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Green Worldz 1

Green Worldz 1

Comic - Science Fiction |Autor: Yuzuke Osawa
Bewertung:★★★★

Bei Manga Cult erscheinen diesen Monat zwei neue Serien und mit Green Worldz 1 von Yusuke Osama ist der Auftakt eines biologisch einwandfreien Action-Survival-Krachers mit dabei. Der soll sich an Fans der Serien Attack on Titan und Tokyo Ghouls richten, mich sprach Green Worldz aber auch ohne Kenntnis dieser Bestseller an und so riskierte ich einen interessierten Blick.

Handlung

Um der Erderwärmung entgegenzuwirken wurden weltweit die Städte massiv begrünt. Allerdings konnte auch diese Maßnahme nicht verhindern, dass beispielsweise Tokio zu einem Achtel unter Wasser steht und die Polkappen weiter abschmelzen.

Als der junge Akira in die Stadt zurückkehrt, tut er dies mit der festen Absicht dem Mädchen Yiu seine Gefühle für sie zu gestehen. Dazu kommt es zunächst aber nicht. Ein Stromausfall setzt ihn und viele andere Reisende in den U-Bahntunneln der Stadt fest und die Verbindung nach draußen ist unterbrochen. Als sie die nächste Station erreichen, finden sie dort Menschen vor, die völlig traumatisiert und nicht in der Lage sind, zu berichten was ihnen an der Oberfläche widerfahren ist. Akira, der unbedingt zu Yiu will, verlässt mit einer kleinen Gruppe die Station und geht nach oben.

Dort finden sie eine völlig veränderte und menschenfeindliche Umgebung vor. Nur mit Mühe kann Akira der tödlichen Vegetation entkommen, die die Stadt unter Kontrolle gebracht hat. Zurück im Untergrund richten sich die Menschen auf einen längeren Aufenthalt ein.

Drei Monate später gehen die Vorräte zur Neige und auch Nachschub kommt keiner mehr an. So bricht ein Erkundungskommando, dem Akira angehört, auf um Vorräte zu beschaffen und Informationen zu sammeln. Dabei muss sich die Gruppe jedoch Gefahren stellen, die ihre Vorstellungskraft sprengen...

Bewertung

Der Autor lässt dem Leser nicht viel Zeit um in die Geschichte reinzukommen. Nach nur wenigen Seiten – einem guten Dutzend etwa – hat die Flora bereits die Kontrolle übernommen und die Menschenjagd eröffnet. Dabei sind es nicht nur monströs gewachsene Pflanzen, die sich als wahre Killer erweisen. Obszön anmutende Hybridwesen, wie das mutierte Riesenbaby auf dem Cover (mich erinnerte das irgendwie an Kreaturen wie man sie aus Silent Hill kennt), und andere Kreaturen erweisen sich als nahezu unüberwindliche Gefahren.

Die Gruppen in denen sich Akira bewegt, setzen sich überwiegend aus Teenagern zusammen und sind wohl ein Identifikation stiftender Gruß an die Zielgruppe. Und obwohl ein wenig Loveinterest mit reinspielt, ist das kaum von Belang. Denn soviel kann ich hier verraten, es wird fleißig gestorben und das meist auf unschöne Art und Weise.

Bis dahin ist die Geschichte auch eher eine Variante von „10 kleine Jägermeister“ und es ist noch nicht wirklich erkennbar was von einem Augenblick auf den anderen dazu geführt hat, dass sich die Pflanzenwelt gegen die Menschheit erhoben hat. Da dürfte mit den Folgebänden – angekündigt sind bereits die Bände 2 bis 5 der in Japan in acht Bänden abgeschlossenen Serie – noch das ein oder andere enthüllt werden.

Die Zeichnungen sind recht einfach gehalten, dafür aber auch in den Actionsequenzen nachvollziehbar. Das gilt gleichfalls für die Szenen, in denen es gruseliger wird und in denen man es sich mitunter etwas weniger explizit wünschen würde.

Der Band kommt in einem schönen Format mit einem hochwertigen Pappcover daher und bietet als kleinen Bonus eine Tradingcard mit dem Hauptcharakter Akira Urabe. Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Manga Cult.

Fazit

Mich hat dieser Auftaktband überzeugen können. Die Aufmachung rechtfertigt den Preisaufschlag gegenüber gängigen Mangaformaten. Wer eine Variante von The Walking Dead mit sehr viel spannenderen Monstern antesten will, kann hier bedenkenlos zugreifen.