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Green Worldz 3

Green Worldz 3

Comic - Science Fiction |Autor: Yusuke Osawa
Bewertung: ★★★★

Der Horror-Actioner Green Worldz hatte mit dem zweiten Band den Auftakt getoppt und avancierte für mich damit zu einem echten Genre-Hit. Gespannt war ich nun darauf was der Cliffhanger für den weiteren Verlauf bedeuten würde und ob die Charakterisierung der Figuren weiter als starkes Gegengewicht zur bloßen Action bestehen kann.

Handlung

Eine Armada gigantischer Nachtfalter macht den Luftraum über Tokio unsicher und die Menschen können sich eines Angriffs dieser Kreaturen nur mit Mühe erwehren.

Neben diesen äußeren Gefahren sind es aber auch interne Gruppenprozesse, die das weitere Überleben in Frage stellen. Welche Veränderungen machen Akira und Miu durch und wie wirkst sich dies auf die Gruppendynamik aus? Welche Ziele verfolgt eigentlich die Waffenbauerin Kasumi Shiratori? Und woher nimmt Iwatobi seine Kenntnisse darüber, dass ein weiterer Angriff in drei Tagen bevorsteht?

All diese Fragen treten in den Hintergrund als die Attacke erfolgt und sich die Macht dahinter zu erkennen gibt. Die scheint ein besonderes Interesse an Akira zu haben...

Bewertung

In diesem dritten Band tritt das Actionelement wieder sehr viel deutlicher in den Vordergrund. Die Überlebenden stürzen sich in gefährliche Missionen um sich die von Kanae hergestellten Waffen zu verdienen (und ich dachte nach Band 2 sie müssten nur eine genehme Motivation vorweisen). Iwatobi trainiert Akira im Kampf gegen die gigantischen Insekten um ihn auf den vorhergesagten Angriff vorzubereiten. Da bleibt keine Luft um die Charaktere weiter zu entwickeln und so gibt es gegen Ende des dritten Bandes lediglich eine Handvoll Figuren, die im Gedächtnis bleiben. Der Rest wirkt austauschbar wie Rothemden und ist dies wohl auch. Denn gestorben wird weiter fleißig.

Erstmals gibt es nun einen greifbaren Antagonisten. Der bzw. die bedient das optische Klischee vom Mädchen in Schuluniform ist aber nicht im Ansatz so lieblich wie dies klingt. Daran ändert auch der Umstand, dass dort, wo sie läuft, Blümchen wachsen (Little Buddha), nicht das Geringste.

Im letzten Kapitel "Akazie" haben sich die Gegner in Stellung gebracht und die große Schlacht beginnt. Deren Verlauf und Ausgang werden dann wohl wesentliche Inhalte des Folgebandes sein. Da bin ich schon gespannt was aus der Handvoll erinnerter Figuren wird.

Leider lässt dieser dritte Band ein wenig von dem vermissen, was mich an seinem Vorgänger begeisterte. Das verhalten von Miu kam dort sehr viel beängstigender und schockierender rüber, weil sie "aktiver" war als hier. Ein Äquivalent zu den Kapiteln mit dem "Flammenwerfer-Jungen" fehlt ebenfalls. Dafür aber Action satt.

Als Bonus gibt es eine kleine Geschichte, die Einblick in das Team um Green Worldz-Autor Osawa gewährt. Und warum sich der als Goldschopfpinguin darstellt, kriege ich bestimmt auch noch heraus.

Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Cross Cult.

Fazit

Tier-Horror und Survival-Action sind die Genres in denen sich Green Worldz weiterhin bewegt. Deren Fans dürfen unbedenklich zugreifen. Wer sich ein wenig mehr Tiefe wünscht, sollte den nächsten Band nochmal abwarten. Dann ist Halbzeit und es könnte eine kleine Neuausrichtung und/oder mehr Hintergründe geben. Ich sehe da jedenfalls noch ordentlich Potenzial, denn die Hintergründe zur rapiden Veränderung der Umwelt sind offen wie zu Serienbeginn. Weiter ein Kauf.