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Supergirl Megaband #1 – Kryptons Vermächtnis

Supergirl Megaband #1 – Kryptons Vermächtnis

Comic - DC |Autor: Steve Orlando | Zeichner: Brian Ching
Bewertung: ★★★★★

Lange habe ich auf den ersten Megaband von Supergirl im aktuellen DC-Rebirth Zeitalter gewartet. Nachdem ich mir vom New 52 Run sämtliche Veröffentlichungen nachgekauft und die Serie mit großem Interesse gelesen hatte, war ich gespannt wie es danach weiter geht. Die Wartezeit konnte ich wunderbar mit der tollen TV Serie überbrücken. Doch nun ist er also endlich da und das Fanboy-Herz schlägt höher, wenn man den fetten Megaband sieht und sich auf viele neue Geschichten mit dem Mädchen von Morgen freuen kann.

Handlung

Zu Beginn des Megabandes wird der Leser in "Supergirl: Rebirth 1" über den neuen Status quo der Welt rund um Kara Zor-El informiert. Dieser bildet eine Mischung aus dem vorherigen New 52 Run und neuen Elementen, die sehr deutlich durch die aktuelle TV Serie mit Melissa Benoist inspiriert wurden.

Desweiteren befinden sich in dem Band noch die Story Arcs "Die Herrschaft des Cyborg-Superman," "Flucht aus der Phantom-Zone" und "Das Mädchen ohne Morgen." Zwischen den einzelnen Abschnitten sind noch kleine Lückenfüller, die sinnvoll zum folgenden Story-Teil überleiten.

In die Herrschaft des Cyborg-Superman geht es um Karas totgeglaubten Vater, der durch Implantate zu Cyborg-Superman geworden ist und die kryptonische Rasse retten will. Das möchte er erreichen indem er Argo City wiederbelebt und Kara ihre Familie und Heimat wiedergeben will. Dabei ist sich Supergirl jedoch unsicher, ob es sich tatsächlich um ihren Vater handelt und ob sie diesem überhaupt Vertrauen kann.

Die Geschichte Flucht aus der Phantom Zone beginnt mit dem Batgirl Annual 1 und zeigt das erste Aufeinandertreffen von Supergirl und Batgirl. Danach werden die beiden durch verrückte Umstände in die Phantom Zone gezogen. Dort angekommen müssen sie einen Weg nach Hause finden. Das gestaltet jedoch schwieriger als erwartet.

In der letzten Storyline muss Emerald Empress, die ein Team namens Fatal Five zusammengestellt hat, aufgehalten werden. Sie weiß aus der Zukunft, dass durch einen Kampf mit Supergirl ihr Vater sterben wird und will deshalb Kara vorzeitig ausschalten. Dieser Kampf wird auch für das zukünftige Universum rund um Supergirl weit reichende Folgen haben.

Bewertung

Normalerweise lese ich Megabände nicht in einem Rutsch weg, da mir dafür meistens ein bisschen die Zeit fehlt. Beim aktuellen Supergirl Band konnte ich aber nicht anders bzw. habe ich mir die Zeit einfach genommen. Die Geschichte fängt sehr einsteigerfreundlich an und legt gleich von Beginn an ein rasches Tempo an den Tag. Dieses Tempo zusammen mit der Spannung der Geschichten haben genau meinen Geschmack getroffen. Der Vorteil an Megabänden (bzw. vielen Heften auf einmal) ist ja, dass man abgeschlossene und mehrere Storylines auf einmal und am Stück genießen kann. Dieser Vorteil kann hier sehr schön ausgekostet werden. Steve Orlando schafft es sehr überzeugend über mehrere Handlungsstränge und Geschichten einen roten Faden zu finden und diesen straight im Auge zu behalten.

Da ich ja ein bekennender Supergirl Fanboy bin und auch die TV Serie sehr mag, kann ich dem Comic einiges abgewinnen. Sei es eine sehr unsichere und ängstliche, aber auch charmante und starke Hauptprotagonistin oder die ganzen Nebencharaktere und Handlungsorte, die ich sofort ins Herz geschlossen hatte. Das in der Geschichte sehr viele Parallelen zur TV Serie hergestellt wurden, habe ich als sehr erfrischend empfunden, da das der Geschichte den notwendigen Nebenplot gibt um nicht als Wiederholung zur New 52 Story zu gelten.

Als Gastcharaktere bekommen wir einmal Karas Cousin, Superman himself und natürlich Batgirl zu sehen. Ersterer gibt sich nach den Geschehnissen von Superman Reborn die Ehre und spricht mit Kara über das, was dort passiert ist. War sehr interessant die Geschichte noch einmal durch die Erzählungen von Clark zu sehen. Und Mr. Oz hat im Supergirl Megaband sowohl hier seinen Auftritt, als auch im Epilog am Schluss. Die beiden Stählernen waren klasse miteinander zu sehen und das Familienessen mit Kara und der Familie Kent war wunderschön dargestellt. Barbara Gordon alias Batgirl wird von Kara aufgesucht, um sie um Hilfe zu bitten und schnell wird klar das die beiden auf einer Wellenlänge schwingen. Man hat zwar die Befürchtung das die Geschichte in eine Teeny-Story mutiert, das ist aber in keinster Weise der Fall. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und Unsicherheiten sind auch bei Barbara zu spüren. Dementsprechend ergänzen sie sich wunderbar und kommen zusammen besser als gedacht ans Ziel.

Die Zeichnungen von Ching sind sehr schön anzuschauen. Wobei mir Supergirl manchmal etwas zu jugendlich dargestellt wird. Das ist aber meckern auf sehr hohem Niveau, da die New 52 Kara zeichnerisch einfach mein absoluter Favorit ist. Ansonsten macht man in der Hinsicht hier absolut nichts falsch.

Fazit

Dieser Megaband ist durch seine äußerst charmante Titelheldin, die sehr stimmigen Zeichnungen und spannenden Geschichten eine klare Kaufempfehlung wert. Fans der TV Serie sollten sich diesen Comic auf keinen Fall entgehen lassen. Und für 16 US Hefte um 35€ zu einem mehr als fairen Kurs zu erwerben.

Für das Rezensionsexemplar geht ein Dankeschön an Panini.