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Trinity 2 – Tod aus dem All

Trinity 2 – Tod aus dem All

Comic - DC | Francis Manapul, Cullen Bunn, Guillem March uvm.
Bewertung:★★★★

Zum zweiten Mal veröffentlicht Panini einen Sammelband zu DCs Trinity. Nicht nur, dass sich hier Wonder Woman, Batman und Superman vereint in die Schlacht wagen, nein auch die Kreativelite des Verlags gibt sich ein Stelldichein.

Handlung

Im ersten Teil des Bandes bildet sich eine Art Anti-Trinity aus Lex Luthor, Ra’s al Ghul und Circe, welche sich aufgrund einer schicksalhaften Prophezeiung zusammenschließt um ihre Erzfeinde endlich zu besiegen. Alsbald mischen auch die Dämonen der Unterwelt unter Führung von Etrigan mit, was unseren Helden Alles abverlangt. Auf wessen Seite wird er letztlich stehen?

Es folgt ein kleiner Ausflug in das aktuelle Worldbuilding des Verlages. Superman erkennt, dass jemand sein Leben beeinflusst und bespricht sich mit seinen engsten Vertrauten.

Der letzte Akt erzählt wie der Satellit der Liga von einem Virus infiziert wird und die aktuellen Mitglieder versuchen dessen Absturz auf die Erde zu verhindern. Ein sterbender Cyborg, befallene Green Lanterns und eine angeteaste „Weiße Gnade“ – hier geht es rund!

Bewertung

Mir persönlich sind die eher kleineren Team-Ups bei Superhelden eigentlich die liebsten. Nach Superman/Wonder Woman und Batman/Superman ist die Trinity daher für mich ein echter Leckerbissen und macht einfach immer Spaß. Der Fokus auf das Dreigestirn gefällt mir sehr gut und funktioniert immer dann am besten, wenn die Autoren auf das riesige Umfeld der Charaktere zurückgreifen. Cullen Bunn tut genau das und zeigt, wie ein Actionspektakel mit diesen Dreien aussehen kann ohne da dabei das Rad neu zu erfinden. Ob die gelegentlichen Jokes zu den Figuren passen muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Clay Mann, Miguel Mendonca und Guillem March illustrieren die Geschichte in einer krass unterschiedlichen, aber meist hübschen Art und Weise. Die Arbeit von March wurde mir persönlich zu hell koloriert.

Der kurze Einschub zur aktuellen Lage von Superman wirkt leider wie ein Fremdkörper. Hier wird nichts erzählt, was man nicht schon vorher wusste und irgendwie werde ich nicht ganz schlau daraus. Ja ok, da ist dieser Typ im grünen Umhang und zeitweise gab es zwei Superman, aber warum uns das hier zum wiederholten Male präsentiert wurde, kann ich nicht sagen. Nun wissen also Wondy und Bats auch Bescheid, ok. Ist geschenkt.

Der finale Part erzählt eher eine Story der Justice League als eine der Trinity. Diese war zwar unterhaltsam und vor allem hübsch, setzt aber auf Bekanntes und wird schnell vergessen sein. Francis Manapul ist letztlich eine Bank, auf die man setzen kann und ich bin sehr gespannt wie er schon bald die Liga schreiben wird. Besser als Hitch wird’s alle mal.

Leider aber sicher ist das Ende der Serie bereits beschlossene Sache. Nachdem wir hier gerade die 11. US-Ausgabe der Serie lesen konnten, wird in den Staaten nach der Nummer 22 Schluss sein. Da ich bis jetzt keinen richtigen roten Faden erkennen kann, ist ein Ende mit Schrecken hoffentlich als ein Schrecken ohne Ende.

Fazit

Der Band macht Spaß und ist was für zwischendurch. Als wirklich erinnerungswürdig würde ich ihn nicht bezeichnen. Die kleinen Subplots sind teilweise spannender ausgefallen als die Haupthandlung.

Vielen Dank an Panini Comics für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.