Comics
Register
Venomverse #2 - Schwarze Seelen

Venomverse #2 - Schwarze Seelen

Comic - Marvel |Autor: Cullen Bunn, Nnedi Okorafor | Zeichner: Iban Coello, Declan Shalvey
Bewertung: ★★★★★

Der erste Band der Venomverse Saga ist, zumindest in den Kritiken die ich gelesen bzw. gesehen habe, bei der Leserschaft sehr unterschiedlich angekommen. Innerhalb der Nummer eins wurden zusammenfassend alle vorbereitenden One-Shots aus sämtlichen Serien geliefert, die unter dem Namen "Edge of Venomverse" gelaufen sind. Für mich war der Auftakt ein Überraschungshit und hat mich gut unterhalten. Im aktuellen und finalen, zweiten Band wird nun die fünf Hefte umfassende Hauptstory gezeigt. Hier sehen wir also endlich, für welchen Krieg der Venom Captain America die Symbionten aus anderen Dimensionen zusammengerufen hat.

Handlung

Am Anfang der Geschichte sehen wir Eddie Brock bzw. Venom, wie dieser Jack O'Lantern auf der Spur ist und ihn äußerst brutal festsetzen kann. Direkt im Anschluss wird Eddie durch ein Portal in eine andere Dimension gezogen und verschwindet damit unfreiwillig vom Ort des Geschehens.

Er findet sich in einer anderen Welt wieder, in der Verwüstung und menschenleere Straßen die Umwelt dominieren. Kaum hat sich Venom orientiert, sieht er einen Jungen in zerfetzter Kleidung, der auf ihn zusteuert und berühren will. Bevor das jedoch passieren kann, wird der Junge von Captain America getötet, der ebenfalls Träger eines Venom Symbionten ist. Der Junge hat offenbar nur für Eddie nach einem Menschen ausgesehen. In Wahrheit handelt es sich dabei um eine Alienrasse, die vom Widerstand Poisons genannt wird. Diese Poisons können durch eine Berührung als Wirt für den Venom Symbonten dienen. Bei diesem Prozess wird der menschliche Wirt verzehrt.

Captain America bringt Eddie zum Widerstand. Dort treffen wir auf weitere Superhelden aus anderen Realitäten, die ebenfalls Träger des Symbionten sind. Zusammen wollen sie versuchen die Invasion der Poisons zu stoppen.

Bewertung

Ich war wirklich gespannt, wie die Geschichte rund um Venomverse gestaltet wird. Das direkt am Anfang Eddie Brock noch von Cap abgeholt wird, war ziemlich klar, da er der Einzige war, der im ersten Band nicht geholt wurde. Der Anfang war aber sehr cool gemacht und es war wieder mal erschreckend, mit was für einer Brutalität und wie psychopathisch Eddie eigentlich vor geht. Von dieser Charakterisierung rückt Cullen Bunn während der Geschichte auch keinen Millimeter ab. Also eine konsequente und überzeugende Darstellung von Eddie. Hat mir richtig gut gefallen, wie er der Outlaw innerhalb der Gruppe des Widerstands ist (jedenfalls bis zu dem Punkt, an dem die Gruppe in der Mitte der Story den Joker zieht).

Die anderen Venoms sind jeder für sich gesehen schön dargestellt. Man merkt hier jedoch, dass die Superhelden-Wirte ihren Symbionten im Griff haben. Diese sind nach wie vor gut und nutzen Venom um den Menschen zu helfen. Der einzige der hier wirklich das schlechteste seines Symbionten zum Vorschein bringt ist Eddie. Und deswegen ist die Dynamik in der Gruppe anfangs sehr kühl. Aber um den Krieg gegen die Poisons zu gewinnen, müssen sie miteinander klar kommen. Klingt nach einem abgedroschenen Story Verlauf. Macht aber wirklich Spaß, denn die Teammitglieder kennen sich alle und haben so ihre Differenzen aus den jeweiligen Universen mitgebracht. Beispielsweise die Konstellation aus Spider-Man-Venom und Eddie Brock Venom war super zu lesen.

Die Gruppe rund um die Poisons wird durch keinen geringeren angeführt als einen Dr. Doom Venom, der von den Poisons übernommen wurde. Die Poisons handeln wie ein Kollektiv und sind ohne die Symbionten eine schwache Rasse. Sobald sie sich jedoch mit einem vereinen sind sie umso stärker. Auch hier wird die Gruppe sehr cool dargestellt. Wie sich die übernommenen Wirte optisch verändern und ein Teil des Kollektives werden, dabei jedoch ihre signifikantesten Charakterzüge behalten, ist wunderbar umgesetzt. Die Poisons betreffend wird uns am Schluss noch ein Cliffhanger gezeigt, der die Option auf eine Fortsetzung offen lässt.

Die Geschichte liest sich im Allgemeinen flüssig und ist nicht textlastig, weiß aber durch starke Action und zwei interessante Gruppierungen zu begeistern und wird dabei noch wie ein solider Blockbuster erzählt. Die Zeichnungen passen dabei wie die Faust aufs Auge und konnten mich gut begeistern.

Fazit

Eine sehr coole Venom Story, die eingefleischte Fans nicht liegen lassen sollten. Hier bekommt man Venom pur und obendrein auch noch filmreif erzählt. Der zweite Band kann auch als eigenständiger Comic betrachtet werden, das keinerlei Wissen aus der Nummer eins voraussetzt. Somit auch für Neuleser, als Story für zwischendurch, sehr interessant.

Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Panini.