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Green Lantern Corps – Lost Army 2 (von 2)

Green Lantern Corps – Lost Army 2 (von 2)

DC | von Tom Taylor, Ethan van Sciver, Aaron Kuder, Ardian Syaf, uvm.
Bewertung: ★★★★★

Schon nach dem ersten Teil vor über einem halben Jahr war klar, dass Cullen Bunn dem Green Lantern Corps nicht als Autor erhalten bleiben würde. Tom Taylor führt dessen Arbeit fort und muss das Abenteuer in einem sterbenden Universum nun zu einem befriedigenden Ende bringen. Warum der zweite Teil der Miniserie in den Staaten nicht zu Unrecht einen ganz anderen Titel trug und leider kaum eine Frage des ersten Trades beantwortet, könnt ihr hier lesen.

Handlung

Die Mitglieder des Corps rund um John Stewart, Guy Gardner und Kilowog sind noch immer in einem fremden Universum gestrandet und suchen einen Weg nach Hause. Quasi aus dem Nichts rast plötzlich ein weiterer lebender Planet auf Mogo zu und es kommt zum Kampf zwischen zwei Space-Riesen und den Ringträgern. Recht schnell entdecken jedoch alle gemeinsame Ziele und arbeiten zusammen.

Auf dem zweiten Planeten namens Perduron leben die letzten Überlebenden des sterbenden Kosmos. Das Corps erklärt sich bereit für deren Schutz zu sorgen, während es weiterhin nach Antworten und einem Ausweg sucht. Angeblich würden die Einwohner von einer „Marniel“, einer sehr alten Schurkin, terrorisiert. Als dann Mukmuk, Lantern des Sektors 687 stirbt und es einen Anschlag auf die Antriebe des Planeten gibt, scheinen die Fronten und der Auftrag klar zu sein.

Es entspinnt sich ein wirklich abgespacetes Abenteuer mit vielen Seitenwechseln und vorgetäuschten Wahrheiten.

Bewertung

Bedauerlicherweise gab es hier einen ganz krassen inhaltlichen Bruch zum ersten Teil von Lost Army. Eigentlich handelt es sich hier um eine völlig andere Geschichte, die nahezu keinen Anknüpfungspunkt an den Vorgänger hat und eigentlich nur eine Vorgabe hatte: „Lieber Autor, bitte bring uns das Corps zurück und lass es ordentlich was kaputt machen.“

Auch stilistisch hat sich einiges geändert. Der Fokus ist lang nicht mehr so eindeutig bei John, sondern verteilt sich mehr.

Aber ich kann euch dem Grunde nach beruhigen: Wenn dieses Story irgendwo in der regulären Heftserie erschienen wäre, dann gäbe es nichts zu meckern, denn es erwartet uns hier ein unterhaltsames Actionspektakel der grünen Leuchten, dass zu unterhalten weiß. Einzig die offenen Fragen aus dem ersten Teil und die unnötige Länge stören mich letztlich.

Das Artwork ist ein Cocktail des Üblichen, also schön, bunt und detailverliebt.

Fazit

Leider schafft es der zweite Teil der in Deutschland als „Lost Army“ vermarkteten Geschichte nicht, das hohe Niveau des Vorgängers zu halten. Es bleibt ein Beigeschmack wenn man weiß, dass Bunn quasi abgesägt wurde bzw. einfach nicht die Chance bekam, die Handlung zu Ende zu erzählen. Der Inhalt beider Paperbacks wird in der Retrospektive vermutlich niemals wieder eine Rolle spielen und im Nirwana der Lantern-Storys untergehen.

Autor: Andi

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