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Nightwing 1

Nightwing 1 – Besser als Batman

DC | von Tim Seeley, Yanick Paquette und Javier Fernandez
Bewertung: ★★★★★

Nightwing ist zurück! Nach seinem Abstecher zu Spyral hat Dick nun den Agentenanzug an den Nagel gehangen und schwingt wieder über die Dächer Gothams. Ob sich das Comeback für den Leser lohnt, lest ihr hier.

Handlung

Spätestens seit „Robin War“ wissen wir, dass Dick Grayson alias Nightwing wieder sein schwarzes Spendexkostüm trägt und seine Zeit als Geheimagent vorbei ist. Allerdings konnte er zunächst nicht so ungezwungen unterwegs sein, wie er es gern gehabt hätte. Niemand anderem als dem Rat der Eulen ist es gelungen, unseren Helden zu erpressen und ihn Auftragsarbeiten erfüllen zu lassen. Dazu hatten sie Damian Wayne eine kleine aber heftige Bombe ins Hirn eingepflanzt, welche bei einem Entschärfungsversuch sofort explodiert wäre. Um eine Fernzündung durch die Eulen zu verhindern, muss Nightwing daher Missionen erfüllen, die sich nicht mit seinem üblichen Vorgehen decken.

Überraschend schnell ist diese Ausgangssituation jedoch aufgelöst und Dick arbeitet nur noch zum Schein für den Rat, um diesen zu unterwandern und später zu zerschlagen. Um ihn noch weiter zu schulen und effektiver zu machen schicken seine neuen Auftraggeber „Raptor“ zu ihm, mit welchem er ab nun zusammenarbeiten muss. Trotz des rauen ersten Aufeinandertreffens entwickelt sich ein partnerschaftliches Verhältnis.

Zusammen mit Batgirl gilt es am Ende des Sammelbandes die Baupläne eines geheimen Hauptquartiers des Parlaments der Eulen zu besorgen und so weitere Informationen zu sammeln.

Bewertung

Wer Nightwing vermisst hat, der wird hier sehr gut bedient. Der junge Hüpfer ist athletisch wie immer und darf lässige Sprüche klopfen. Dabei macht er sich immer mehr Freunde und emanzipiert sich (schon wieder) von Batman.

Insgesamt war der Band ganz gut, schafft es aber nicht über den recht hohen DC-Standard hinaus. Auf mich wirkt der Band eher wie ein Prequel auf eine gute und langfristig ausgelegte Geschichte, die zum einen die Last der Vergangenheit tragen muss und zum anderen alte Fans wieder mit ins Boot holen soll. Gerade der Einstieg mit der Bombe in Damians Kopf hätte durchaus zu einer Zerreißprobe für Nightwing werden können, wird von Tim Seeley aber super kurz abgehandelt und gar zur Belanglosigkeit gebracht. Das ist schade.

Generell ist die Interaktion mit anderen Mitgliedern der Batfamily aber gelungen. So flirtet unser Casanova wieder wie in guten alten Zeiten mit Barbara Gordon und macht dem Leser so Hoffnung auf „mehr“. Auch der Besuch der Spielhalle mit Damian ist ein Genuss für Fans, die sich noch gut an deren Zeit als dynamisches Duo erinnern können. Wenn dann noch eine Anspielung an Batman Incorporated oder das „Anti-Haifisch-Spray“ gemacht wird, dann freut sich das Fanherz.

Zwei Sachen gefallen mit leider gar nicht. Zum einen gibt es eine Szene, in welcher Batman einen Kriminellen vom vierten Stock fallen lässt. Das sah recht übel aus und passt nicht in meine Version des dunklen Ritters. Zum anderen habe ich noch keine richtige Meinung zu Raptor. Er ist eigentlich nur ein weiterer Typ, der kämpfen kann und hätte auch ein Klon Midnighters ein können. Hoffentlich bekommt die Figur noch etwas Background.

Das erste US-Heft des Bandes wird von Yanick Paquette gezeichnet und sieht klasse aus. Javier Fernandez ist für den Rest verantwortlich und braucht sich ebenfalls nicht zu verstecken. Er stellt Nightwing etwas jünger dar und hat gute Ideen.

Fazit

Der erste Sammelband der Reihe ist gut, aber eben nicht so gut wie die anderen aktuellen DC-Comics. Fans des Nachtflüglers können sich über eine unterhaltsame Geschichte und tolle Zeichnungen freuen. Mir persönlich gehen die verschenkten Chancen auf den Keks.

Autor: Andi

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