Fantasy
Register
The Tale of the Wedding Rings 2

The Tale of the Wedding Rings 2

Comic - Fantasy | Autor/Zeichner: MAYBE
Bewertung:★★★★★

Der erste Band der Fantasyserie „The Tale of The Wedding Rings“ hatte mir mit seinem leicht generischen Setting um Hime, ein Mädchen, das nach seinem Exil in unserer Welt in die ihre zurückkehrt, und dem Jungen Sato, der zu ihrem designierten Retter wird, gut gefallen. Der seinerzeit beworbene Anteil an Sexy Comedy hielt sich in wohltuenden Grenzen und so freute ich mich auf die Fortsetzung.

Handlung

Sato, Hime und ihre Gefährten reisen in das Land Lomka, Heimat der Elfen. Dort soll Sato Prinzessin Nephritis heiraten, die den Ring der Winde ihr eigen nennt. Der Empfang ist jedoch kein freundlicher und die Braut weit weniger von ihrem Bräutigam begeistern als als dieser erwartet hatte. Schnell wird der Gemeinschaft klar, dass es für sie bei den Elfen nichts zu holen gibt, da greift der Ritter des Königs des Abyssus an. Mit seinen Dämonen hat er einen Weg durch die Windbarriere gefunden und hat nur ein Ziel – Sato, den Ringkönig, zu töten...

Bewertung

Die Vorfreude auf diesen Band wurde nach einem ersten Durchblättern schon früh getrübt. Dabei wurde mir schnell klar, dass die Sexy Comedy sehr viel mehr Raum einnehmen würde als im Auftaktband. Speziell die Bonusgeschichte überschritt die Grenze zum Ecchi-Slapstick mehr als deutlich. Das ist insofern schade, als die relativ einfache Haupthandlung weiter recht simpel gestrickt und so kein Stück aufgewertet wird. Und so zeichnet sich bereits in diesem zweiten Band ein Handlungsmuster ab, das die Harem-Thematik stark in den Vordergrund rückt und den Rest ein wenig wie bloßes Beiwerk wirken lässt.

Dieses Muster sieht wie folgt aus: Die Gemeinschaft sucht eine weitere Braut auf, die ziert sich aus irgendeinem Grund, der Ritter des Königs des Abyssus greift an, wird besiegt und es geht weiter zur nächsten Braut. Derer stehen noch mindestens drei aus und mir wäre das für die Folgebände und auf Dauer – ehrlich gesagt – zu wenig.

Der ebenfalls stark durchschlagende Ecchi-Anteil macht es nicht besser. Die Vorstellung künftig mehr davon lesen zu müssen wie sich die Bräute in Eifersüchteleien ergehen ist die eine Sache, wenn dies aber regelmäßig in Szenen wie der in der Quelle mündet, muss ich das nicht haben.

Schlimmer wurde es nur noch in der Bonusgeschichte. Die hatte inhaltlich einen interessanten Ansatz, warf man hier doch einen Blick in die Zeit kurz bevor Hime in ihre Heimat zurückkehrte und Sato ihr folgte. Die „Starr-starr-Boi-oing-knet-knet-Befummel-Sequenz“ passte für mich aber nicht dazu wie die Beziehung zwischen den beiden bis dahin geschildert wurde. Insofern taugt die bestenfalls als Fanservice ist wohl auch als solcher zu verstehen.

Ich hoffe weiter, dass die Geschichte noch die Kurve kriegt, befürchte allerdings, dass man dazu erst einmal alle fünf Bräute abgeklappert haben muss. Sollte sich in den nächsten Bänden das beschriebene Strickmuster allzu offensichtlich wiederholen und der Ecchi-Anteil so hoch bleiben wie in diesem zweiten Band, wäre das sehr schade.

Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Kazé Manga.

Fazit

Wer für Ecchi zu haben ist darf bei The Tale of the Wedding Rings 2 unbedenklich zugreifen. Anders als im Auftaktband wird davon reichlich geboten. Alle anderen – auch Fantasy-Fans – sollten dann doch eher zu anderen Titeln greifen.