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Aposimz - Land der Puppen 1

Aposimz - Land der Puppen 1

Comic - Science Fiction |Autor: Tsutomu Nihei
Bewertung: ★★★★

Aposimz – Land der Puppen von Star-Mangaka Tsutomu Nihei (BLAME, Knights of Sidonia) ist der zweite Neustart bei Manga Cult, den ich angetestet habe. Menschen, die von einer mysteriösen Macht im Planeteninneren an die lebensfeindliche Oberfläche vertrieben wurden und dort um ihr Überleben kämpfen müssen – für mich ein Szenario bei dem sich eine Inaugenscheinnahme immer lohnt.

Handlung

500 Jahre ist es bereits her, dass die Menschen den Kampf gegen den Kern der künstlichen Welt Aposimz verloren haben und an der Oberfläche des Planeten um ihr Überleben kämpfen müssen. Neben Angriffen aus dem Kern bedroht die Menschen auch die sogenannte Puppenkrankheit, die sie in künstliche Lebensformen transformiert.

Eines Tages gerät die Gruppe um Esrö zwischen die Fronten. Truppen des Ribedoa-Imperiums verfolgen den Automaton Titania. Dieser hat einen Code bei sich, den der Imperator unbedingt in die Hände bekommen will, erhofft er sich durch diesen doch Zugang zum Inneren des Planeten. Esrö nimmt den Code an sich und ruft so eine Streitmacht aus Ribedoa auf den Plan, die seine Siedlung dem Erdboden gleichmacht und ihre Bewohner regelrecht abschlachtet.

Er selbst kann nur entkommen, indem er sich in eine Normpuppe verwandelt und den begehrten Code aktiviert. Mittels der so neu erlangten Kräfte schwört er Rache und begibt sich gemeinsam mit Titania auf eine Feldzug um zu verhindern, dass der Imperator von Ribedoa Zugang zum Planetenkern erhält.

Bewertung

Bereits in der Eröffnungsszene vermittelt der Autor einen Eindruck davon wie rauh die Lebensverhältnisse an der Oberfläche von Aposimz sind. Um zu Überleben müssen die Menschen immer wieder in das Planeteninnere vordringen und sich dort Vorräte beschaffen. Bedroht von feindlich gesinnten Maschinen und den Rostfressern lassen sich diese in groß angelegten Gangsystemen finden. Aber auch an der Oberfläche ist das Leben nicht frei von Gefahren. Neben der Puppenkrankheit sind es die Menschen selbst, die sich gegenseitig ausbeuten und bekriegen.

Etwas unübersichtlich wird es mit den technischen Begriffen, die einem hier begegnen. Bei den Puppen soll es sich um Cyborgs handeln, die Abgrenzung zu Normpuppen und Automatons fällt da nicht unbedingt leicht. Klar ist aber, dass die Kräfte der einzelnen Individuen sehr unterschiedlich ausfallen und durch das Besiegen anderer erweitert werden können. Wenn man so will wird aufgelevelt, wenn man einen Gegner besiegt hat.

Handlungstechnisch deutet sich eine Rachegeschichte an. Die dürfte aber über einen weiter ausgebauten Hintergrund - der deutet sich durchaus mehr als nur an – einen interessanten Rahmen bekommen. Was es bislang an Worldbuilding gab, sprach mich jedenfalls an.

Die Zeichnungen sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und wirken unfertig, so als ob man den Tuscher eingespart hätte. Das verleiht den Figuren etwas Filigranes und der gesamten Optik eine Kühle, die dem lebensfeindlichen Handlungsort gerecht wird. Die Story konnte mich aber recht schnell fesseln und so fiel mir das mit fortschreitender Lektüre gar nicht mehr auf.

Der Band kommt in einem schönen Format mit einem hochwertigen Pappcover daher und bietet als kleinen Bonus eine Tradingcard mit dem Hauptcharakter Esrö. Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Manga Cult.

Fazit

Mir hat der Auftaktband richtig gut gefallen und so wie die Geschichte und der Hintergrund der Welt angelegt sind, könnte die Serie eine sehr interessante Entwicklung nehmen. Wer sich darüber hinaus für einsame Rächer in einer postapokalyptischen Welt begeistern kann, der darf hier bedenkenlos zugreifen.

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