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Superman: Lois und Clark (2 von 2) – Ankunft

Superman: Lois und Clark (2 von 2) – Ankunft

DC | von Dan Jurgens, Lee Weeks, Neil Edwards und Stephen Segovia
Bewertung: ★★★★

Mit dem zweiten Sammelband der Miniserie „Superman: Lois und Clark“ bringt Dan Jurgens die „Whites“ in die richtige Ausgangsposition, um nach dem Rebirth Special spannende Geschichten mit ihnen in „Action Comics“ und „Superman“ erzählen zu können. Warum der Weg aber nicht immer das Ziel ist, könnt ihr hier lesen.

Handlung

Der laufende Kampf mit Blanque wird zu einem baldigen Ende gebracht und Superman erhält dabei Unterstützung von Hank Henshaw. Ebenso bekommt es unser Held mit einer Art Amazone aus dem Weltall namens Hyathis zu tun, die den Oblivionstein jagt und dafür alles in Kauf nimmt. Außerdem muss sich unser Held mit einem Schurken in Rüstung, dem Blackrock, herumschlagen.

Auch seine Familie bleibt nicht unverschont. Lois, die weiterhin unter dem Pseudonym „Autor X“ schreibt, wird zusammen mit ihrem Sohn von „Intergang“ entführt und soll hingerichtet werden. Derweil entdeckt Jon erste Anzeichen seiner übermenschlichen Kräfte. Der Junge hat es sowieso faustdick hinter den Ohren und erahnt, dass es mit der Identität und Abstammung seiner Eltern nicht weit her ist.

Bewertung

Nachdem ich nun beide Teile des Runs gelesen habe, empfinde ich ihn (wie eigentlich abzusehen war) noch viel mehr als Prolog, als als eine eigenständige Geschichte. Dan Jurgens erzählt eine Geschichte über den Alltag des neuen alten Superman, der nicht nur mit vielen neuen Schurken gespickt ist, sondern auch sein Privatleben ausgiebig beleuchtet. Dabei werden immer wieder Ausblicke auf mögliche Fortführungen wie die „Gefangenen“ in seiner Festung der Einsamkeit, die Alienkriegerin oder die Entwicklung von Jonathan gegeben.

Genau das hinterlässt bei mir allerdings den Eindruck, als würde der Autor lieber viele Baustellen aufmachen, als sie gut abzuschließen. Dieser Eindruck wird gerade dadurch verstärkt, dass immer irgendwie zwei Dinge gleichzeitig zu geschehen scheinen. Wenn dann eine der größeren Gefahren wie Blackrock eher konstruiert und fast schon dümmlich wirkt, dann könnte sich der Leser veräppelt vorkommen. Es wirkt fast so, als wäre die komplette Geschichte um Blackrock und Hyathis nur Mittel zum Zweck, also zum anteasen gedacht.

Der für mich schönste Teil der Serie sind die emotionalen Facetten wie die Fragen an die eigene Identität, die Sinnhaftigkeit der ständigen Flucht, die Rechtfertigung sich selbst und Jon gegenüber und vieles mehr. Clark sucht in der neuen Welt nach Verbündeten und Freunden, die ja eigentlich irgendwie doch da sind. Wem kann er vertrauen? Was ist Sinn und Zweck seiner Existenz? Zwar werden diese Punkte nur angerissen, doch fühle ich mich an Geschichten erinnert, die noch vor dem „Flashpoint“ spielen. Hoffentlich bleiben sie uns erhalten.

Die Interaktion zwischen Lois und ihm bzw. ihrem Sohn ist sehr glaubhaft geschrieben und ein weiteres Highlight der Serie.

Beim Artwork von Lee Weeks, Neil Edwards und Stephen Segovia gibt es absolut nichts zu meckern. #guterdcstandard

Fazit

Dank des Beginns von „Invincible“ von Robert Kirkman habe ich eine Ahnung davon, wie sich Jon nun fühlen muss und hoffe, dass das in den kommenden Geschichten der Supermanserien aufgezeigt wird. Diese sollen mit zu dem Besten gehören, was es bei DC derzeit gibt. Diese Miniserie wäre eine gute Vorbereitung darauf, ist aber kein Pflichtprogramm, da sie teilweise etwas einfach gestrickt ist.

Inwiefern es eine gute Idee war, den alten Superman „wiederzubeleben“ wird sich erst mit der Zeit zeigen. Ich bleibe gespannt.

Autor: Andi

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