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Titans Hunt

Titans Hunt

DC | von Dan Abnett, Geraldo Borges, Paulo Siqueira uvm.
Bewertung: ★★★★★

Die zweite größere der Vorgeschichten zu DC-Rebirth dreht sich um die ehemaligen bzw. klassischen Mitglieder der Teen Titans. Mit „Titans Hunt“ erzählt Dan Abnett eine Geschichte über junge Superhelden, die sich ihrer eigenen Vergangenheit bewusst werden müssen. Warum die Miniserie leider nicht sonderlich schlüssig geworden ist und weshalb sie vielleicht auch einfach zu lang ist, gibt es hier zu lesen.

Handlung

Die ehemaligen Sidekicks Dick Grayson, Donna Troy und Roy Harper spielten in den „New 52“ immer mal wieder eine Rolle und hatten teilweise sogar eigene Serien. Ihre gemeinsame Zeit als Teen Titans scheint jedoch nicht existent gewesen zu sein. Die aktuelle Reinkarnation dieses Teams ist im neuen DC-Universum erst von Tim Drake alias Red Robin gegründet worden und hatte gänzlich andere Mitglieder. Altleser wissen jedoch, dass die jungen Titanen vor Flashpoint nichts mit den gelangweilten Hipstern aus den aktuellen Megabänden gemein hatten. Vielmehr waren sie eine heterogene Truppe aus jungen Erwachsenen, die verantwortungsvoll und selbstbewusst waren und eigene Herausforderungen zu meistern hatten.

In der Miniserie von Dan Abnett treffen nun also diverse ehemalige Mitglieder der Teen Titans aufeinander. Keiner von ihnen kann sich an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnern, aber merkwürdige Flashbacks rufen ihnen Bilder ins Gedächtnis, die sie sich nicht erklären können. Wie es sich für ein echtes Team-Up gehört, prügeln alle Protagonisten bei einem ersten Treffen zunächst aufeinander ein. Nach einem ersten Durchatmen erkennt der geübte Superheld gemeinsame Interessen und legt die Waffen nieder. Recht bald erfährt der Leser, dass ein gewisser Mr. Twister einen Plan ausgeheckt hat, um alle Titans zu sich zu rufen und eine fremde Macht zu beschwören. So weit, so vorhersehbar.

Bewertung

Dieser Comic hatte bei mir hohe Erwartungen zu erfüllen, denn schließlich verspricht das Cover die Beteiligung der großen Namen des DC-Universums. Keine Angst: Das ist alles bloß Show und hat (leider) nichts mit dem Inhalt dieser Geschichte zu tun. Die Miniserie konzentriert sich ausschließlich auf die ursprünglichen Teen Titans in der oberen Hälfte des Covers.

Ehrlicherweise kenne ich nur vier der sieben Gesichter und bin mir auch ziemlich sicher, welcher Titan hier noch als vergessen gilt. Die letzten Panels des Trades sind da ziemlich eindeutig ausgefallen. Gerade die Psycho-Tante und den Schall-Typen kannte ich wirklich nicht und kann daher auch keine nostalgischen Gefühle bei mir vorfinden. Viel lieber hätte ich da schon was von Hawk und Dove oder von mehr von Aqualad gelesen.

Auch wenn es ein paar gute Ideen und Dialoge zu lesen gab, besteht mir die Geschichte doch zu sehr aus zu viel sinnlosem Geprügel. Das deklassiert sie leider zu einem plumpen Versuch die Titans für ihren Einsatz in Rebirth zu positionieren und hätte gut und gerne zwei aufgeblähte US-Hefte weniger haben dürfen.

Optisch war der Comic völlig in Ordnung. Diverse Zeichner wie Geraldo Borges und Paulo Siqueira zeigen Standardkost. Nicht mehr und nicht weniger.

Fazit

Die zweite Einleitung zu Rebirth war ganz cool und unterhaltsam, lesen muss man den Comic jedoch nicht. Wer die alten Teen Titans mochte oder einfach "mehr wissen" möchte, kann zuschlagen. Das klingt schlechter als ich es meine, aber ich habe zuhause schlichtweg eine Menge besseres Zeug zu stehen. Nach über zwei vergangenen Wochen seit dem Lesen kann ich sagen, dass Titans Hunt auf gar keinen Fall großartig in Erinnerung bleiben wird.

Autor: Andi

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