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Auf den zweiten Blick: Poison Ivy – Kreislauf von Leben und Tod

Auf den zweiten Blick: Poison Ivy – Kreislauf von Leben und Tod

DC | von Amy Chu, Clay Mann, Stephen Segovia, Ethan Van Sciver uvm.
Bewertung: ★★★★★

In unserer neuen Kategorie „Auf den zweiten Blick“ wollen wir die Gelegenheit nutzen und ausgewählte Comics aus dem Blickwinkel eines zweiten Geeks begutachten und so vielleicht noch etwas genauer auf das Werk eingehen. Panini Comics war so freundlich und hat uns ein zweites Exemplar der Miniserie mit Poison Ivy von Amy Chu zukommen zu lassen. Nachdem Pysno bereits vier von fünf Sternen vergeben hatte, möchte ich nun auch meinen Senf zu diesem Prachtstück abgeben.

Handlung

Dr. Pamela Isley aka Poison Ivy war schon immer eine starke Powerfrau mit eigenen Zielen, die nicht nur äußerst sexy in Szene gesetzt wird, sondern auch wahnsinnig smart ist und regelmäßig als eine der stärksten Gegnerinnen Batmans auftritt.

In diesem Trade präsentiert Panini eine Geschichte, die zunächst Pamelas Arbeit in einem Labor zeigt. Sie erlangte dort die Chance ihre kriminelle Vergangenheit hinter sich zu lassen und an Hybriden aus Flora und Fauna zu forschen. Als plötzlich eine Kollegin stirbt beginnt eine Jagd auf einen unbekannten Bösewicht, der es in sich zu haben scheint.

Auch privat gibt es Neuigkeiten im Hause Isley, denn unsere Protagonistin folgt ihrem inneren Ruf nach eigenen Nachkommen. Aufgrund ihrer Forschungsarbeit kann sie drei „Blumenmädchen“ kreieren und großziehen, die schnell nicht nur ihre Kräfte, sondern auch ihren eigenen Willen entdecken.

Ich verrate nicht zu viel, wenn ich Auftritte ihrer Freundinnen und alten Kollegen von den Gotham City Sirens antease. Pamelas Verbindung zum „Grün“ lässt ebenfalls etwas erahnen.

Bewertung

Pysno schrieb in seiner Review, dass der Comic die „Figur ernst nimmt und ein faszinierendes Charakterportrait bietet„. Das kann ich so bestätigen. Nur selten erfährt ein Schurke dermaßen viel Aufmerksamkeit, wie das zuletzt vielleicht noch in Ansätzen im „Villain Month“ im September 2013 der Fall war. Amy Chu verleiht der bekannten Figur nun auch die Facette der „sich sorgenden Mutter“ und „geschätzten Kollegin“. Beides sind glaubwürdig erzählte Alltagssituationen, die Pamela und ihrem Verhalten gut tun und sie „greifbarer“ machen.

So überraschend vielschichtig unsere Protagonistin hier auch gezeigt wird, so viel mehr hätte die Subplot mit ihren Kindern aus meiner Sicht noch deutlich mehr Seiten verdient gehabt. Die eher schwierigen Phasen mit kleinen Kindern und die Pubertät wurden leider einfach übersprungen. Auch der Schurke am Ende ist bei weitem nicht das „Gelbe vom Ei“ und verblasst schon kurz nach dem Lesen.

Die Zeichnungen stammen von diversen Zeichnern wie Clay Mann und Ethan Van Sciver, die allesamt eine gute Arbeit abliefern, meines Erachtens nach aber durchaus Unterschiede erkennen lassen. Einzig die Farbgebung von Ulises Arreola verbindet das Artwork zu einem großen Ganzen.

Fazit

Diese Miniserie ist für mich der geistige Nachfolger der Serie „Gotham City Sirens“ mit etwas mehr Ernsthaftigkeit und besserem Flow. Wer die Ladies mochte, der sollte zuschlagen! Gerade gen Ende wird sie dann aber leider zu generisch.

Autor: Andi

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