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Der Tod so kalt

Der Tod so kalt

Thriller | von Luca D'Andrea
Bewertung: ★★★★

„Der Tod so kalt“ ist der Debütroman von Luca D'Andrea, der in der ländlichen italienischen Stadt Bozen geboren wurde und bis heute an diesem Ort lebt. Das Buch hat es auf Anhieb in die Top-10 in Italien geschafft. Darüber hinaus wurde sein Werk in 35 Ländern verkauft. Wenn das mal kein gelungener Einstand ist! Und auch ich bescheinige, was ihr anhand meiner Sternebewertung bereits sehen könnt, ihm eine gute Bewertung, da mir das Buch gefallen hat.

Handlung

Im Jahre 1985 brechen drei junge Einheimische zu einer Wanderung auf. Ein plötzlich aufziehendes gewaltiges Gewitter überrascht sie. Keiner von ihnen kehrt von diesem Ausflug zurück. Erst der Suchtrupp findet die Toten. Die Helfer können ihren Augen kaum trauen, denn die Leichen der Drei sind stark verstümmelt. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter aus dem Bekanntenkreis kommen muss, doch deren Ermittlungen verlaufen ins Leere.

Dreißig Jahre später stellt ein Fremder Fragen. Die Einheimischen warnen ihn, dass dies Konsequenzen haben wird, doch Jeremiah Salinger lässt sich nicht von seinem Weg abbringen, obwohl ihn selbst sein Schwiegervater, der die Leichen damals mit gefunden hat, davon abrät. Jeremiah stößt bei seinen Nachforschungen allerdings auf etwas, dass er lieber nicht gefunden hätte…

Bewertung

Der erste Eindruck ist immer der Wichtigste und „Der Tod so kalt“ kann beim ersten Anfassen sofort punkten. Das Cover ist nicht nur optisch ansprechend, sondern kann auch gefühlsmäßig überzeugen. Geht man mit seiner Hand über die Berge, so fühlt man die Härte der Umgebung, denn das Bild ist angeraut. Ein sehr schöner Einstieg! Allerdings fallen die Leserillen bei diesem schönen Buchumschlag deutlicher auf.

Dass die Berge und die Winterlandschaft lebensbedrohlich sein können, wird dem Leser also von der ersten Seite präsentiert. Der Plot trägt sein Übriges dazu bei, dass wir wissen, dass in dieser Umgebung der Tod eiskalt serviert wird.

Jeremiah Salinger ist ein amerikanischer Drehbuchautor und besucht mit seiner Frau ihre Heimat in Italien. Als eine Rettungsmission startet, begleitet er diese mit der Kamera. Doch der Einsatz endet in einem Desaster, denn der Hubschrauber stürzt ab und nur Jeremiah überlebt das Unglück. Als er von den drei Toten aus dem Jahr 1985 erfährt, will er sich mit den Ermittlungen ablenken. Am Anfang noch ganz oberflächlich. Erst liest er die Zeitungsberichte und befragt die Bewohner sowie seinen Schwiegervater. Doch die anfängliche Neugierde ufert aus. Er fängt an seine Frau zu belügen, die sogar damit droht in zu verlassen, ermittelt heimlich und wird regelrecht besessen von dem Fall. Jeremiah setzt alles aufs Spiel, insbesondere seine Frau und seine Tochter.

Die Spannung wird bis zum Ende aufrechterhalten. Der Leser kann nicht recht fassen, warum Jeremiah sogar in Kauf nimmt, dass seine Familie ihn verlässt. Ihm ist dabei egal, was die Bewohner des Dorfes fühlen, er geht sprichwörtlich über Leichen. Er möchte seine Informationen bekommen und kein Hindernis ist ihm zu hoch. Ein gewaltiges Gemisch, was noch zusätzlich mit dem Unbekannten, also die Frage nach dem Mörder, angeheizt wird. Die beiden Handlungsstränge sind das große Aushängeschild von „Der Tod so kalt“ und können auf ganzer Linie überzeugen.

Bei der Beschreibung der Leichen musste ich kurz schlucken. Sie fällt deftig aus, ein regelrechtes Massaker hat der Mörder angerichtet und Luca D'Andrea versteht es, dieses dem Leser näher zu bringen. Die üble Zurichtung brannte sich bildlich in mein Gedächtnis ein.

Fazit

„Der Tod so kalt“ ist ein spannender Thriller, der sehr gut geschrieben ist und mit einer ausdrucksstarken Handlung punkten kann. Der Charakter Jeremiah Salinger ist facettenreich und seine eiskalte Ermittlungstaktik schockiert den Leser gleichermaßen, wie der eigentlicher Mordfall der drei jungen Leute!

Autor: Eskimo

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