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Grayson Megaband 2 – Krieg der Spione

Grayson Megaband 2 – Krieg der Spione

DC | von Tim Seeley, Tom King, Mikel Janin, Roge Antonio uvm.
Bewertung: ★★★★★

Eine jede Geheimagentenkarriere endet irgendwann. Bei Dick Grayson aka Agent 37 ist das nun im zweiten und finalen Megaband seiner Soloserie der Fall. Ob die Autoren Tim Seeley und Tom King genug Ideen für einen spannenden Abgang hatten und ob die Geschichte mit dem phantastischen ersten Megaband mithalten kann, lest ihr hier.

Handlung

Ganz zu Beginn gibt es zunächst eine gehörige Portion Origin. Darin erfahren wir absolut nichts Neues; Neueinsteiger jedoch werden sich freuen. Im Anschluss folgt ein kurzes Abenteuer zusammen mit dem enttarnten Superman. Beide sind definitiv auf einer Wellenlänge.

Dick ist weiterhin im Auftrag von Spyral unterwegs. Gleich zu Beginn der Handlung entdeckt er die Schattenseiten der Organisation und richtet sich gegen sie. Zusammen mit Agent 1 aka Tiger nimmt er sich einen Spion nach dem anderen vor. Es entfacht ein Krieg. (Sagt ja auch schon der Titel…) Nun ja, das Netz von Spyral wird mehr oder weniger entsponnen und alles kommt anders als vermutet. – Bis auf die obligatorische Verfolgungsjagd, die ist natürlich dabei…

Graysons befristeter Vollzeitjob kommt indessen zu einem Ende und seine Geheimidentität wird wiederhergestellt. Und das auf eine ÄUßERST fragliche Art und Weise.

Bewertung

Das Highlight des Bandes ist ganz klar die frische und unterhaltsame Darstellung des Protagonisten. Richard „Dick“ Grayson ist eine sehr ausgereifte, junge und zugleich zielorientierte Person, die schon lange viel mehr ist, als bloß ein Sidekick. Der Autor bringt durch unseren Helden einen Humor und eine Spritzigkeit in die Panels, wie wir sie schon lang nicht mehr gesehen haben.

Dann hätten wir da noch Helena Bertinelli, die Chefin von Agent 37. Ihre „Beziehung“ zu Dick ist bis zum Ende der Serie eine wichtige Komponente, erfährt letztlich aber nur wenig Tiefe. Es scheint fast, als hätte man Angst gehabt dem Casanova etwas echte Liebe zu gönnen.

Und jetzt mal Butter bei die Fische: das große Finale ist totaler Murks geworden. Grayson jagt die ganze Zeit unsinnigerweise seine Kollegen und bringt sie zur Strecke. Als er damit fertig ist, richtet er seine Aufmerksamkeit auf den Kopf Spyrals. Dieser hat sich urplötzlich als Scheininstitution herausgestellt und eigentlich wird die Organisation von jemand anderem und aus ganz eigenen Gründen geführt und natürlich unterwandert. Wenn Agent 37 dann am Ende gegen den mehr als konstruiert wirkenden „Endgegner“ antritt und quasi auslöscht, dann muss sich der Leser schon auffallend oft mit dem Vorgesetzten abfinden und darf es besser nicht hinterfragen. Ganz nebenbei wird dann noch eine technische Vorrichtung vorgestellt, von der vorher noch niemand etwas gehört hatte, die aber Auswirkungen auf die gesamte Menschheit hat und „mal eben so“ die Identität von Nightwing wieder vergessen lässt. Das alles geschieht auf gefühlten zwei Seiten und lässt den Leser fragend zurück. Sorry, aber das ist schlichtweg bescheuert.

Das Artwork von Mikel Janín sticht weiterhin aus dem sonstigen Gekritzel hervor. Seine Arbeit ist herausragend. Nur eben auch kaum vertreten. Die übrigen Zeichner wie Roge Antonio können da nur abstinken. Und das tun sie auch.

Fazit

Leider bricht die Qualität der Serie in diesem Band erheblich ein und rechtfertigt somit keinen Kauf. Erneut wirkt eine Serie von DC 2-3 Hefte zu lang und endet irgendwo zwischen Irrelevanz, Überschätzung und einem LSD-Trip. Und das ist sehr schade! Im dritten Annual gibt es immerhin ein paar nette Geschichten mir anderen Charakteren zu sehen.

Autor: Andi

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