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Robin War 2 (von 2)

Fantasy | von Lee Bermejo, Patrick Gleason und Tom King
Bewertung: ★★★★★

Wisst ihr, Batman-Comics sind für mich eine Herzensangelegenheit. Wenn man da als Autor Experimente wagt, dann schau ich mir das ganz genau an und hoffe immer auf das neue große Ding. Mit „Robin War“ erzählten DCs Autoren diesmal eine Geschichte im Batverse ohne Bruce Wayne. Warum das Event dann aber leider nicht mehr war als eine nette Idee, könnt ihr hier nachlesen.

Handlung

Der erste Band des Events von Lee Bermejo, Patrick Gleason und Tom King endete damit, dass alle Robins (und das sind inzwischen echt mal jede Menge) in Käfigen eingesperrt an der Decke eines speziellen Gefängnisses hingen. Dick Grayson hatte sie der Polizei verraten und wollte so für ihre Sicherheit sorgen. Es war ja eigentlich klar, dass es nicht lang dauern würde, bis sich die Rotkehlchen aus ihrer misslichen Lage befreien und die Flucht antreten würden.

Auf ihrer Suche nach Antworten treffen sie anschließend auf eine Anlage des Rats der Eulen und zerstören sie zusammen mit Batman aka Jim Gordon.

Indessen stellt sich Dick Grayson dem aktuellen Sprecher des Rats, Lincoln March, und versucht ihn von seinem Plan abzubringen. March jedoch hat kein Interesse, denn er hat bereits einen neuen Kämpfer auf seiner Seite.

Im großen Finale kulminieren die Unsinnigkeiten dann letztlich. Es geht um Verrat, Treue und die Frage, was es bedeutet ein Robin zu sein.

Bewertung

Für mich hat der zweite Sammelband des Events den ersten nachträglich entwertet. Als ich die ersten Werbeartworks zum Event sah, hatte ich auf einen gut inszenierten Zwist und die Etablierung von zwei eigenständigen Parteien innerhalb der Robins gehofft. Was ich bekam, was ein befremdliches „sich kennenlernen“ zwischen den ursprünglichen Sidekicks Batmans und der neuen Straßengang. Diese verbünden sich dann gegen einen unsinnig zusammenkonstruierten Feind, den Rat der Eulen.

Warum genau wurde der Rat der Eulen nun eigentlich aus der Versenkung geholt? Bis auf ggf. weiterführende Storybögen in anderen Serien sehe ich keinerlei glaubwürdige Einbindung dieser Bösewichte. Sowohl die plötzlich in Massen vorhandenen Talons, als auch die neuen Elitetalons sind bloßes Beiwerk und haben mich letztlich nicht überzeugt.

Die mir vollkommen im Unklaren gebliebene Wechsel zwischen den beiden Seiten von zwei der Protagonisten ist eigentlich ein Mittelfinger im Gesicht des Lesers, da er weder sonderlich gut erklärt noch glaubhaft ist. Sowas tut mir weh.

Das Artwork in Teil vier und sechs ist in Ordnung, die Arbeit von McDaniel im Tie-In von „Robin: Son of Batman“ jedoch ist richtig übel. Das sieht überhaupt nicht gut aus und drückt auf den Gesamteindruck.

Mich stören im Ergebnis die Schlichtheit des Events und die Nichterfüllung meiner Erwartungen. Bis auf die letzte Seite des Trades, hat nichts hiervon irgendeine Bedeutung oder war sonderlich gut geschrieben.

Fazit

Letztlich wirkte Robin War auf mich sehr wirr und wenig durchdacht. Eine gefühlt wahllos zusammengewürfelte Truppe von jungen Straßenkämpfern prügelt sich durch die Straßen Gothams und eigentlich wäre es besser gewesen, wenn alle daheim vor der Konsole sitzen geblieben wären. Das Beste am Comic ist das geile Cover.

Autor: Andi

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