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IN/SPECTRE 2

IN/SPECTRE 2

Comic - Mystery | Autor: Kyo Shirodaira, Zeichner: Chashiba Katase
Bewertung: ★★★★★

Mit diesem zweiten Band findet die Serie IN/SPECTRE von Chashiba Katase, die der Vorlage von Kyo Shirodaira folgt, ihre Fortsetzung und lässt Protagonisten wie Leser gleichermaßen tiefer in den geheimnisvollen Fall der Stahlfrau Nanase einsteigen. Leider kann mich die Serie auch mit diesem zweiten Band noch immer nicht in Gänze überzeugen. Die Elemente , die mir gut gefallen halten sich nämlich die Waage mit denen, die dies weniger tun. Da spielen allerdings Geschmacksfragen durchaus eine Rolle und deshalb will ich das etwas näher ausführen.

Handlung

Nach ihrer Begegnung am Ende des ersten Bandes setzen sich Kotoko, die Göttin der Weisheit und die Polizisten Saki, die Ex-Verlobte von Kuro, Kotokos Freund wider Willen, zusammen. Neben diversen Nettigkeiten tauschen sie Informationen über die Stahlfrau Nanase aus, die die Stadt unsicher macht. Anschließend setzen sie getrennt ihre Nachforschungen fort. Den Fokus legen sie dabei auf die Geschichte der unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommenen Karin Nanase, einem Erotik-Star.

Etwas unerwartet kommt die Menage-a-trois dann doch zusammen, denn Kuro ist ebenfalls in der Stadt und der Stahlfrau auf den Fersen. Und so kommt es zu einer direkten Konfrontation mit dem Geist und Kuro zeigt einmal mehr, dass er kein normaler Mensch ist. Zwar kann er den Geist besiegen, vernichten kann er die Stahlfrau jedoch nicht und so entkommt diese.

Bewertung

Ich will mit den Dingen beginnen, die mir gut gefallen haben. Da wäre die Ermittlungsarbeit der beiden Frauen bzw. die Präsentation der Ergebnisse anzuführen. Kotokos Erkenntnisse zum familiären Hintergrund Kuros sind dabei recht heftig ausgefallen. Die Familie Sakuragawa, der er entstammt, kann man nur als abgrundtief böse bezeichnen. Um ihre Ziele zu erreichen wurden ganze Berge an Leichen angehäuft. Auch optisch gerät dieser Part stellenweise recht gruselig und weiß zu überzeugen. Soviel zur Habenseite.

Was mir zuviel Raum einnimmt ist die Dreiecksgeschichte um die Hauptfiguren, die immer dann regelrecht nervt, wenn sich die beiden Damen anzicken. Wenn Kotoko als Kind ein Auge und ein Bein ließ um zur Göttin der Weisheit zu werden, dann mutet dieses Opfer in solchen Szenen recht nutzlos an. Bei einem empfohlenen Lesealter von 15+ werden sich vermutlich nicht viele Leser finden, die diesen Part mögen.

Ebenfalls unglücklich empfand ich den Umstand, dass Karin Nanases körperliche Vorzüge an mehr als einer Stelle nicht nur optisch dargestellt, sondern an jeder passenden oder auch unpassenden Stelle von den Figuren erwähnt werden. Da wird die Grenze zwischen überflüssig und schlicht nervend gerne mal überschritten.

Die kleinen Extra-Mangas bieten keinen Mehrwert und der Autorenkommentar kam mir wie eine leicht gekürzte Variante des Kommentars aus dem Auftaktband vor.

Damit bleibt IN/SPECTRE für mich weiter eine zwiespältige Angelegenheit. Die eigentliche Story um die Stahlfrau und die Hintergründe zu Kuro können die benannten Schwachpunkte aber noch kompensieren.

Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an TOKYOPOP.

Fazit

Von mir gibt es eine eingeschränkte Empfehlung. Wer Lust auf Crime-Serien mit ordentlichen Anteilen an Mystery und Loveinterest hat, kann hier bedenkenlos zugreifen. Wem nur einer dieser drei Parts nicht zusagt sollte die #1 antesten.