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Grayson Megaband 1

Grayson Megaband 1

DC | von (u.a.) Tim Seeley, Tom King
Bewertung: ★★★★★

Sein Name ist Grayson, Dick Grayson. Geheimagent in Auftrag von Spyral. Und er tot – mehr oder weniger. Der erste Megaband der Serie beinhaltet stolze 15 Hefte, welche zwar eine fortlaufende Geschichte erzählen, aber auch einzeln gut zu lesen gewesen wären. In kleinen abgeschlossenen Geschichten werden verschiedene Aspekte von Dicks Abenteuern bei Spyral erzählt. Mal gilt es Aufträge in Russland zu erledigen, mal verschlägt es ihn nach Irland, mal trotzt er der Hitze der Wüste und mal kämpft er im Weltall. Dabei fügt sich jede Umgebung völlig organisch in die Agentengeschichte ein und trotz der Vielfalt wirkt alles wie aus einem Guss.

Tom King und Tim Seeley zeigen uns einen erwachsenen jungen Mann, der wie eine Mischung aus „verlorener Sohn“ und Prinz im Exil wirkt und dabei immer wieder seine eigenen Grenzen ausreizt. Seine Vergangenheit als Robin, Nightwing und sogar Batman bzw. seine kürzliche Demaskierung in Forever Evil spielen kaum eine Rolle und sind, wenn überhaupt, nur Aspekte eines vielschichtigen Charakters. Auch der am Ende seiner letzten Serie von Batman gegebene Auftrag spielt noch keine größere Rolle.

Wer auf Auftritte vieler weiterer Superhelden hofft, den muss ich übrigens enttäuschen. Gelegentlich tritt der Midnighter in Aktion und prügelt sich mit Dick, mal gibt es ein Telefonat mit Bruce, aber schon wenn er mit „Helena Bertinelli“ interagiert, braucht niemand mit der guten alten Huntress zu rechnen. Grayson ist kein Superheldencomic – er ist ein explosiver Agentencomic.

Spyral (meines Wissens nach von Grant Morrison erdacht) ist eine weitere interessante Facette des Bandes. Wir kennen die Organisation schon von diversen Aufeinandertreffen mit Batman und wissen um ihr mysteriöses Auftreten und ihre Mitglieder, deren Gesichter verschleiert werden und die Dinge vergessen lassen können. Auch in diesem Megaband lernen wir einige Vertreter des Geheimbundes kennen und sehen, welche Methoden sie benutzen. Die Lizenz zum Töten haben sie.

Die Zeichnungen Mikel Janíns sind wirklich phantastisch geworden. Sie wirken kühl, teilweise technisch und immer modern. Er tuscht meist selbst und achtet auf Details, was mich alles in allem z.B. an Mission Impossible erinnert. Toll!

Mein Urteil über diesen Comic fällt ganz eindeutig aus: Er ist schlichtweg der beste DC-Megaband, den Panini seit den New 52 veröffentlicht hat. Grayson hat sich weitestgehend fernab der sonstigen Geschichten bei DC zu einer actiongeladenen und spannenden Serie entwickelt, die auf vielen Ebenen äußerst modern und erwachsen wirkt und uns alle Protagonisten glaubhaft nahebringt. Diesen Comic sollte jeder lesen, der Lust auf richtig gute und charakterstarke Geschichten eines jungen Agenten hat und sich etwas Abwechslung von DC erhofft. Summa summarum macht das für mich:

Autor: Andi

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