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Trinity 3: Finstere Pfade

Trinity 3: Finstere Pfade

Comic - DC |Autor: Rob Williams, Zeichner: V Ken Marion
Bewertung:★★★★★

Nach einem großartigen Start, geschrieben und gezeichnet von Francis Manapul, übernahm mit Band 2 Rob Williams, Stammautor der Suicide Squad, die Serie Trinity und entwickelte für diese eine besondere Vorliebe für die Zahl Drei. Die Geschichte um das negative Gegenstück und die Pandora-Gruben fand hier nun ihre Fortsetzung und ließ mich mehr als nur leicht enttäuscht zurück. Warum das so ist will ich im Folgenden mal versuchen zu erklären.

Handlung

Finstere Pfade

Batman, Superman und Wonder Woman schlagen sich mit den besessenen Outlaws herum und können sich dieser kaum erwehren. Deshalb sucht Bruce die Unterstützung dreier Magier, namentlich John Constantine, Deadman und Zatanna. Die versuchen die Besessenen von dem sie kontrollierenden Einfluss zu befreien, scheitern damit jedoch. Und so wird alles noch viel schlimmer...

Was die Zukunft bringt

Batman hilft Deathstroke bei der Suche nach seiner Tochter. Die wurde von Kobra entführt und soll sich in Gotham befinden. Tatsächlich verfolgen die Terroristen ganz andere Ziele und ohne die Unterstützung von Superman und Wonder Woman wird es ihm kaum möglich sein eine Katastrophe für seine Stadt zu verhindern...

Bewertung

Rob Williams setzt die Geschichte um das reduzierte böse Gegenstück der Trinity und dessen Werkzeug die "besessene Trinity" fort, indem er mit der "magischen Trinity" das vierte Dreigestirn einführt. Mit der Ankündigung der rudimentären Justice League Dark hatte ich mich schon auf diesen Band gefreut aber das ganze Geschichtenkonstrukt konnte mich zu keinem Zeitpunkt begeistern. Ganz im Gegenteil wollte ich irgendwann nur noch, dass es endet.

Wo Manapul es verstanden hatte die Beziehungen und das Zusammenspiel der Großen Drei untereinander zu einem wesentlichen Gegenstand seiner Geschichte zu machen, reduziert Williams dieses erzählerische Pfund auf eine Randnotiz und liefert einen auf mich austauschbar wirkenden Superheldenstandard. Interessant fand ich an diesem allein die tatsächliche Motivation hinter dem Geschehen. Warum das aber so umgesetzt werden musste wie hier geschehen, das erschloss sich mir nicht im Ansatz. Da fehlt mir die innere Logik bzw. habe ich diese nicht erkannt.

Nicht wirklich meckern mag ich über die optische Umsetzung des Ganzen. V Ken Marion macht einen guten Job und allein sein Constantine ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Da sind die Darstellungen in dessen Soloserien aber teilweise sehr viel schlimmer. Allein das Cover zum kürzlich rezensierten dritten Band...

Ich freue mich jetzt auf den vierten Band, in dem James Robinson das Ruder übernimmt und Warlord und Skartaris in die Rebirth-Ära einführt.

Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Panini.

Fazit

Für mich war der Williams-Run an der Trinity aus den geschilderten Gründen eine Enttäuschung. Insofern mag ich diesen Band und seinen Vorgänger nur Komplettisten empfehlen. Wer in die Serie reinschnuppern will sollte besser zum ersten Band greifen oder den nächsten abwarten.