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AchtNacht

AchtNacht

Thriller | von Sebastian Fitzek
Bewertung: ★★★★

Sebastian Fitzek kann es nicht lassen und das ist auch gut so! Mit „AchtNacht“ bringt der erfolgreichste deutsche Schriftsteller seinen neuen Thriller in die Läden. Seine bisherigen Bücher haben es auf eine beachtliche Gesamtauflaufe von rund acht Millionen Stück geschafft und wurden in 24 Sprachen übersetzt. Das ist der Teil, den viele kennen. Doch wussten Sie auch schon, dass Fitzek sehr erfinderisch ist?! Gemeint ist sein außergewöhnlicher Geschmack, der alleine damit zum Ausdruck kommt, dass er seine Lesungen in einer Trauerhalle eines Bestattungsinstituts oder in einem Hospiz in Wolfsburg abgehalten hat!? Unheimlich, mörderisch und ein wenig unethisch! Aber auf jeden Fall ein Mittel zum Erfolg.

Handlung

Am 08.08. um 8 UHR 08 beginnt die sogenannte AchtNacht. In dieser Nacht wird in einer Lotterie ein Name gezogen. Der durch das Losverfahren Auserwählte wird für vogelfrei erklärt. 80 Millionen Menschen in Deutschland dürfen das Opfer umbringen und erhalten als Belohnung noch 10 Millionen Euro. Ben Rührmann, ein ehemaliger Musiker, geschieden und mit einer Tochter gesegnet, die allerdings zurzeit im Koma liegt, ist in diesem Jahr dran. Die nächsten 12 Stunden werden für ihn zu einem Höllentrip.

Bewertung

Kommt Ihnen der Plot bekannt vor!? Dann liegen Sie nicht falsch, denn Fitzek hat sich beim Film „The Purge“ bedient. Dies gibt er auf der ersten Seite zu, dennoch, um gleich mit den Gerüchten aufzuräumen, wird nur die Grundidee aufgegriffen. Zumindest habe ich mir das sagen lassen, da ich den Hollywood-Blockbuster nicht gesehen habe. Für alle Interessierten sei an dieser Stelle aber gesagt, dass es insgesamt drei Teile gibt.

Das Interessante an dem Roman „AchtNacht“ ist, dass Fitzek in Echtzeit schreibt, er bringt den Leser damit live mit ins Geschehen mit ein. Jede Stunde wird beleuchtet, so wie man das von der TV-Serie „24“ mit Kiefer Sutherland kennt. Ein tolle Möglichkeit und mal wieder etwas anderes, was auf mich sehr erfrischend gewirkt hat.

Die Skrupellosigkeit der Jäger ist deftig. Jeder will die 10 Millionen Euro für sich beanspruchen und daher geht es ziemlich rabiat zur Sache. Dies kennen wir aber schon vom Autor, der mit seinem feinen Gespür stets den richtigen Riecher erwischt. Immer mehr Menschen beteiligen sich, was Ben immer mehr zusetzt. Das Geld steht eindeutig über dem Menschenleben, was der eigentliche Skandal von „AchtNacht“ ist. Die Frage nach dem „Wie weit würdest Du gehen?“ wird dabei aufgegriffen. Das Thema an sich ist nicht neu, insbesondere im französischen Fernsehen wurde bereits ein Experiment diesbezüglich gestartet, welches auf Schmerzen beruhte. Der Tod wurde auch damals billigend in Kauf genommen.

Fitzek versteht es die Schnelllebigkeit der Handlung in Worte zu fassen, denn zu einer guten Treibjagd gehört nämlich immer Tempo, ansonsten würde der Leser auch schnell das Buch zuklappen. Durch die Beschleunigung wird zudem ein gehöriger Spannungsbogen aufgebaut, sodass „AchtNacht“ auch auf diesem Gebiet Punkte einfahren kann. Im Gegenzug dazu, kann der Leser das Tick Tack der 12 Stunden Uhr im Nacken spüren, nur vergeht die Zeit nicht schnell, sondern scheint scheinbar still zu stehen. Diese zwei Elemente prallen wie Feuer und Wasser zusammen, bilden als Gemisch aber eine hochbrisante Explosion. Unerwartete Wendungen runden das Gesamtbild ab.

Fazit

„AchtNacht“ zeigt auf eindrucksvolle und erschreckender Art und Weise auf, wozu die Menschheit fähig ist und was sie alles macht, ohne weiter drüber nachzudenken. Die Beeinflussung, insbesondere durch Geld, baut Hemmungen und Skrupel ab und schreckt nicht einmal vor Mord zurück.

Autor: Eskimo

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