heißen, dass der Film optisch ein Reinfall wird, sondern der pure Horror beginnt. Beängstigend, klaustrophobisch oder wie man es nennen mag, „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ zeigt sich hier von einer speziellen, besonderen Art und Weise, die ich anfangs nicht für möglich gehalten habe. Hut ab!

Jedoch stumpft die Handlung nicht nur ein wenig ab, sondern ist dank des Bösewichts fast schon langweilig und mutiert zu einem unglaubwürdigen Gesamtkonstrukt. Klingt kryptisch von mir? Soll es auch sein. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, obwohl ich das sehr durchschaubare und durchsichtige Spiel eigentlich nicht verraten würde, da es sich selbst schon verrät…

Das Zusammenspiel zwischen Chris Pratt und Bryce Dallas Howard funktioniert dagegen hervorragend. Ihre Sticheleien erzeugen den einen oder anderen Schmunzler und diese Tatsache erzeugt eine Wohlfühlatmosphäre für den Zuschauer. Diesmal durfte Bryce sogar angemessene Schuhe tragen, doch hier nimmt sich „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ selbst auf die Schippe und zeigt sie in der ersten Szene mit High Heels. Ein kleines Detail mit großer Strahlkraft… Die übrigen Schauspieler sind da, haben ihre kleinen, netten Momente, sorgen nun aber nicht für die nötige Nachhaltigkeit um Werbung in eigener Sache zu betreiben.

Eine kleine Warnung zum Ende von mir: Der Film kommt ziemlich gewalttätig daher. Für Familien ist dieser Familienfilm nichts…

Fazit

„Jurassic World: Das gefallene Königreich“ hat eine durchschnittliche Handlung, kann aber sehr mit den Dinos punkten, ist optisch und von der Inszenierung her besser als sein Vorgänger und mit dem Schauspielduo Chris Pratt und Bryce Dallas Howard kann man nicht viel falsch machen. Übrig bleibt ein guter, unterhaltsamer Film, der einfach Laune macht.